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Favoritensiege in Toblach

Fotos: Wisthaler

Am Ende gab es im Sprint-Rennen beim Tour-de-Ski-Auftakt in der Nordic Arena von Toblach keine Überraschungen.

Bei den Männern setzte sich der norwegische Jungstar Johannes Høsflot Klæbo durch, bei den Frauen führte Stina Nilsson einen schwedischen Doppelsieg an.

Vor einer tollen Zuschauerkulisse war im Männerrennen der letzte Anstieg entscheidend. Auf diesem setzte sich Klæbo, der heuer erstmals bei einer Tour de Ski am Start ist, in unnachahmlicher Manier von seinen Verfolgern ab. Zuvor hatte der norwegische Dreifach-Olympiasieger die Führungsarbeit dem Russen Alexander Bolshunov, sowie den überraschend starken Franzosen Richard Jouve und Lucas Chanavat überlassen.

Die Taktik von Klæbo ging voll auf: Im Zielsprint hatte der 22-Jährige genug Kraftreserven, um den Sieg unangefochten unter Dach und Fach zu bringen. Platz zwei ging an den Franzosen Jouve (er stellte sein bestes Sprint-Ergebnis ein), sein Landsmann Chanavat landete als Dritter ebenfalls auf dem Podest.

Weniger Glück hatte Federico Pellegrino. Der Aostaner war als einer der großen Favoriten in den Sprint-Wettbewerb in Toblach gegangen, musste aber bereits im Halbfinale die Segel streichen – ein Hundertstelkrimi bei dem Pellegrino den Kürzeren zog. Am Ende belegte der 28-jährige Sprint-Silbermedaillengewinner von PyeongChang den siebten Rang. Damit ist Pellegrino beim Tour-Auftakt in Toblach bester Italiener. Mit Francesco De Fabiani (Platz 15), Enrico Nizzi (Platz 20) und Stefan Zelger (Platz 29) schafften drei weitere Lokalmatadore den Sprung in die Punkteränge.

Die Langlauf-Topstars Dario Cologna (Schweiz) und Martin Johnsrud Sundby (Norwegen) waren bereits in der Qualifikation gescheitert.

Schwedischer Doppelsieg bei den Frauen

Bei den Frauen war der Sieg von Stina Nilsson nie gefährdet. Die 25-jährige Schwedin setzte sich bereits früh von ihren Verfolgerinnen ab und konnte es bereits auf der Zielgeraden etwas lockerer angehen lassen. Hinter der amtierenden Sprint-Olympiasiegerin reihte sich mit Ida Ingemarsdottereine weitere Schwedin ein. Sie hatte im Schlusssprint die Nase knapp vor der US-Amerikanerin Jessica Diggins, die als Dritte das Siegerpodium komplettierte.

Italienische Sprinterin schaffte es keine in das Halbfinale. So war Greta Laurent als 22. die beste „Azzurra“, gefolgt von Elisa Brocard auf Platz 25.

Am Sonntag geht es in der Nordic Arena von Toblach weiter. Dann stehen die Freistil-Rennen der Männer und Frauen auf dem Programm. Los geht es um 12.45 Uhr mit dem 10-Kilometer-Rennen der Frauen, das 15-Kilometer-Rennen der Männer startet um 14.45 Uhr.

Die Stimmen zum Rennen:

Stina Nilsson (1. Platz, Frauen): „Ich habe zuletzt richtig gut trainiert und bin bereits mit einem guten Bauchgefühl nach Toblach gefahren. Meine starke Form konnte ich in der Loipe voll ausspielen. Mit diesem Start bin ich mehr als zufrieden, so kann es weitergehen.“

Johannes Høsflot Klæbo (1. Platz, Männer): „Es ist einfach ein tolles Gefühl, als Erster die Ziellinie zu passieren. Dabei war das heute ein richtiger Kampf. Ich musste bereits im Viertelfinale und dann auch in Halbfinale richtig auf die Zähne beißen, das war ganz knapp. Nun gilt es schnell zu regenerieren, um morgen wieder Vollgas geben zu können.“

Federico Pellegrino (7. Platz, bester Italiener): „Leider war die Vorbereitung aufgrund anhaltender Rückenschmerzen nicht ideal. Dann kam auch noch hinzu, dass ich in der K.o.-Phase einfach bärenstarke Kontrahenten erwischt habe. Am Ende fehlten nur wenige Hundertstel. Das sollen jedoch keine Ausreden sein, die anderen waren heute einfach besser.“

Stefan Zelger (29. Platz, bester Südtiroler): „Meine Taktik im Viertelfinale ist vielleicht nicht ganz aufgegangen, doch mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich habe gezeigt, dass ich im Sprint durchaus mithalten kann. Meine Form passt jedenfalls.“

Die Final-Ergebnisse beim Sprint in Toblach:

Frauen

1. Stina Nilsson (SWE) 2:36.26 Minuten

2. Ida Ingemarsdotter (NOR) +3.00 Sekunden

3. Jessica Diggins (USA) +3.07

4. Yulia Belorukova (RUS) +3.16

5. Linn Soemskar (SWE) +3.26

6. Sadie Bjornsen (USA) +3.40

Männer

1. Johannes Høsflot Klæbo (NOR) 2:17.99 Minuten

2. Richard Jouve (FRA) +0.34 Sekunden

3. Lucas Chanavat (FRA) +0.39

4. Sindre Bjoernestad Skar (NOR) +0.76

5. Emil Iversen (NOR) +1.67

6. Alexander Bolshunov (RUS) +3.17

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