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„Sehr viele Interessierte“

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Nach einem weiteren Beschluss der Landesregierung dürfte die Facharztausbildung Anfang 2019 definitiv wieder starten. „Es melden sich fast jeden Tag interessierte Jungärzte“, freut sich die Landesrätin. Die Details.

von Heinrich Schwarz

Die bevorstehende Wiederaufnahme der Facharztausbildung in Südtirol nach dem österreichischen Modell ist für Martha Stocker ein wichtiger Erfolg zum Abschluss ihrer politischen Karriere und ihrer fünfjährigen Amtszeit als Sanitätslandesrätin.

Zur Erinnerung:

2013 wurde die Facharztausbildung von Italien aus rechtlichen Gründen nicht mehr anerkannt. Es folgten lange Verhandlungen auf der Achse Rom-Bozen-Wien, die sich wegen unterschiedlicher Forderungen immer wieder hinauszögerten und damit den Ärztemangel in Südtirol weiter verstärkten: Jungärzte blieben im Ausland und viele verlegten ihren Lebensmittelpunkt dorthin. In diesem Spätsommer kam es zur Einigung.

Demnach können Südtiroler, die in Österreich Medizin studierten oder studieren, wieder in den lokalen Krankenhäusern ihre Facharztausbildung absolvieren. Gestartet werden sollte mit den Fachbereichen Innere Medizin, Chirurgie und Orthopädie/Traumatologie.

Noch ist die Ausbildung aber nicht wieder losgegangen. Das Land musste noch letzte Vorbereitungen treffen.

Am Dienstag fasste die Landesregierung einen entsprechenden Beschluss. Dieser sieht den nächsten Schritt für den Neustart vor: Der Südtiroler Sanitätsbetrieb wurde beauftragt, die Auswahlverfahren für die Jungärzte in den drei genannten Fachbereichen durchzuführen. Die Ausbildungsärzte werden befristet und außerhalb des Stellenplanes als sogenannte Sanitätsleiter – eine neu geschaffene Anstellungsform eigens für die Facharztausbildung – angestellt. Und sie werden von Tutoren begleitet.

Wer derzeit bereits in der sogenannten Besoldungsstufe B (Ärzte ohne Facharzttitel) angestellt ist, wird ohne Auswahlverfahren übernommen.

„Wir legten bereits im Sommer auf Wunsch verschiedener Seiten gesetzlich fest, dass die Anstellung der Ausbildungsärzte – mit Ausnahme für jene in der Besoldungsstufe B – auf Grundlage eines Auswahlverfahrens erfolgt, damit eine Bekanntmachung veröffentlicht wird und alle Bescheid wissen. So kann sich jeder Interessierte melden“, erklärt Martha Stocker. Es sei aber ein relativ kurzes und unkompliziertes Verfahren.

Die Landesrätin sagt, dass mit diesem Beschluss alles geklärt sei. Jetzt müsse der Sanitätsbetrieb die notwendigen Maßnahmen treffen, sodass die Facharztausbildung Anfang des neuen Jahres definitiv starten könne.

MEHR ZU DIESEM THEMA LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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