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„Streit wird nicht goutiert“

Meinhard Durnwalder

Der SVP-Senator und Bezirksobmann des Pustertals, Meinhard Durnwalder, ruft den LH und den Parteiobmann auf, persönliche Befindlichkeiten hintanzustellen und nach außen wieder geschlossen aufzutreten.

Tageszeitung: Herr Senator, der jüngste Streit zwischen dem Landeshauptmann und dem Parteiobmann hat die SVP an den Rand einer Zerreißprobe geführt. Steckt Ihre Partei in einer Krise?

Meinhard Durnwalder: Nein, Diskussionen untereinander hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Auch dieses Mal ist es zu ein paar Unstimmigkeiten zwischen dem Landeshauptmann und dem Obmann gekommen, doch diese konnten mittlerweile ausgeräumt werden. Die Partei tut gut daran, wieder geschlossen aufzutreten.

Was für Unstimmigkeiten hat es zwischen den beiden gegeben?

Es sind zwei, drei Sachen zusammengekommen: Es gab ein paar Missverständnisse bei den Koalitionsverhandlungen. Zudem hätten wir die Ernennung des Vize-Landeshauptmanns zuvor parteiintern breiter diskutieren sollen.

Zuletzt gab es in der SVP auch Stunk, was die mögliche Aufstockung der Regionalregierung betrifft … 

Darüber ist am kommenden Montag in der Parteileitung zu diskutieren. Eine Aufstockung ist noch nicht beschlossen.

Wurde der Krach zwischen dem LH und dem Obmann vom Tagblatt „Dolomiten“ befeuert?

Nein, das Thema wurde ja auch von anderen Medien breitgetreten. Ich sehe es positiv: Ihr habt was zu schreiben, die Leute haben was zu diskutieren, wir Politiker können euch Interviews geben – und die Wirtschaft läuft.

Wie hat die Basis die Streitigkeiten der letzten Tage erlebt?

Streitereien werden von der Basis nicht goutiert. Umso wichtiger ist es, wenn die Partei nach außen hin wieder geschlossen auftritt – unabhängig von persönlichen Befindlichkeiten. Internen Zwist können wir uns in diesem Moment nicht leisten. Das bedeutet aber nicht, dass es in der Partei nicht heiß hergeht, wenn wichtige Grundsatz- und Richtungsentscheidungen anfallen, so wie es auch jetzt der Fall war. Sie waren von Anfang an ein Befürworter einer Koalition mit der Lega.

Wie verläuft derzeit Ihre Zusammenarbeit auf römischer Ebene?

Über Sachthemen kann man mit der Lega sehr gut diskutieren. Das haben wir gesehen, wenn es etwa um die Raiffeisenreform, die Jagd und die Landwirtschaft geht. Mit der Lega können wir in Rom ordentlich zusammenarbeiten. Größere Schwierigkeiten bereitet uns der Movimento 5 Stelle, der vorwiegend im Süden gewählt wurde und teils eine völlig andere Einstellung als die Lega vertritt. Man wird sehen, wie lange diese Koalition bestehen bleibt.

Sie blicken insgesamt aber optimistisch in die Zukunft?

Optimistisch würde ich nicht sagen. Wir haben es zurzeit mit allgemein schwierigen Rahmenbedingungen zu tun, da wir uns in der Vorwahlkampfzeit befinden. Das Arbeiten in Rom fällt uns unter diesen Bedingungen nicht leicht.

Dass die Lega nun Koalitionspartner auf Landesebene ist, dürfte Ihnen die Arbeit in Rom aber wesentlich erleichtern?

Sicher haben wir damit einen ersten Anfang gemacht.

Interview: Matthias Kofler

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (31)

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  • gestiefelterkater

    „Wir haben es zurzeit mit allgemein schwierigen Rahmenbedingungen zu tun, da wir uns in der Vorwahlkampfzeit befinden.“
    Nach der Wahl ist vor der Wahl, so gilt es für die Speckmaden die Reihen fest geschlossen zu halten, die besten Plätze am großen Fresstrog müssen jeden Tag aufs Neue verteidigt werden.
    Es muss stets darauf geachtet werden, dass dem gewöhnlichen Bürger genügend Schröpfköpfe angesetzt werden, nur so können alle edlen Speckmaden samt ihrer Brut ein ihnen angemessenes Auskommen haben.

  • andreas

    Noch so einer der am Stuhl des LH sägt…

    • kurt

      @andreas
      Ja zu was bist du denn dann da als den Stuhl wieder zu flicken und dein Hascherle zu trösten !!!!!!.
      So ein Schleimer ,schlutziger gehts wohl nimmer ,hast wohl einen neuen Vertrag als Lohnschreiber bekommen.

      • andreas

        Ach, ich denke nicht, dass dieser Pusterer Heini so relevant ist, als dass es da etwas zu flicken gäbe.
        Du solltest aber morgens weniger Weiße trinken, du scheinst recht agressiv zu werden.
        Alkohol ist halt doch keine Lösung…. 🙂

        • kurt

          @andreas
          Dann erkläre mir mal wer für dich der LH ist oder hast wieder was nicht verstanden anderle!!!!!.
          Wegen dir lassen ich mir den Weißen nicht nehmen und schon gar nicht wenn du sonst keine Argumente mehr findest zu provozieren du doppel NULL !!!!!!!!!!!!!!.

          • yannis

            @kurt,
            weiter nichts als ein typischer „Agent Provocateur“

          • george

            Immer noch besser Kompatscher als LH zu haben als einen Möchtegern-Durnwalder oder gar Achammer als Athesia-Strohmann.

          • andreas

            @yannis
            Genau, aber nur 006, das wäre die Lizenz zum Schreiben, die 007 wollten sie mir nicht geben, man nennt mich auch Jimmy, Jimmy Bondi. 🙂

        • goggile

          andreasTOLM du unterste 0nummer. hoffentlich verklagt dich herr Durnwalder Senator! hoechste zeit solch ein diffamierendes rufschaedigendes schreiberwesen wie dich zu entfernen.

  • kurt

    Ja wenn man sich so erinnert was die Herrschaften in der Brennerstrasse vor den Wahlen von sich gegeben hat und mit dem vergleicht was sie jetzt als Probleme darstellen dann muss man schon fragen für was diese Leute da sind ,für die Wähler oder eher zu schauen das sie sich nicht selber im Wege stehen und genug Versorgungsposten zu Verfügung zu stellen .
    Der Bürger ist wohl dazu da zu allem ja und Amen zu sagen !!!!!.

  • pingoballino1955

    Wieder Friede,Freude,Eierkuchen,ekelhaft,vonwegen.Wer s glaubt wird selig.

  • rota

    An die Vollprofis der Tageszeitung:
    Man kann zu den abgebildeten Personen stehen wie man will. Ich empfinde es als eine bodenlose Schweinerei Bilder von Personen mit geschlossenen Augen oder momentaner auffälliger Körperhaltung abzubilden. Vielleicht mag es auch nur unprofessioneller Journalismus sein.
    Ein Minimum an Respekt und persönlicher Würde hat auch Kompatscher verdient,

    • gestiefelterkater

      Ich finde das Bild sehr gut, es sagt doch mehr aus, als alles was da geschrieben wurde. Man könnte vielleicht dem Meinhard Frauenfeindlichkeit vorwerfen weil er die Gebhard verdeckt.

    • goggile

      rota seien wir dankbar und froh dass tribus und mitarbeiter zeitungsarbeit leisten. wer haette anfangs in den 90er jahren dieses lange durchhaltevermoegen erahnt gegen diktatorenblattl? vieles wird es durch die tageszeitung publik!

      • george

        Durch euch (die meisten, die hier schreiben) wird die NTZ-online ohnehin nur zu einem reinen „Revolver- und Stänkerermedium“ degradiert.

        • george

          Änderung: Durch euch (durch sehr viele, die hier schreiben) wird dieses Forum ohnehin nur mehr zu einem reinen „Revolver- und Stänkerermedium“ degradiert.

          • kurt

            @george
            Als dünn häutiger Grünling ist diese Ansicht nichts besonderes !!!!!.

          • gestiefelterkater

            Du kannst doch auch an der Weinbergschnecken Käseblätter ergötzen. Mit deiner Einstellung wirst du auf den digitalen Weinbergseiten keine Probleme haben und bist dort bestimmt ein gern gesehener Gast.
            Die ganze Wahrheit darf natürlich nirgends geäußert werden, dass kann sich keiner leisten, auch der Tribus nicht.
            Aber immerhin kann man hier so zu sagen hart am Wind segeln.

      • pingoballino1955

        goggile,bist seltsam in deinen Argumentationen,aber das ist Demokratie.IM PUNKT SÜDTIROLER TAGESZEITUNG gebe ich Dir RECHT! Herr Tribus und Co.ihr geniesst meinen VOLLEN RESPEKT,ich danke Euch für euer Durchhaltevermögen gegenüber sehr einseitiger Berichterstattung des Weinberges! Weiter so,DANKE!

    • yannis

      Wetten das wenn man den LH unmittelbar danach gefragt hätte was der Meinhard gesagt hat, er es nicht benennen hätte können, weil er zwar nicht im Stehen geschnarcht hat aber eben geschlafen hat.

  • sepp

    ach fridefreude Eierkuchen wärs glaubt der guite lachhammer hot in loden nimmer in griff do fahlts gewaltig isch sowieso s beschte neue posten schaffen das sie die pappen heben a now go

  • heinz

    Die Pfalzner will mithilfe der Weinbergwegpresse und ihrer Ministranten die Verhältnisse im Lande zurechtrücken…

  • franz1

    Bittschean, tiats den Puschtra Heini beiseite, der hot jo ba di Fraktionen draußn afn Landl gnua zi tean.
    Nit nuamol a Durni Serie.

    • pingoballino1955

      An nuien Durni brauchn mir nit,ober sel weart sich erübrign,man weart des schun ba die Gemeinderotswohln sechn.I hoff die Leit lossn sich von dieser Scheinheiligpartei nimmer länger VERORSCHN! 2023 isch schun gessn für enk SVPler sel kennts enk merkn:AMEN!

  • george

    @kurt
    Nur ein „dünnhäutiger Grünling“ hinter den Ohren wie du kann so etwas behaupten. Aber wahrscheinlich gehörst du ohnehin zu jenen, die mit 40 Jahren meinten gescheiter zu werden, aber jetzt über 40 immer noch derselben Ideologie nachhängen und deshalb anderen, die nicht derselben Meinung sind sofort versuchen ein parteipolitisches Mäntelchen umzuhängen und dabei in ihrer Zuordnung ständig irre gehen.

  • semperoper

    „Streit wird nicht goutiert.“ Na dann würd ich mal schnell damit aufhören, Öl ins Feuer zu gießen. Es ist nämlich ganz schön anmaßend, dem LH zu sagen, was er zu tun hat und ihm persönliche Befindlichkeiten zu unterstellen, noch dazu über die Medien.

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