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Nur mehr online

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Wer sich zur Zweisprachigkeitsprüfung anmelden will, braucht ab Jahresbeginn 2019 einen SPID. Auch die Diplome gibt es nur mehr in digitaler Form.

Die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung schreitet voran: Die Dienststelle für Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfungen zählt zu den ersten Landesämtern, die Verwaltungsvorgänge gänzlich digital abwickeln.

Wer sich ab 1. Jänner 2019 zur Zweisprachigkeitsprüfung anmelden möchte, kann dies ausschließlich online tun und braucht dazu seinen SPID, seine digitale Identität aus dem entsprechenden öffentlichen System. Eine Ausnahmeregelung erhalten die unter 18-Jährigen.

Sämtliche Korrespondenz, die sich auf die Prüfung und deren Ergebnisse beziehen, sowie der Zweisprachigkeitsnachweis selbst sind ab 2. Jänner 2019 im persönlichen Account von myCIVIS abrufbar.

So fallen für die Landesdienststelle zahlreiche eingeschriebene Briefe weg, die für die Kommunikation mit den Kandidaten bislang nötig waren. Aber auch für die Kandidaten ist die Online-Kommunikation in Zusammenhang mit der Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfung laut einer Erhebung willkommen. Diese können so alle Unterlagen auch von mobilen Endgeräten einsehen oder weiterleiten.

Im persönlichen Account von myCIVIS ist zudem inzwischen die Liste aller Sprachnachweise abrufbar, die eine Person seit 1977 erlangt hat.

Über den Abschluss des Digitalisierungsprojektes freut sich die Direktorin des Landesamtes für Kabinettsangelegenheiten, Judith Notdurfter: „Nun können wir die über 12.000 Einschreibungen jährlich viel effizienter abwickeln.“

Die Koordinatorin der Dienststelle für Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfungen, Karin Ranzi, weist zudem daraufhin, dass die allermeisten Kandidaten junge Leute seien. „Diese befürworten die papierfreie und mobile Kommunikation, weil sie es ihnen ermöglicht, in Echtzeit sowohl die Einladung zur Prüfung als auch deren Ergebnis zu erfahren“, sagt Ranzi.

Die Prüfung kennenlernen

Die Dienststelle veranstaltet in der Dr.-Julius-Perathoner-Straße 10 sechs Mal im Jahr Informationsveranstaltungen namens Kompakt-Info, bei denen Kandidaten Näheres über die Prüfung erfahren und an Simulationen der Prüfung teilnehmen können. Der nächste Termin ist der 25. Jänner 2019.

Zudem haben in diesem Jahr 15 Schulen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine Präsentation der Zweisprachigkeitsprüfung in den Klassen zu erhalten. Hunderte von Schülern in Bozen, Brixen, Bruneck und Meran haben so erfahren, wie sie sich am besten auf die Prüfung vorbereiten können und wie die Prüfung genau abläuft. Eine der Schulen, die Fachoberschule für Wirtschaft, Grafik und Kommunikation „Julius und Gilbert Durst“ in Brixen hat sogar selbst zwei Videos produziert, eines, das die Prüfung erklärt, und ein zweites, das Einblick in deren Vorbereitung gibt.

Anerkannter Sprachnachweis

Die Prüfungen entsprechen dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen. Somit ist klar nachvollziehbar, wie man sie bestehen kann. Die Zweisprachigkeitsnachweise sind auf dem gesamten Staatsgebiet anerkannt, ihre Bedeutung nimmt nach und nach auch im Ausland zu.

Ein wissenschaftliches Komitee, das die Zweisprachigkeitsnachweise überprüft, hat kürzlich die hohe Professionalität der täglichen Arbeit der Prüfungskommissionen bestätigt. Die Kommissionen werden regelmäßig geschult und begleitet, damit der hohe Standard aufrecht bleibt.

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Kommentare (5)

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  • der_brottler

    Und wie soll das funktionieren, im digitalen Steinzeitland Südtirol?????

  • goggile

    Beamte die mit den aengsten der bevoelkerung spielen. Wwr genau hat dies gesetzt. Polituker oder welxhe beamten. Axhtung wenn aemter und beamte anstelle von politikern gesetze maxhen. Sie sind nicht gewaehlt. Die waehler werden gesetzlic verunmensxhlixt. Sxhafft grundgesetz der mensxhlixen zwisxhenmensxhlichen kommunikation. Auch an vormerkstellen. Wir brauxen keinen kassettenrecorder

  • silberfuxx

    …………..wär langsam Zeit, daß auch unsere mit ÖFFENTLICHEM Geld besoldete Politiker zur Zweisprachigkeitsprüfung antreten müssen, anstatt nur für das restliche – mit öffentlichem Geld – besoldete Fußvolk Bestimmungen darüber zu erlassen. Aber die eigenen Interessen Gesetze zu erlassen ist halt unbequem…………….und nicht möglich………….

  • nochasupergscheiter

    Meine Frau hat unser Tochter letztes Jahr angemeldet… Sagt das war ein Zettel und eine Arbeit von ein paar Minuten… Jetzt kommt die digitalisierung… Viele brauchen den spid, nen computer, internet, Geld, jede Menge Zeit und Nerven und ein paar Beamten kriegen dafür die Daten auf dem silbertablet… Es lebe die digitalisierung, die das Leben der Beamten vereinfacht…

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