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„Paul braucht Nachhilfe“

Karl Zeller giftet: „Das Team Köllensperger braucht anscheinend Nachhilfe in Verfassungsrecht und Mathematik.“

Es sei erfreulich, dass das Team Köllensperger zu den Ereignissen im Senat Stellung nimmt und die Abstimmung im Verfassungsausschuss des Senats kritisiert.

„Dabei geht es aber nicht um ein neues Wahlgesetz, wie das Team Köllensperger irrigerweise schreibt, sondern um die Reduzierung der Anzahl der Parlamentarier, also um eine Reform der italienischen Verfassung. Alle gewählten Mandatare – auch jene des Team Köllensperger – sollten den Unterschied zwischen einem Verfassungsgesetz und einem einfachen Gesetz kennen“, erklärt SVP-Obmannstellvertreter Karl Zeller.

Was die Kritik am Verhalten der SVP anlässlich der Verfassungsreform Boschi-Renzi von 2016 angehe, wo auch „nur“ 2 Senatoren vorgesehen waren, stellt Zeller klar, dass die SVP in der gescheiterten Verfassungsreform von 2016 eine für Südtirol extrem vorteilhafte Sonderregelung durchgesetzt hat, wonach die Provinz Bozen 2 und die Provinz Trient ebenfalls 2 Senatoren stellen konnte, was rund 4,2 % der vorgesehenen 95 Senatoren entsprach.

Im Vergleich dazu seien die heute in der Verfassung vorgesehenen 7 Senatoren 2,2 % und die 4 von der Calderoli – Reform geplanten Senatoren des 315-köpfigen Senats 2%.

„Also war in der vom Team Köllensperger kritisierten Reform von 2016 eine Vertretung vorgesehen, die fast das Doppelte dessen war, was der heutigen Verfassung oder der anteiligen Bevölkerungszahl entsprechen würde“, so Zeller. Diese – aufgrund des tripolaren Systems in der Region – absolut gerechtfertigte Sonderregelung für die beiden autonomen Provinzen hätten seinerzeit erhebliche Kritik im Parlament hervorgerufen, aber die SVP-Parlamentarier hätten sich durchgesetzt.

„Man muss kein Rechengenie sein, um zu verstehen, dass 7 von 315 weniger ist als 4 von 95. Besonders wichtig war aber, dass wir durchsetzen konnten, dass die Mindestvertretung an Senatoren nicht auf die Region, sondern auf die beiden Provinzen bezogen war. All dies werde nun von der Verfassungsreform Calderoli in Frage gestellt. Das Team Köllensperger braucht aber anscheinend nicht nur Nachhilfe in Verfassungsrecht, sondern auch in Mathematik“, meint Karl Zeller

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (37)

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  • andreas

    Zeller wie er leibt und lebt, zynisch und immer für eine Belehrung zu haben. 🙂

  • george

    Recht haben beide nicht. Nicht Paul Köllensperger und noch weniger Karl Zeller. Beide gründen auf der Annahme, was wäre wenn, wobei das „wenn“, auf dem Köllensperger aufbaut, bereits durch die Abstimmung im Senat einen Rahmen bekommen hat, während die Gründung von Zeller durch die verlorene Abstimmung nie Wirklichkeit wurde.

  • sepp

    der guete Zeller hhot no nett begriffen das er nimmer gfrog isch seinen freunde vom PD sein beim verschwinden und so weit zählen wie sie konn der Paul schun a brauchsch dir koane sorgen mochen

    Richard @ glaubsch nit am trog mit schöpfen ändert sich wos semm muiss die paga schun abserviert werdn

  • andreas

    @checker
    Zeller, der Mann der vierdimensional „Mensch ärgere dich nicht spielt“, hat Recht.
    (selten dämliche Argumentation) 🙂 🙂
    Eigenartig, dass sich die Aussagen von Köllensperger so einfach widerlegen lassen, wobei es wohl wenige gibt, welche das Wissens eines Zellers haben.
    Man muss Zeller nicht mögen, man sollte aber zur Kenntnis nehmen, dass Südtirol in den letzten 20 Jahren keinen besseren Politiker bzw, Experten in Rom hatte und aktuell auch nicht hat.

    • george

      @andreas
      Zeller widerlegt gar nichts. Seine Annahmen sind bereits überholt, da jene berühmte verfassungsreform gar nicht durchgegangen ist und bereits eine andere Situation besteht, als jene, auf der Zeller immer noch herumreitet.

  • erich

    Es stimmt, dass der Kölle vom Zeller noch einiges lernen kann, doch Kölle weiß genau, dass diese Methoden inzwischen sogar von Teilen der SVP durchschaut sind.

    • andreas

      Wenn du annimmst, dass man mit Gradlinigkeit und Ehrlichkeit in der Politik recht weit kommt bzw. etwas erreicht, liegst du wohl daneben. Es allen gleichzeitig Recht machen, geht nun mal nicht.
      Wendehals Joschka Fischer ist z.B. ein Paradebeispiel dafür.
      Fachlich ist Zeller eine Klasse für sich, strategisch lag er nicht immer richtig. Als Minderheit etwas zu erreichen, ist aber gewiss auch nicht so einfach. Die warten in Rom wohl nicht gerade alle darauf, uns beglücken zu können.

      • george

        Was zitierst du dauernd Joschka Fischer? Der war und ist weit weniger „Wendehals“ als ein Zeller, der immer nur auf den Vorteil von wenigen und sich selber schaut.

        • andreas

          Ich habe Steinewerfer und Außenminister Joschka Fischer gar nicht zitiert, nur erwähnt und offensichtlich hast du keine Ahnung von ihm, er hat doch seine Wandlung vom Saulus zum Paulus und von Paulus zum Saulus und wieder retour doch selbst zugegeben.

          • george

            Was müsste man dann, werter ‚andreas‘, zu Zeller und einigen deiner anderen „Freunde“ sagen, wie oft die sich gewendet und gedreht haben, nur um sich ihren eigenen Vorteil zu erhalten? Sich wandeln ist eine Sache, Wasserträger in verschiedenen Varianten zu sein und nur für den eigenen Machtvorteil ist eine andere.

          • andreas

            @george
            Nennt man politischen Opportunismus. Für Ideologen wohl ein Fremdwort, wobei es Zeller gewiss nicht vom linksradikalen Steinewerfer gegen die Polizei, zum Kriegstreiber wie Fischer gebracht hat.
            Du verwechselst auch persönliche Interessen mit Interessen der Allgemeinheit. Wenn die Notwendigkeit besteht, mit dem Teufel ein Pakt einzugehen, um Vorteile für die Allgemeinheit zu erzielen, wäre es fahrlässig, dies nicht zu machen.
            Grün angehauchte Naivlinge tun sich in der aktuellen Politik halt recht schwer.
            Hör dir doch mal Habeck und Baerbock an, denen geht es um Macht, nicht um grüne Träumereien, sie verpacken es aber sehr gut.

            @kurtl
            Lass es doch bleiben, du schreibst kontinuierlich Blödsinn, ohne auch nur eine Aussage belegen zu können. Besprich deinen Frust doch mit deinem Psychiater, der wird dafür bezahlt, sich den Schmarrn anzuhören.

  • pingoballino1955

    Zeller braucht EINSICHT!

  • ostern

    Ich halte mich an die Aussagen von Verfassungs-
    rechtler Palermo. Eine seriöse Person, von der sich
    die SVP Politiker etwas abschauen können

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