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Literaturwettbewerb „Scribo“

Nadia Rungger, Bruno Maruca, Ivan Senoner und Rut Bernardi (Foto: Ladinische Kulturabteilung)

Die Jury hat die Sieger des ladinischen Literaturwettbewerbs „Scribo“ ermittelt: Es handelt sich um Nadia Rungger, Bruno Maruca, Ivan Senoner und Rut Bernardi.

 24 Werke sind im Rahmen der vierten Ausgabe des ladinischen Literaturwettbewerbs „Scribo“ eingereicht worden: 15 Texte in der Kategorie „Junior“, die Autoren und Autorinnen zwischen 16 und 25 Jahren vorbehalten war, und neun Texte in der Kategorie „Senior“ für Schreibende über 25 Jahren.

„Die eingegangenen Arbeiten zeigen, dass ladinische Literatur lebendig ist und sich entwickelt“, sagt der ladinische Landesrat Florian Mussner. Er begrüße Projekte wie den Literaturwettbewerb, da sie Autoren und Autorinnen motivierten, in ihrer Muttersprache zu schreiben, und Leser und Leserinnen, sich mit ladinischen Texten auseinanderzusetzen, so Mussner. Die Jury, der Erika Castlunger, Cristina De Grandi, Elisabeth Kostner, Theodor Rifesser aöls Mitglieder undIngrid Runggaldier als Präsidentin angehörten, hat in ihrer Schlussbewertung die bemerkenswerte Qualität der literarischen Produktionen hervorgehoben. Bei der Bewertung wurden folgende Kriterien angewandt: Sprache, Inhalt und Originalität des Werkes.

In der Kategorie Junior hat die Jury den ersten Preis der Schriftstellerin Nadia Runggerfür ihren Text „Bon viac“ zugesprochen, der mit Originalität in Bezug auf Inhalt, Stil und Sprache punkte. „Bon viac“ ist eine „erfrischend gelungene Arbeit“, wertete die Jury. Der zweite Preis der Kategorie Junior geht an den jungen Autor Bruno Marucafür seine Erzählung „New York ne ie mei stata tan ueta„. Beeindruckt haben die Jury die bildlich-lebendige Sprache und die realistische Darstellung der Handlung. Das von den jungen Protagonisten im Text verwendete Ladinisch sei aktuell und lebensnahe, so die Jury.

Über den ersten Platz der Kategorie Senior kann sich Ivan Senonerfür seinen Roman „L testamënt dl lëuf“ freuen. Diese Arbeit zeichnet sich durch seine literarische Qualität aus. Sie ist dem Genre „Fantasy“ zuzuordnen, weist aber auch Elemente des Kriminalromans und der mündlich sowie schriftlich überlieferten Sagentradition auf. Den zweiten Platz belegt die SchriftstellerinRut Bernardimit ihrem Werk „Vites scutedes via. Essays letereres“. Laut Jury liegt die Stärke dieser Arbeit in der detaillierten Gestaltung von Portraits, in denen historische Fakten geschickt mit fiktiven Elementen verwoben sind.

Die vier literarischen Werke werden nun in drei verschiedenen Publikationen herausgegeben. Für die Erstplatzierten Rungger und Senoner gibt es ein Preisgeld von je 3000 Euro, für die Zweitplatzierten Maruca und Bernardi jeweils 2000 Euro.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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