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Ingrids Bilanz

Nach der Kritik der Standbetreiber am Meraner Weihnachtsmarkt ist es am Montag zu einer Aussprache mit der Gemeindeführung und der Kurverwaltung gekommen. Was dabei herausgekommen ist.

von Karin Gamper

Geringe Besucherzahlen und eine Marketingstrategie, die nicht aufgegangen ist. Mit diesen Vorwürfen haben die Standbetreiber am Meraner Weihnachtsmarkt zur Jahreswende aufhorchen lassen. Adressatin der Kritik war insbesondere Tourismusstadträtin Gabi Strohmer, die mit einer missglückten Aussage zum angepeilten Qualitätstourismus noch einmal Öl ins Feuer goss.

Am Sonntag hat der Christkindlmarkt seine Tore geschlossen. Bereits Tags darauf – also gestern Vormittag –  haben sich die Gemeinde, die Standbetreiber und die Kurverwaltung als Organisatorin des Meraner Advents zu einer Aussprache getroffen. „Die Standbetreiber haben sich noch mehr Mitsprache gewünscht und diese haben wir zugesagt“, sagte Kurpräsidentin Ingrid Hofer im Anschluss an das Treffen. 

Insgesamt teilt Ingrid Hofer die Kritik der Standbetreiber allerdings nicht. Sie räumt zwar ein, dass bis Weihnachten am Markt weniger los war als in den vergangenen Jahren. „Ab dem 26. Dezember und bis zum 6. Jänner war der Christkindlmarkt jedoch gleich gut wie immer besucht“, betont die Kurpräsidentin. Rund um Weihnachten und zu Silvester sei Meran de facto ausgebucht gewesen. „Wir haben unseren Schwerpunkt auf die Qualität gelegt und das ist beim Publikum angekommen“, erklärt Hofer. Gerade das Ziel, den Markt auch für die Einheimischen wieder attraktiv zu machen, sei erreicht worden.

Die Flaute in der ersten Dezember-Hälfte ist laut Ingrid Hofer auf mehrere Faktoren zurückzuführen: das besucherstarke lange Wochenende rund um „Sant Ambrogio“ ist 2018 ausgefallen, der norditalienische Raum hat mit Weihnachtsmärkten aufgerüstet und zieht ebenso Besucher ab wie die vielen kleinen Christkindlmärkte, die in den Dörfern rund um Meran entstanden sind. „IDM pusht werbemäßig vor allem die kleinen Märkte“, so Ingrid Hofer, die deshalb fordert, dass die Strategie der Südtiroler Tourismuswerbung überdacht wird. „Es sollten auch die fünf großen Hauptchristkindlmärkte wieder stärker berücksichtigt werden“, unterstreicht Ingrid Hofer.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (11)

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  • gr

    vielleicht homm di leit gicheckt dass des ols la a turistn-beschiss isch.hosch oan gsegn hosch olla gsegn ibro do gleiche dreck..
    nochn motto: kommen sie näher kommen sie ran hier werden sie gleich beschissen wie nebenan

  • andreas

    Einerseits unternehmen die Bürgermeister von Meran und Bozen alles, damit Autofahrer nicht in die Stadt kommen, andererseits wird erwartet, dass wenn es ihnen passt, sie doch kommen.
    Früher oder später werden die beiden aber auch verstehen, dass „la botte piena e la moglie ubriaca“ nicht funktioniert.

  • kurt

    Ich bin nur gespannt wie lange es dauert bis es mit dem Feinstaub losgeht !!!.

  • itler

    Und trotzdem haben jetzt viele prall gefüllte Schwarzgeldkassen…

  • politikverdrossener

    Mitn tuiren Glas Wein in der Kälte stian dei Zeiten sein langsam vorbei.,kann dem nichts abgewinnen.

  • george

    Es geht euch immer nur um Geld und Geschäft. Mehr, mehr und noch mehr! Wenn es euch dann endlich einbricht, dann werdet ihr wohl merken, dass es auch noch andere Befindlichkeiten gibt.

  • goggile

    standbetreiber muessen sogar etwas bekommen damits in der klirrenden kàlte fuer die Touristen verkaufen. die bettenvermieter sind die nutznieser die mal wieder nix bezahlen. anstatt die Aussteller zu kòdern mit Geld pàmien fèr partecipazione werden diese genòtigt Unsummen auszugeben fuer standplàtze. tiP: stellt alle nicht mehr aus, dann sehen wie der Tourismus noch làuft!
    dann kònnen die bettenvermieter, die von buggeln keine tau haben und meistens vererbt hineingerutscht sind durch die lappen schauen!

    • yannis

      O, ho
      Die Bettenvermieter leben wohl kaum von den „Tagestouristen“ die von weis Gott woher anreisen um dem überteuerten Klimbim zu kaufen.
      Die Standbetreiber werden schon wissen wofür sie sich in die Winterkälte stellen.
      In manchen Gegenden könnten die Städte doppelt soviele Standplätze vergeben, wenn sie, sie denn hätten, also wärmt der Geldbeutel den Standbetreibern wohl genügend auf.

  • bergsteiger

    Na Goggile du bisch obo a Intelligenzbestie!!!!!

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