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„Falscher Ansatz“

Meinhard Durnwalder, Dieter Steger und Julia Unterberger (Foto: Samantha Zucchi Insidefoto)

Die SVP-Senatoren unterstützen einen PD-Antrag zur Streichung der Ires-Erhöhung im Nonprofit-Bereich.

„Ein völlig falscher Ansatz”, kommentieren Julia Unterberger, Dieter Steger und Meinhard Durnwalder. „Mit dem neuen Haushaltsgesetz wurde der IRES-Satz für den Nonprofit-Bereich von 12 auf 24 Prozent erhöht.“ Die SVP-Senatoren haben nun einen Antrag des Partito Democratico mitunterzeichnet, der darauf abzielt, diesen Punkt sofort zu streichen.

„Mit der Erhöhung des Steuersatzes auf das Einkommen der Körperschaften (IRES) entzieht die Regierung dem Volontariat in den nächsten drei Jahren rund 400 Millionen Euro“, erklären die SVP-Senatoren Julia Unterberger, Dieter Steger und Meinhard Durnwalder. Staatspräsident Sergio Mattarella habe bereits in seiner Rede zum Jahresabschluss dazu aufgefordert, diese Maßnahme neu zu bewerten. Und Ministerpräsident Giuseppe Conte habe in der Folge auch versprochen, dies bei der erstmöglichen Gelegenheit zu tun.

Diese Möglichkeit besteht nun: „Wir haben den PD-Abänderungsantrag zum derzeit behandelten Gesetzentwurf, der verschiedene Vereinfachungen vorsieht, mitunterschrieben“, berichten die SVP-Senatoren. „In der Hoffnung, dass dies möglichst viele Vertreterinnen und Vertreter der Opposition und der Mehrheit auch tun.“ Gerade der Nonprofit-Bereich verdiene sich, von der Politik geschützt und aufgewertet zu werden – dies könne jetzt getan werden: „Schließlich nehmen die Organisationen im Volontariatsbereich eine wichtige Rolle hinsichtlich eines solidarischen, sozialen Miteinanders ein.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • drago

    Unsere lieben SVP-Senatoren sollten sich mal vor Augen führen, wie sich die SVP im Landtag immer verhalten hat: Kam ein vergleichbarer Vorschlag von der Opposition, wurde dieser mit der Begründung abgelehnt, dass die Mehrheit bereits einen Gesetzesvorschlag in Arbeit habe, mit dem das Problem gelöst würde.
    Hier ist es gleich: die Regierungskoalition hat bereits mehrfach zugesagt, dass die Regelung bald wieder geändert wird; die Opposition, allen voran unsere lieben Vertreter in Rom, möchten das tun, was sie selbst der Opposition im Landtag immer verwehrt haben. Bekommen jetzt mal die eigenen Medizin zu schlucken; scheint bitter zu sein.

  • checker

    Diese Spässe der Unterberger Fraktion dürften in Kürze bald aufhören, spätestens dann wenn die neue Landesregierung steht. Unverständlich wieso die Meraner Clique so vehement den mittlerweile kaputten PD unterstützt. Ich würde als Achammer hier sofort eingreifen und dieses „Pajazzotum“ beenden. Speerfeuer aus den eigenen Reihen ist gemäss der Uraltregel „Freund, Feind, Parteifreund“ sofort und nachhaltig zu bekämpfen. Wenn es sein muss mit Parteiausschluss.

  • andreas

    Gut so, auch wenn ich nicht so viel Hoffnung habe, dass die Anhänger dieser Regierung verstehen, was sie sich da eingehandelt haben, werden die Maßnahmen wenigstens publik.

    • drago

      Naja, publik war das Ganze schon längst, dazu musste man weder auf die Presseaussendungen gewisser Größen warten noch die (abgeschriebene) Meldung der Tageszeitung.

    • pingoballino1955

      Ja was nun??? Lega,oder PD,oder fratelli dítalia,oder Forza Italia,oder was????? SVP-das Unheil beginnt seinen Lauf,ihr wisst ja jetzt schon nicht was Sache ist.Natürlich gehört dieses Schandegesetz sofort eliminiert,darüber besteht kein Zweifel.Über eure Glaubwürdigkeit allerdings schon!!!!! Bin neugierig wann ihr in Rom,wenn es um die Legavorschläge geht,wieder alle einstimmig euch der Stimme enthaltet???? Ihr seid ja jetzt schon nicht mehr ERNST zu nehmen!

  • vogel

    Und was sagt die Dame zum neuen Koalitionspartner ihrer Partei?
    Ihre Aussagen, die sie vor der Wahl getätigt hat, hat sie offensichtlich selbst schon wieder vergessen.
    In der SVP grassiert eine unglaubliche politische Demenz!

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