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Aus Hausarrest getürmt

Die Polizei hat einen Mann aus Marokko wegen Gefängnisausbruchs, Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt verhaftet.

Am Samstagabend war eine Polizeistreife im Zuge einer Routinekontrolle in Bozen auf ein Auto mit vier Personen an Bord aufmerksam geworden. Der Fahrer des Wagens schaltete beim Eintreffen der Polizei die Lichter aus und drückte aufs Gas.

Die Polizeibeamten verfolgten den Wagen und konnten ihn kurz darauf stoppen.

Während die drei Autoinsassen sich widerstandslos kontrollieren ließen, ergriff der Lenker die Flucht, konnte allerdings kurz darauf gestellt werden. Der 40-jährige Marokkaner, der – wie sich herausstellte – unter Hausarrest stand, versuchte, sich der Verhaftung zu widersetzen, indem er mit Faustschlägen gegen die Polizeibeamten vorging.

Den Polizeibeamten gelang es schließlich, den mehrfach vorbestraften Mann zu bändigen.

Der Mann sitzt jetzt im Bozner Gefängnis ein.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • drago

    „Der Mann sitzt jetzt im Bozner Gefängnis ein.“
    Die Frage ist nur, wie lange?
    Aber allgemein: Die Herren türmen und lassen sich danach widerstandslos kontrollieren. D.h. wenn die Polizei sie nicht erwischt, besser. Erwischt sie die Polizei, auch nicht schlimm, da die theoretischen Strafen für diese Herren keine Abschreckungswirkung haben. Bis die eventuellen Strafen Rechtswirksamkeit erlangen, dauert es Jahre. Bis eine Gefängnisstrafe zur Anwendung kommt, braucht es mehrere rechtswirksame Verurteilungen, also viele Jahre. Eine Gefängnisstrafe hat keine Abschreckungswirkung. Die Pflichtverteidiger werden vom Staat bezahlt, da die Herren im Allgemeinen mittellos sind. Dies gilt für alle kriminellen Elemente, Einheimisch oder nicht.
    Die Strafen sind nur für Einheimische da, die einmal in die Mühlen der Justiz geraten. Sei es nun wegen eines Verkehrsdeliktes oder eines sonstigen einmaligen Vergehens. Da werden dann auch Existenzen ruiniert.
    Ein Hoch auf unser Justizsystem. Wer an diesen Umständen Schuld ist, kann jeder selbst entscheiden. Die Verfechter der Resozialisierung, der Staat, der kein Geld für den Justizvollzug hat und deswegen Straftäter lieber frei lässt oder eine Justiz, die so langsam arbeitet und Hunderte Milderungsgründe anwendet. Bischen vereinfacht dargestellt, aber ansonsten treffend, glaube ich.

    • franz

      @drago
      “Pflichtverteidiger werden vom Staat bezahlt“

      Decreto sicurezza ( Salvini ) convertito in legge NOV.2018
      Art. 15 “Patrocinio gratuito: niente patrocinio gratuito per un migrante se il suo ricorso contro il diniego della protezione umanitaria viene dichiarato inammissibile.

  • rasputin

    Der Innenminister der Republik soll seines Amtes walten und nicht mit Baumaschinen spielen oder finanzpolitische Sprüche klopfen!

    • franz

      Der Innenminister der Republik waltet seines Amtes, seit Salvini im Amt ist hat er bereits einiges bezüglich Sicherheit und Anhebung der Strafen mt den “Sicherheitsdekret“ trotz Widerstand von den linksgrünen Postkommunisten des PD / SVP & Grüne.
      Wie schwierig es ist di eJust zu reformieren bzw, liberale Gesetze der linksgrünen wie das “Svuota carceri “ & DL-Depenalizzazione zeigt der große Widerstand selbst aus den Reihen des M5s..
      (des eigenen Regierungspartner vom links- linken Flüges des M5s beispielsweise Kammerpräsident Fico usw. )

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