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Die Anklage des Vaters

Der Vater des am Rittner Horn verunglückten achtjährigen Mädchens, Ciro Formisano, sagt: „Wenn die Hinweisschilder zweisprachig gewesen wären, wäre das Unglück nicht passiert.“

Die achtjährige Emily Formisano, die vor wenigen Tagen bei einem Rodelunfall auf dem Rittner Horn tödlich verunglückt ist, wurde am Freitag in Reggio Emilia beigesetzt.
Der Vater des Mädchens, Ciro Formisano, erhebt derweil schwere Vorwürfe gegen die Betreiber des Skigebietes Rittner Horn.
Der Mann sagte in einem Interview mit dem Tg1: Seine Tochter könnte noch leben, wenn die Hinweisschilder zweisprachig gewesen wären.
Wörtlich sagte Formisano:

Der Unfallort am Rittner Horn (Foto: Rai Südtirol)

„Wenn das Hinweisschild italienisch gewesen wäre, hätte ich zu meiner Frau sicher gesagt; ,Warte, hier steht, dass du hier nicht fahren darfst, weil die Strecke gefährlich ist.‘“
Ciro Formisano erklärte weiters, er habe an der Bergstation jemanden fragen wollen, doch er habe niemanden angetroffen.
Die Frau von Ciro Formisano, die formell unter Ermittlung steht – so wie auch der Verantwortliche des Skigebietes –, liegt noch immer in der Intensivabteilung des Bozner Krankenhauses.

Ciro Formisano (Foto: Rai Südtirol/Tg1)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (26)

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  • kurt

    Wenn er schon was mit reinem Gewissen zu sagen warum dreht er sich dann um .
    Die Schuld bei anderen suchen statt sich selber zu hinterfragen ist auch keine Lösung.
    So traurig und tragisch alles ist so tut man nicht auch weil deswegen die kleine auch nicht wieder lebendig wird.

  • kurt

    Zu sagen hat soll es heißen Sorry!!.

  • pingoballino1955

    Schade dass aus so einem tragischen Fall ein Politikum daraus gemacht wird,die Beteiligten sollten sich schämen!!!

  • watschi

    irgendwie menschlich. man will einfach nicht selbst schuld an einem tragischen unfall sein und wenn man nur irgendeinen, auch noch so kleinen grund findet um anderen diese schwere schuld aufzubùrgen, dann nutzt man das aus. vielleicht einfach nur aus dem grund, sich nicht lebenslang vorwùrfe machen zu mùssen ein leben auf dem gewissen zu haben.

  • rolandlang

    Ein kleines Zeichen der Trauer am Unfallort (Kreuz oder Buke) für das arme Mädchen vermisse ich. RiF

  • andreas

    Verständlich, dass ein Vater in so einer Situation verzweifelt ist und nicht objektiv sein kann.
    Ich bezweifle mal, dass ihm das selbst eingefallen ist, wohl eher hat er auf die Presseberichte mancher Medien reagiert und muss sich so nicht eingestehen, dass seine Frau nicht vorsichtig genug war.
    Dass er an der Bergstation jemanden fragen wollte, widerspricht der Aussage, dass die Sprache auf dem Schild das Problem war, da auf diesem die Rodelbahn, auch in italienisch, eindeutig auf der anderen Seite angezeigt war. Wenn man sich das Schild ansieht, braucht man eigentlich nicht zu fragen.

  • ahaa

    Ich frage mich nur wie oft schon nichts passiert ist.
    Eine ordentliche Beschilderung sollte nie ein Thema sein.Mehrsprachig!Das Geld von denen wollt ihr auch!Eine Gefahrenstelle die tòtlich enden kann,muss besser gekennzeichnet sein.Eine Rodel mit einem Totenkopf oder so àhnlich.Und das links und rechts.
    Ist so ein Problem?Kostenpunkt, keine 50 Euro!Sind es euch die Urlauber nicht Wert?
    Wenn der Wind Bàume umfegt bekommen andere Entschàdigungen!
    Bei einer Piste die sicher sein sollte und Màngel aufweisst nicht?

  • erbschleicher

    Käme das verunglückte Kind aus einem anderen Land würde sicherlich keine politische Geschichte daraus gemacht.
    Im Nachhinein ist es leicht den Anderen die Schuld zu geben. Dass der Vater niemanden angetroffen hat (wie er behauptet), den er nach dem RICHTIGEN Weg fragen konnte bezweifle ich sehr. Spätestens wenn man am Anfang der Piste steht und die Steilheit derer sieht würde jeder Normalsterbliche umdrehen und die Bahn nehmen. Aber leider war es nicht so!!

    • ahaa

      Weissenbach Plattform schon vergessen?Je nach dem wer verunglùckt.Siehe Mord in St.Georgen.Nix hòrt mehr gehòrt.
      Wenn man die Schilder einfach mehrsprachig macht ist das kein politisches Interesse.
      Nicht mal der Brieftràger findet immer den Richigen!
      Also warum nicht ganz einfach das es jeder kapiert.
      Was du bezweifelst sind nur Unterstellungen.Und mit einem Kind in normalen Schuhen den Berg hinauf.Naja.

  • tald

    Ob dies wirklich die Worte und Gedanken des Vater des verunglückten Kindes sind? Oder hat zu dieser Aussage ein Rechtsanwalt geraten, um aus diesem tragischen Fehler seiner Frau eine ordentliche Entschädigung rauszuschinden?

  • hansderdritte

    I find diese Aussage sehr schwach!
    Wenn es zweisprachig gewesen wäre, wäre das nicht passiert.
    Eigentlich sollte er sich schämen, da ein von allen Völkern abgebildetes Verbotsbild dabei abgebildet ist.
    Zudem mit einem Hausverstand macht einem ein solches Schild in dieser Farbe grundsätzlich zu Denken,
    und wir Südtiroler (Deutscher Muttersprache) müssen uns auch arrangieren bei Staatsbriefen mit hochgestochenem Italienisch das niemand versteht, man sich nur reime draus machen kann.

  • ralf

    In einer solche Lage würde sicher jeder nach einem strohhalm suchen.
    Ob mit schild oder ohne Schild, ob deutsch oder in welcher Sprache auch immer.
    Wir sollten doch langsam wieder dorthin zurückkommen ein wenig Eigenverantwortung für unser leben und unser Tun zu finden….

  • drago

    Und wenn die Familie aus Frankreich, Spanien, England oder Skandinavien gekommen wäre, würden dann jetzt Forderungen auftauchen, die Schilder mit der jeweiligen Landessprache zu vervollständigen.
    Widerlich wie wieder einmal ein ethnischer Streitfall konstruiert werden soll. Die Familie ist bereits gestraft genug und was die Anschuldigungen des Vaters angeht, so dürfte er einfach Probleme haben, sich selbst einzugestehen, dass der Fehler bei ihm und seiner Frau selbst gelegen ist. Und wer ist denn schon bereit, sich einen Fehler mit solchen Konsequenzen einzugestehen; da ist es immer leichter, die Schuld bei anderen zu suchen. Vor allem wenn die italienische Presse dies bereits vorexerziert hat.

  • fronz

    …vielleicht will man jetzt auch noch Gel´d herausschlagen.

  • fronz

    Nebenbei müsste man den Vater für seine Falschaussage belangen.

  • unteruns

    Ich bin absolut der Meinung, dass die Mutter die Gefahr erkennen hätte müssen. Trortzdem bin ich immer noch der Meinung, dass der Liftmann die Gefahr hätte sehen musste und der Mutter samt Kind die Rodel fahrt untersagen müssen. Dazu ist ein Liftmann schlussendlich da , oder wer druckt bei Gefahr den Notknopf ???
    Dass er nur für Schießfahrer zuständig ist, wird er wohl nicht sagen können.

    • mannik

      Guckst du hier: „Ciro Formisano erklärte weiters, er habe an der Bergstation jemanden fragen wollen, doch er habe niemanden angetroffen.“

      • unteruns

        hab ich…. da müsste er aber einen antreffen, oder darf die Bergstation unbeaufsichtigt bleiben…… es gibt auch eine „Sorgfaltspflicht“ für Mitarbeiter….sonst könnte sich der Liftbetreiber gleich einen Mitarbeiter sparen………… ich war nicht dabei, aber ganz sauber ist die Geschiichte nicht

  • julia-0987

    U. Des Runde Zeichn: außn rot mit an Monn af dr Rodl mit Strich durch. Wea werd man sell ibursetzn?Isch sell net international? Muass olls mit Gsetz u. Vorschtift sein? Konn man net drfoun susgeahn, dass Erwochsne Lait mit Vurontwortung _An GSUNDN MENSCHNVURSTOND_ oum?

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