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„Widersprüchliche Plakataktion“

Die Gewerkschaft ASGB kritisiert den lvh für die Plakataktion, mit der der theoretische Unterricht ins Lächerliche gezogen werde. Sie grenze gar an Schizophrenie.

Tony Tschenett, Vorsitzender der Gewerkschaft ASGB, übt harsche Kritik am Handwerkerverband lvh und dessen Kampagne „Generation H“. Auslöser der Kritik ist die Veröffentlichung eines Plakates, in dem massiv für das Handwerk geworben wird und der theoretische Unterricht laut Auffassung des ASGB ins Lächerliche gezogen wird (die TAGESZEITUNG berichtete: https://www.tageszeitung.it/2019/01/17/der-plakat-aerger/).

Tony Tschenett

„Dieses Plakat zielt darauf ab, potentiellen Berufseinsteigern den Schulunterricht madig zu reden“, meint Tschenett. Ein Sammelsurium von auf die Schule bezogenen Wörtern, wie „auswendig lernen, unflexibel, Langeweile, wenig Taschengeld, abhängig, rumsitzen, Theorie“ bezwecke, den Jugendlichen zu suggerieren, die Schule sei nicht wichtig.

Dabei sei es der lvh selbst gewesen, der zusammen mit dem Bildungsressort mit Vehemenz darauf gepocht hat, für viele Lehrberufe ein zusätzliches Lehrjahr einzuführen. Auch die Realisierung der Berufsmatura sei ein lange gehegter Wunsch der Handwerker gewesen, um dem Stigmata, das Handwerk sei eine Einbahnstraße, gegenzuwirken.

„Diese Plakataktion ist vor diesem Hintergrund nicht nur widersprüchlich, sondern grenzt an Schizophrenie“, so das harte Urteil von ASGB-Chef Tony Tschenett.

Das umstrittene Plakat

Er sagt: „Die herausragenden Leistungen unserer Handwerker bei den Berufsweltmeisterschaften sind mindestens genauso auf die schulische Betreuung zurückzuführen, wie auf die praktische Ausbildung in den Betrieben. Die zuständigen Lehrkräfte bereiten die Lehrlinge mit Akribie auf die Meisterschaften vor. Dies sollte auch dem lvh bekannt sein, der nur allzu gerne die Ergebnisse der Lehrlinge medienwirksam verkauft. Auch die Anstrengungen und Mühen der Lehrpersonen, die Jugendlichen bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten, werden mit einer solchen Aktion nicht geachtet.“

Außerdem werte das Plakat die klassischen Oberschüler gegenüber den Lehrlingen ab. Es sei aber nicht akzeptabel, dass verschiedene Ausbildungsmodelle gegeneinander ausgespielt werden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • gr

    i denk do asgb soll sich in kopf ibro ondra sochn dobrechn.vielleicht sollata sich die situation in die berufschualn amol unschaugn,holbleere klassn wenn ibohaupt oano isch, und es brauch a widdo guata lehrlinge es nutzt nicht wenn olla la schuile ghian und akademiker wearn. und zin schluss no de hondwerkaolympiadn und so weita homm mit do orbat afn bau schun sehr,sehr wianig zin thian,

  • wm

    Ich bin überhaupt kein Freund des LVH, aber was hier gehetzt wird finde ich komplett bescheuert. Der asgb soll mal für seine Mitglieder arbeiten wäre angebrachter. Und nebenbei hat der Herr Tschentt sich auch gerne zu den Berufsweltmeisterschaften einladen lassen. Wir haben ein Lehrlingsproblem in den Betrieben. Das einzige was wir bekommen sind Leerlinge und keine Lehrlinge was wir notwendig brauchen.

  • gestiefelterkater

    Es ist richtig, wenn keine Lehrlinge gefunden werden. Wer einer sinnvollen Arbeit nachgeht ist heute eh nur noch der Trottel. Was wir brauchen sind Sinnlosberufler, Berater, hochqualifizierte Nichtsnutze, die wissen wies ginge, wenn man es nur täte, Abzocker, Gesetzesschreiber und Gesetzesverdreher und Spekulanten, Bacceler, Masters und einen ganzen Haufen anderer Klugscheißer.
    Und die, die noch wirkliche Arbeit verrichten, ja die kann man ausbeuten und mit Gesetzen und allen möglichen Schikanen schikanieren, so sind sie doch ungebildet, zu faul oder einfach zu dumm, um auch in den Genuß und Annehmlichkeiten eines Sinnlosberuflers zu kommen.

  • ahaa

    Schule ist auswendig lernen und den Hausverstand abgeben.Was sie die letzten Jahre gebracht hat sieht man heute.Verblòdung pur.Aber es funktioniert angeblich ja wunderbar.

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