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Stechen in Freienfeld

Wer wird sich in Freienfeld um den Bürgermeistersessel streiten? Die Freie Liste geht mit der Vizebürgermeisterin Verena Überegger ins Rennen. Bei der SVP sind Oswald Mair und Ulrich Burger im Gespräch.

von Erna Egger

„Es ist noch verfrüht, Namen zu nennen“, blockt man bei der SVP in Freienfeld vorerst ab. „Wir werden aber sehr demokratisch vorgehen“, wird betont.

Die Vorbereitungen für die bevorstehenden Gemeinderatswahlen in der Wipptaler Gemeinde laufen auf Hochtouren.

Peter Faistnauer verlässt die Gemeinde mit Ende des Jahres: Nach seiner Wahl in den Landtag muss er als Bürgermeister zurücktreten. Da er noch einige Aufgaben erledigen möchte, wird er erst am 31. Dezember sein Rücktrittsschreiben hinterlegen.

Die Bürger in Freienfeld müssen deswegen wieder zu den Urnen und einen neuen Gemeinderat wählen.

Noch steht der Termin für die Neuwahlen nicht fest, voraussichtlich werden diese aber mit den EU-Wahlen am 26. Mai zusammengelegt.

Die Freie Liste Freienfeld hat ihre Bürgermeisterkandidatin schon vor Wochen namhaft gemacht: Die Vizebürgermeisterin Verena Überegger wird für das höchste Amt in der Gemeinde antreten. Sie ist optimistisch, dass die Freie Liste mit ihr die Wahlen gewinnen und an der Regierung bleiben wird.

Innerhalb der SVP hat man sich indes noch nicht festgelegt. Dort hofft man, die Regierungsrolle wieder zurückerobern zu können. Zwei potenzielle Bürgermeisterkandidaten sind im Gespräch: Oswald Mair und Ulrich Burger.

Die beiden möglichen Kandidaten wurden am Ende einer Sitzung der SVP-Ortsausschüsse vorgeschlagen.

Mair, der in Mauls wohnt, hat bereits 2015 für das Bürgermeisteramt kandidiert. Weil die SVP damals auch noch Alfred Sparber für das höchste Amt in der Gemeinde ins Rennen schickte, splitteten sich die Stimmen. Peter Faistnauer, Kandidat der Freien Liste, ging schließlich als Sieger hervor und wurde zum Bürgermeister gewählt.

Will sich Mair nun nochmals der Wahl stellen? Der Direktor des Verbandes der Seniorenwohnheime Südtirols will sich zu seinen Ambitionen (noch) nicht äußern: „Es ist verfrüht zu sagen, wer als Bürgermeisterkandidat ins Rennen geht, weil wir es wirklich noch nicht wissen“, wehrt er ab. „Meine persönliche Entscheidung muss zuerst intern in allen Gremien diskutiert werden. Wir sind dabei, uns zu formieren, vorerst werden wir uns mit allen Ortsgruppen treffen.“

Auch Ulrich Burger will sich noch nicht offiziell festlegen: Er ist seit 15 Jahren Leiter des Fachbereiches Geologie und Hydrologie beim Brenner Basistunnel. Burger ist verheiratet und Vater von zwei Kindern, mit seiner Familie wohnt er in Trens. Zurzeit ist er einfaches Gemeinderatsmitglied. „Ich wurde gefragt, aber ich habe mir über eine Bürgermeisterkandidatur noch keine Gedanken gemacht“, so Burger.

Er will bis Februar zuerst seine Arbeit als Gemeinderat abschließen.

Burger unterstreicht: „Ob wirklich wir beide antreten werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab.“

Auch Mair betont: „Zurzeit sind diese beiden Kandidaten im Gespräch, aber es muss nicht dabei bleiben. Es kann noch viel passieren.“

Sicher ist, dass die SVP nur einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken wird.

Dieser wird über offene Vorwahlen ermittelt. Der Termin dafür steht noch nicht fest.

„Wir werden über die Vorwahlen die Legitimierung der Bürger einholen. Wir werden mit einer starken Mannschaft antreten“, verspricht Mair.

 

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