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Die Online-Käufer

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Jeder zweite Südtiroler kauft mittlerweile online ein und gibt dabei rund 85 Euro im Monat aus. Das ergeben die Daten einer neuen Astat-Statistik.

von Markus Rufin

Es ist kein Geheimnis, dass der Online-Handel boomt. Auch in Südtirol ist das so. Eine Astat-Statistik zeigt nun auf, wie viele Südtiroler tatsächlich online shoppen. Demzufolge sind es 47 Prozent der Südtiroler zwischen 16 und 74 Jahren, die mindestens einmal im vergangenen Jahr via Internet eingekauft oder bestellt haben.

Wie zu erwarten bestätigt die Studie die Annahme, dass vor allem junge Menschen den Online-Handel nutzen, während ältere Semester auf Amazon, Zalando und Co. verzichten. Fast 70 Prozent der Personen zwischen 16 und 34 Jahren haben im vergangenen Jahr online eingekauft. 52 Prozent sind es bei den 35- bis 54-jährigen, während es bei den 55- bis 74-jährigen nur mehr 21 Prozent sind. Einen signifikanten Geschlechtsunterschied gibt es nicht.

Im EU-weiten Vergleich liegt Südtirol weithinter dem Durchschnitt: Rund 60 Prozent der EU-Bürger kaufen online ein. In Italien liegt der durchschnittliche Wert bei lediglich 36 Prozent.

Aber der Anteil der Online-Shopper nimmt stetig zu. Das zeigt der Vergleich mit anderen Jahren. Zwischen 2005 und 2018 stieg dieser Anteil um über 30 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt, kaufen heute 180.000 Südtiroler online ein, während es vor 13 Jahren nur 45.000 Personen waren.

Interessant ist vor allem die Beobachtung der Sektoren, in denen am meisten eingekauft wird. Laut ASTAT kauft der Südtiroler Online-Kunde vor allem gerne Kleidung und Sportartikel (51 Prozent der Kunden).

Haushaltsartikel (37 Prozent) und Urlaube (40) liegen nahezu gleich auf und werden auch häufig online bestellt. Zeitungen, elektronische Geräte und Eintrittskarten für Events werden von 20 Prozent der Online-Nutzer gekauft. Videospiele, Filme, Musik und Fernmeldedienste werden von rund zehn Prozent gekauft. Lebensmittel, Medikamente oder Computerhardware werden eher selten online eingekauft.

Obwohl der Online-Handel für nationale Unternehmen als Bedrohung dargestellt wird, werden auch im Online-Handel vorrangig nationale Unternehmen unterstützt. 69 Prozent der Befragten gaben zumindest an, das sie die Online Dienste nationaler Unternehmen nutzen. 62 Prozent gaben an, bei Unternehmen eingekauft zu haben, die ihren Sitz innerhalb der EU haben.

49 Prozent aller Online-Käufer haben in diesem Quartal ein bis zwei Online-Einkäufe getätigt. 26 Prozent haben in diesem Zeitraum drei bis fünf Einkäufe getätigt. Regelmäßige Online-Shopper scheint es nur wenige in Südtirol zu geben. Neun Prozent kauften sechs bis zehnmal ein, sechs Prozent bestellen öfter als zehnmal Dinge im Internet. Das ganze entspricht einem Durchschnitt von vier Online-Bestellungen pro Quartal. 130.000 Südtiroler haben in diesem Quartal online eingekauft.

Aber wie viel Geld lassen die Südtiroler im Online-Handel liegen? Auch darauf hat die Astat-Statistik eine Antwort: In diesem Quartal wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von ungefähr 33.000.000 Euro online erworben. Das sind im Durchschnitt 85 Euro im Monat pro Person.

45 Prozent der Personen, die in diesen Zeitraum Online eingekauft haben, gaben zwischen 100 und 500 Euro aus. Rund gleich viele haben weniger als 100 Euro ausgegeben. 34 Prozent haben zwischen 50 und 100 Euro ausgegeben. Je rund zehn Prozent haben mehr als 500 Euro (Zehn Prozent) oder weniger als 50 Euro (Zwölf Prozent) ausgegeben.

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