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„Eine kleine Allianz-Arena“

Der Ausbau des Bozner Drususstadions kann – voraussichtlich Ende März – endlich starten. Den Zuschlag für den Zwölf-Millionen-Auftrag hat nun eine Bietergemeinschaft von Mac Costruzioni und der Sterzinger Firma Mader erhalten.

von Thomas Vikoler

Die beiden unterlegenen Mitbewerber ließen sich Zeit. Sie forderten zunächst Dokumente für einen etwaigen Einwand gegen den vorläufigen Zuschlag. Sie verzichteten schließlich aber darauf.

Und damit war der Weg für den endgültigen Zuschlag für den Gesamtauftrag für eines der größten Bauprojekte der nächsten Jahre in der Landeshauptstadt. Der Um- und Ausbau des Drususstadions in der Trientstraße.

Diese Woche hat die bei der Gemeinde Bozen angesiedelte Wettbewerbskommission, bestehend aus Donatella Batelli, Mario Begher und Sergio Berantelli) den Großauftrag an eine Bietergemeinschaft der Firma Mac Costruzioni aus Resana in der Provinz Treviso und dem Sterzinger Multiunternehmen Mader zugeschlagen. Letzteres ist insbesondere auf Heizungsanlagen-Bau spezialisiert.

Der Zuschlagspreis liegt geringfügig unter dem Ausschreibungspreis, der sich auf genau 11.991.451 Euro belief.

„Im Februar wird der Vertrag mit der Bietergemeinschaft unterzeichnet, Ende März, so hoffe ich, können wir mit den Arbeiten starten“, sagt Luis Walcher (SVP), Stadtrat für Öffentliche Arbeiten.

Das neue Drususstadion

Das Projekt Drususstadion hatte sich über mehrere Jahre hingezogen, schließlich wurde ein Planungswettbewerb ausgeschrieben. Den Auftrag erhielt der Brixner Architekt Ralf Dejaco mit GMP Architekten und den Ingenieurteam Bergmeister, das Ausführungsprojekt ist inzwischen von der Baukommission genehmigt.

Das Drususstadion wird demnach von einem Leichtathletikstadion mit 3.100 Zuschauerplätzen in ein reines Fußballstadion mit 5.400 Sitzplätzen umfunktioniert. Die beiden bestehenden Tribünen Canazza und Zanvettor werden ausgebaut. Die Ergänzung um eine Nord- und Südtribüne zu einem geschlossenen Geviert ist planerisch vorgesehen. Ob es jemals die damit möglichen 10.000 Zuschauerplätzen braucht, ist offen.

Stadtrat Walcher erwartet sich von der siegreichen Bietergemeinschaft Mac Costruzioni/Mader „gute Qualität“, denn das Drususstadion soll nach dem Umbau zu einem attraktiven Multi-Veranstaltungsort mit Bar, Restaurant und Geschäften werden. „Eine kleine Allianz-Arena“, wie Walcher hofft.

Eine der baulich heiklen Aufgaben für die ausführenden Firmen ist die Integration der denkmalgeschützten Haupttribüne in die neuen Gebäudeteile. Verbaut werden insgesamt 30.000 Kubikmeter.

Ein zweites Hindernis: Die Bauarbeiten werden während des laufenden Spielbetriebs durchgeführt, der FC Südtirol und Virtus Bozen müssen also nicht umziehen.

Stadtrat Walcher will das Großprojekt demnächst zusammen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher vorstellen. Das Land steuert einen Großteil der Kosten für den Umbau bei.

Ein weiterer Auftrag zum Drususstadion ist vor kurzem ebenfalls vergeben worden: Projektant Ralf Dejaco übernimmt um 550.000 Euro die Bauleitung und die Sicherheitskoordination. Der Ausschreibungspreis belief sich auf 744.275 Euro.

 

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