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„Er hat mich gewürgt“

Juweliergeschäft Gstader-Putzer: Vereitelter Überfall

Überfall auf das Juweliergeschäft Gstader-Putzer in Brixen: Der 40-jährige Mann aus Litauen wurde noch vor dem Schmuckgeschäft festgenommen. Wie Doris Putzer den Täter in die Flucht schlagen konnte.

von Erna Egger

Es war um 10.15 Uhr: Doris Putzer war allein im Juweliergeschäft Gstader-Putzer im Großen Graben in Brixen. Der Familienbetrieb wird von Bernhard und Doris Putzer sowie der gemeinsamen Tochter geführt.

Ein Herr klingelte an der aus Sicherheitsgründen verschlossenen Tür. Doris Putzer schöpfte keinen Verdacht und ließ den Mann herein. In gebrochenem Englisch erklärte er, dass er Goldketten im Wert von rund 3.000 Euro ansehen möchte. „Ich hatte aber ein ungutes Gefühl. Ich dachte nicht an einen Überfall, eher befürchtete ich, dass er die Absicht hatte, etwas zu stehlen“, erzählt Putzer. Deshalb präsentierte sie dem Mann drei edle Ketten, führte jedoch nicht den wertvollsten Schmuck vor. Der Halsschmuck sei wunderschön, meinte der „Kunde“, er wollte dann aber noch etwas Gewichtigeres begutachten. Putzer wehrte ab und erklärte, keinen teureren Schmuck zu haben. In diesem Moment zog der Mann eine Pistole und verlangte mit den Worten „open the door“ die Öffnung des Tresors. „Mir gelang es, den stillen Alarmknopf zu drücken, der mit den Polizeibehörden verbunden ist“, schildert Putzer.

Sie versuchte, Zeit zu gewinnen und begann instinktiv zu schreien. „Sofort packte er mich am Hals, warf mich auf dem Boden und würgte mich. Er verlangte von mir, still zu sein und die Tür zu öffnen“, schildert die Geschäftsinhaberin die bangen Minuten. Es kam zu einem Handgemenge, Putzer wehrte sich, kratzte den Mann, er warf sie auf die Stiege. „Ich habe das ganze Gesicht und den Rücken blau. Ansonsten habe ich keine Verletzungen. Ich bin eigentlich recht glimpflich davongekommen“, wird Putzer später erzählen.

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Kommentare (4)

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  • watschi

    da der mann bewaffnet und offensichtlich sehr aggresiv war, wàre es besser gewesen seinen forderungen folge zu leisten und den arrest dann der polizei zu ùberlassen. wegen ein paar ketten zahlt es sich nicht aus sein leben zu riskieren. ausserdem hat der laden fùr solche fàlle sicher eine versicherung

  • billy31

    Grundsätzlich hat Watschi recht. Andererseit ist der Verbrecher im Knast und sollte dort die nächsten 15 Jahre verbringen. Also ich würde ihn dazu verdonnern.

    • yannis

      Stell Dir vor man würde alle nach dem Masstab von 15 Jahren verdonnern, wieviel Knast bräuchte man dazu ? billiger und wirkungsvoller wäre diese Kunden konsequent außer Landes zu schaffen.

  • gestiefelterkater

    Messern, Würgen und Vergewaltigung gab es doch schon immer, Bereicherung hat eben ihren Preis. Ein bischen Würgen muss eine offene und tollerante, bunte und multikulturelle Gesellschaft schon aushalten.

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