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„Einzigartige Chance“

Im Juni findet der erste Cup der Alpenregionen statt, bei dem sich der Feuerwehrnachwuchs aus dem Trentino, Bayern, Süd- und Nordtirol untereinander misst.

von Markus Rufin

Der Feuerwehrnachwuchs in Südtirol ist gut organisiert. In eigenen Jugendgruppen wird dafür gesorgt, dass sich Kinder von zehn bis 17 Jahren auf den aktiven Dienst vorbereiten und dabei die Grundlagen beigebracht bekommen.

Das wichtigste Ereignis für die Jugendgruppen hat aber weniger mit de späteren aktiven Dienst zu tun: Der Feuerwehrjugend-Leistungsbewerb. Dabei müssen die Jugendgruppen einen Hindernislauf überwinden und einen Staffellauf bestreiten. Jedes Jahr nehmen rund 100 Jugendgruppen daran teil. Auch das Zuschauer- und Medieninteresse ist groß.

Im heurigen Jahr wird der Jugendbewerb aber wesentliche Änderungen erfahren. Und auch der Namen wird sich ändern. Denn in Telfs in Nordtirol findet heuer das erste Mal der Cup der Alpenregionen statt. Daran nehmen nicht nur die Jugendgruppen aus Südtirol, sondern auch jene aus Tirol, Bayern und dem Trentino teil.

Entstanden ist die Idee des Alpenregionen-Cups schon vor zehn Jahren. Damals fand anlässlich des 200. „Todestages von Andreas Hofer ein überregionaler Bewerb in Sterzing mit Tirol und Südtirol statt“, wie Landesfeuerwehrjugendreferent Peter Volgger erklärt. Aufgrund des Erfolges wollte man erneut etwas auf die Füße stellen. Vor zwei Jahren begannen die ersten Gespräche mit den Nordtirolern, die den Wunsch äußerten, auch bayrische Jugendgruppen einzuladen.

Volgger bezeichnet den Bewerb als einzigartige Chance: „Für die Jugendlichen ist das vermutlich eine einmalige Sache. Aufgrund des enormen Organisationsaufwandes werden wir diesen Cup nämlich nur alle paar Jahre austragen. Es ist aber eine super Gelegenheit, sich besser kennenzulernen. Diejenigen, die dabei sind, können es wirklich genießen.“

Noch ist für den Bewerb, der vom 27. Bis zum 30. Juni stattfindet, noch nicht alles organisiert. Obwohl der Feuerwehrverband von Tirol die Organisation vor Ort übernimmt, gibt es auch für den Südtiroler Verband noch viel zu tun.

So denkt man beispielsweise über eine gemeinsame Anreise mit dem Zug nach. „Ich habe dazu mit Landesrat Florian Mussner bereits gesprochen und verhandelt. Noch fehlt ein O.K., aber er selbst findet die Idee großartig“, erklärt Volgger. Der Landesjugendreferent ist zuversichtlich, dass die gemeinsame Zugfahrt klappen wird.

Geplant ist, dass nicht nur Südtirols Jugendgruppen mit dem Zug anreisen sollen, auch die Osttiroler und Trentiner Gruppen sollen über die Schiene nach Telfs reisen. Dass das nicht einfach zu organisieren ist, liegt auch an der Teilnehmerzahl, meint Volgger: „Der Zug würde von Ala aus starten und sämtliche Gruppen, die auf dem Weg liegen – das sind rund 2.500 Personen – mitnehmen. Dafür wäre ein eigener Interregio-Zug natürlich prädestiniert. Dafür müssen wir aber noch viel auf die Beine stellen.“

Insgesamt rechnet man damit, dass in Telfs rund 180 Gruppen an den Start gehen werden. Das wären über 3.000 Personen. Glücklicherweise hat man mit Telfs aber einen Austragungsort gefunden, der für alle Personen genügend Platz bietet. Denn neben dem Sportplatz befindet sich ein riesiger Zeltplatz, den die Gruppen nutzen können.

Auch bezüglich des Rahmenprogramms haben sich die Telfser, die die Plätze übrigens gratis zur Verfügung stellen, ordentlich ins Zeug gelegt. „Neben dem Schwimmbad und einer Kletterhalle haben sie eine Schnitzeljagd und verschiedene andere kleinere Spiele organisiert. Ich kann also versprechen, dass die teilnehmenden Gruppen sich nicht langweilen werden“, so Volgger.

Ob dann auch eine Zugfahrt nach Telfs organisiert wird, und ob diese möglicherweise das Land bezahlt, wird sich in den nächsten Monaten klären. Bis dahin haben die Jugendgruppen jedenfalls genügend Zeit sich auf den Cup der Alpenregionen vorzubereiten.

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