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Beckenfraktur für Klotz

Fotos: Wisthaler

Das zweite Weltcup-Rennen der Skicrosser brachte am Samstag auf der Haunold-Piste in der Dolomitenregion 3 Zinnen zwei neue Sieger hervor. Sigmar Klotz kam trotz Sturz auf Rang 8.

Bei den Männern feierte der Schweizer Joos Berry seinen allerersten Weltcupsieg überhaupt, bei den Frauen gewann Sandra Naeslund aus Schweden. Siegmar Klotz aus Pawigl bei Lana verbesserte sich bei seinem Heimrennen im Vergleich zu Freitag zwar auf den achten Platz, musste nach einem Sturz im Viertelfinale aber mit Verdacht auf eine Beckenverletzung zur Kontrolle ins Krankenhausen von Innichen gebracht werden.

Am Abend hieß es, Klotz habe eine Beckenfraktur erlitten, die Saison sei damit für ihn beendet.

25 Mal ist Joos Berry vor dem heutigen Samstag im Weltcup gestartet. Aufs Podium ist der 28-jährige Schweizer dabei aber noch nie geklettert. Ein siebter Platz war das bis dato beste Ergebnis des Eidgenossen.

Beim zweiten Weltcuprennen der Skicrosser in Innichen änderte sich das jedoch schlagartig. Berry, der in der Qualifikation die sechstschnellste Zeit erzielt hatte, schaltete seine Konkurrenten in der K.O.-Phase reihenweise aus und war dabei immer der jeweils schnellste Skicrosser seines Laufes.

So auch im Finale: Zwar lag auf dem ersten Streckenteil Bastien Midol (Frankreich) vorne, doch die Einfahrt zur Negativ-Kurve – das diesjährige Kriterium auf der Haunold-Piste in der Dolomitenregion 3 Zinnen – erwischte Berry ideal, setzte sich an die Spitze und holte sich den Tagessieg.

Platz zwei belegte wie schon nach dem ersten Rennen Bastien Midol vor seinem Bruder und dem Sieger des Freitagsrennens Jonathan. Rang vier ging an den Deutschen Paul Eckert.

Siegmar Klotz, der einzige „Azzurro“ im 32-er Feld, überstand das Achtelfinale souverän, kämpfte sich im Viertelfinale auf Rang zwei und war auch im Halbfinale gut unterwegs. Im Zielhang kam Klotz nach einem Duell mit Eckert aber zu Sturz. Klotz, der über starke Schmerzen im Beckenbereich klagte, verzichtete daraufhin auf einen Start im „kleinen“ Finale und belegte schlussendlich Rang acht. Der 31-jährige Pawigler wurde anschließend ins Krankenhaus von Innichen gebracht und dort von den Ärzten untersucht.

Naeslund triumphiert bei den Frauen

Bei den Damen war die Schwedin Sandra Naeslund eine Klasse für sich. Die 22-jährige Skandinavierin feierte ihren insgesamt zehnten Weltcupsieg, den zweiten in Innichen. Die amtierende Weltmeisterin setzte sich in einem spannenden Finale vor der Olympiasiegerin von Sotschi, der Kanadierin Marielle Thompson, sowie der Schweizerin Sanna Lüdi durch.

Für die Eidgenössin handelte es sich um das erste Weltcup-Podium seit fast fünf Jahren und das insgesamt neunte ihrer Laufbahn, während Thompson zum 33. Mal in die Top-3 fuhr – bei 70 Weltcupstarts. Die Siegerin des Freitagsrennens, Fanny Smith aus der Schweiz, setzte sich im „kleinen“ Finale durch und belegte Rang fünf.

Sehr zufrieden war auch die Trentinerin Lucrezia Fantelli, obwohl sie im Vergleich zum ersten Rennen in Innichen bereits im Viertelfinale die Segel streichen musste und in der Endabrechnung Rang neun belegte. „Heute bin ich viel besser gefahren, als am Freitag. Es hat hier in Innichen sehr viel Spaß gemacht und ich bin sehr zufrieden, wie alles gelaufen ist. Mein Ziel heuer ist es regelmäßig in die Top 16 zu fahren. Der Rest ergibt sich dann von selbst“, sagte 22-Jährige.

Die Sieger der Cross Alps Tour stehen fest

Im Rahmen des Weltcups in Innichen wurden auch die Sieger der Cross Alps Tour gekürt. Hier werden in der Regel die Ergebnisse der vier Weltcupstationen Val Thorens, Montafon, Arosa und eben Innichen addiert. Weil die ersten beiden Rennen jedoch ausgefallen sind, kamen die Ergebnisse von Arosa und Innichen in die Wertung. Bei den Männern setzte sich Bastien Midol durch, bei den Frauen hatte Sandra Naeslund die Nase vorn. Diese beiden Athleten führen auch in der Weltcup-Wertung der Skicrosser. Die Nationenwertung im Rahmen der Cross Alps Tour entschied hingegen die Schweiz für sich.

Zufrieden zog nach einer spannenden Wettkampfwoche auch OK-Chef Helmuth Senfter Bilanz.

„Das war Werbung pur für den Skicross-Sport und ein sehr gelungenes zehnjähriges Jubiläum des Weltcups in Innichen. Die Rennen verliefen sehr eng. Die Zuschauer haben sowohl vor Ort im Zielhang der Haunold-Piste, als auch zu Hause vor den Fernsehschirmen extrem viele Überholmanöver und waghalsige Sprünge gesehen. Danken möchte ich den vielen freiwilligen Helfern, ohne die wir dieses Event niemals durchführen könnten. Und natürlich geht unser Dank auch an unsere Partner, die uns finanziell unter die Arme greifen und den Skicross Weltcup in Innichen überhaupt erst ermöglichen. Aufwiedersehen im Dezember 2019“, schloss Senfter ab.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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