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„Mit Haut und Haaren dabei“

Brigitte Foppa (Grüne), die dienstälteste Parteivorsitzende im Land, nimmt ihren Hut.

Tageszeitung: Frau Foppa, Sie wollen Ihr Amt als Grünen-Vorsitzende zurücklegen. Warum?

Brigitte Foppa: Ich habe diesen Schritt bereits nach den Wahlen angekündigt. Ich möchte mich jetzt voll auf meine neue Arbeit als Fraktionsvorsitzende konzentrieren. Zehn Jahre an der Spitze sind leicht genug. Ich bin die dienstälteste Parteivorsitzende im Lande. Ich habe diese interessante Arbeit immer sehr gerne – sozusagen mit Haut und Haaren —gemacht. Jetzt ist es Zeit für eine Veränderung.

Bis zum 15. Februar können Vorschläge für die neuen beiden Co-Vorsitzenden gemacht werden. Welche Voraussetzungen sollen Ihre Nachfolger mitbringen?

Der Tobe (Planer) überlegt sich noch, ob er erneut kandidiert. Das Statut sieht vor, dass die Co-Vorsitzenden beide Geschlechter vertreten. Parteiarbeit ist Knochenarbeit. Man muss sehr viel vermitteln, den Ausgleich suchen, die Meinungen bündeln und Richtungsentscheidungen treffen. Ich habe mit meinem Einzug in den Landtag 2013 aber das Vorurteil dementiert, wonach sich Parteiarbeit nicht lohnt. Sie kann auch als Sprungbrett für politische Gremien genutzt werden. Ich hoffe, dass wir Leute mit der Lust und dem Ehrgeiz finden, das Grüne Projekt weiterzuführen.

Ihr Nachfolger hat die schwere Aufgabe, die EU-Wahlen im Mai zu managen …

Das wird seine/ihre Feuertaufe. Wenn wir die Volksabstimmungen mitrechnen, dann hat ein Vorsitzender ein bis zwei Wahlen im Jahr zu leiten. Das gehört zu seinem Kerngeschäft.

Interview: Matthias Kofler

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (5)

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  • checker

    Ob sie wirklich die Führung in der Partei abgibt…ich wage es zu bezweifeln. Eher will sie einen anderen vorlassen um eine Niederlage bei den Europawahlen nicht selber einstecken zu müssen.
    Sollte sie wirklich komplett zurücktreten, würden ich sie nach 10 Jahren nicht vermissen. 10 Jahre und nur Geschwafel…das Konzept der Grünen war und ist immer: Überleben als Parteiparasit nach der Strategie der Religion, viel predigen wenig umsetzen. Dies alles in den grünen Karton gepackt um jene verwöhnten Fratzen anzusprechen, die aus Langeweile protestieren aber politisch korrekt bleiben wollen. Also Pseudoopposition und Pseudoumweltschutz mit Gitarre und Körner um dann bei von der Allgemeinheit bezahlten Ämterjobs über die Welt zu philosophieren, gern mit Umwurfschal.
    Die Zeiten der Südtiroler Grünen waren und sind vorbei. Realpolitik ist gefragt und die kann Foppa nicht bieten.

  • george

    ‚yannis‘, fällst du immer noch auf solch einfältige Bemerkungen herein? Kannst du immer noch nicht kapieren, wo ich mich wirklich bewege oder tust du nur so, um von der Realpolitik abzulenken, weil ihr sie schon gar nicht imstande seid zu erfassen und zu leisten.
    „Realpolitik ist gefragt und die kann Foppa nicht bieten.“ Ihr (checker u. co.) allerdings noch viel weniger!

    • kurt

      @george
      So schwierig ist es dann auch wieder nicht dich zu durchschauen !?.
      Realpolitik ist nicht das was unsere Politiker in Bozen liefern das ist sicher, von der Frau Foppa gar nicht zu reden ,was soll man von so einer Emanze schon verlangen??.
      Aber dass die Grünen deine Sympatie Träger sind kannst du nicht abstreiten ,wieso auch, kannst wohl zu deiner Meinung stehen und Kund tun aber auch einstecken .

      • george

        @kurt
        Ich unterstütze und vertrete immer Sachpolitik, egal von welcher Parteifarbe sie kommt, ob grün, ob edelweiß, ob blau, ob gelb oder orangefarben. Da brauche ich nichts abstreiten. Aber immer dann, wenn ihr unsachlich seid – und das seid ihr besonders oft gegenüber den Grünen, aber auch anderen gegenüber, wenn ihr vornehmlich unmenschliche und extrem niveaulose, oft auch total widersprüchliche Standpunkte vertretet, muss ich euch kritisieren und tadeln. Denn für mich steht nun einmal der Mensch und die Umwelt im Mittelpunkt und nicht eure verspritzte braune Brühe. Um das zu vertreten, muss ich nicht bei einer Partei sein, sondern mich nur um wirkliche realpolitische Grundlagen kümmern. Einseitigkeit ist nicht meine Grundlage und die Vielseitigkeit, wie sie in unserer natürlichen Umwelt herrscht, scheint euch total abhanden gekommen zu sein.

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