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Ganz nach oben

Das Skigebiet Speikboden arbeitet an einer Studie, um den Dorflift in Weißenbach anzuschließen. Im Zuge dieser Erweiterung könnte man auch über das Mühlwalder Jöchl fahren.

von Silke Hinterwaldner

In den Augen von Willi Innerhofer ist alles sonnenklar: Im April 2018 hatte die Bevölkerung von Weißenbach für die Anbindung des Dorfliftes an das Skigebiet Speikboden gestimmt. Folgerichtig kann und soll jetzt die Planung weiterlaufen.

„Eigentlich“, sagt der Präsident der Skiresort Weißenbach GmbH, „handelt es sich dabei um kein neues Projekt, darüber hat man bereits vor 30 Jahren gesprochen. Damals aber hat es an der Finanzierung gefehlt.“

Zur Erinnerung: Seit 2016 hat die Ortschaft Weißenbach im Ahrntal einen kleinen Dorflift. Die Anlage wird von einer Gesellschaft geführt, die in Händen vieler Kleinaktionäre aus dem Ort ist. Die Anlage läuft, aber immer schon hatte man in Weißenbach die Idee im Hinterkopf, in Richtung Speikboden zu erweitern.

Jetzt könnte dieser Plan tatsächlich in die Realität umgesetzt werden. Die Speikboden AG arbeitet demnach gerade an einer Studie zur Erschließung der Mitterberger Almen.

Geplant ist dabei auch eine Talabfahrt bis nach Weißenbach, beziehungsweise die Errichtung einer Aufstiegsanlage mit einer Talstation im Dorf und einer Mittelstation. Kern dieses Erweiterungsprojektes soll ein Tunnel sein, der den Speikboden mit dem Ahrntal auf der Seite der Mitterberger Almen verbindet. „Die Voraussetzungen“, sagt Willi Innerhofer, „wären gegeben. Wir haben ein perfekt geeignetes Gebiet, das schneesicher ist.“ Erdbewegungen und Eingriff in die Landschaft würden sich demnach in Grenzen halten.

In diesem Zusammenhang wird auch die Gemeinde Mühlwald auf den Plan gerufen. Auch dort spricht man seit Jahrzehnten darüber, wie sinnvoll es ist, ein Skigebiet zu errichten. Jetzt liegt ein neuer Plan auf dem Tisch: Im Zuge der Erweiterung des Skigebietes Speikboden Richtung Weißenbach könnte auch die Gemeinde Mühlwald über das Mühlwalder Jöchl mit Pisten und Aufstiegsanlagen eingebunden werden. Die Frage ist aber: Will man das?

MEHR DAZU IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (7)

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  • alsobi

    MUSS DAS WIRKLICH SEIN???
    Ich hoffe innständig dass die Bevölkerung aus Mühlwald und Weissenbach noch einen Funken Verstand besitzen und diese Gedankengäne nicht weiter unterstützt. Aus ein paar Kleinaktionären in Wessenbach werden Großaktionäre die auf lukrative Ausschüttungen spekulieren und dann?

    Seid zufrieden mit dem was ihr habt, nämlich ein wunderschönes und idyllisches Tal dass speziell ein Klientel Gäste (aber auch Einheimische) aufsucht, die dem Troubel alla Kronplatz entfliehen wollen!
    Die Welt ist im wandel, das Klima wird uns in den nächsten Jahren noch mehr zusetzen, also was soll das!

  • gr

    i mochat noa no oans von mühlwold ibo plattnerspitz -sambock af pfolzn abfahrt nach stegen und weita kronplotz 🙂

  • silverdarkline

    Die Leute verstehen es einfach nicht, Erweiterung der Schigebiete ist mittlerweile ein alter Hut und überholt. Auf den kurzfristigen Gewinn aus, was interessiert schon was in 20-30 Jahren sein wird? Das Mühlwalder Tal ist so schön ruhig, letztes Jahr mit dem vielen Schnee ein echtes Wintermärchen, weit ab vom Trubel und Iglus mit besoffenen Schifahrern. Was den Mühlwaldern fehlt ist einzig und allein ein ordentliches 5-Sterne Hotel, diese Klientel würde die Ruhe und Abgeschiedenheit schätzen. Vielleicht ein kleiner Denkanstoß..

    • alsobi

      @silverdarkline, was ein 5* Hotel?? Du hast wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank….ups.

      • silverdarkline

        In Mühlwald gibt es leider nur Absteigen, die wiederum ein gewisses Schifahrer-Säufer-Klientel anziehen, das ist nicht der richtige Weg. Ein ordentliches Hotel bräuchte es auf alle Fälle.

        • yannis

          Ich glaube nicht dass ein 5Sterne Bau das Problem Saufen bis der Arzt kommt löst.
          1.) weil es zunehmend Leute gibt die scheinbar eine Gelddruckmaschine im Keller haben und wenn die saufen sind sie nicht minder ordinär, im Gegenteil.
          2.) bei AI was in FÜNFer Häusern nicht selten ist, schaut jeder dass er auf seine Kosten kommt, also wiederum fressen und saufen bis die Ambulanz kommt .
          3.) kommt es auch auf die Herkunft der „Gäste“ an, Osteuropäer brauchen halt ihre gewohnte Nahrung
          4.) Auch die 5* Betreiber wollen so viel Umsatz machen wie eben nur geht und erfinden alle möglichen Events damit der Alk nicht in den Flaschen vergammelt.
          Wer sich selbst regelmäßig in verschiedenen Hotels der 5* Klasse aber auch in 4* Sterne aufhält kennt die Dinge recht gut, man trifft in 4* oder auch 3* Häusern oft auf den besseren Service und Verpflegung als in den Prollo-Tempeln.
          Und man kann bei 5ern von Nachhaltigkeit wohl nicht reden, wenn Tag täglich von dem 50 Meter Buffet die Häfte stehen bleibt und zum Großteil dann in der Tonne landet, während Millionen Menschen dieser Erde nicht mal sauberes Wasser zur Verfügung steht.

  • keinpolitiker

    Wenn die Speikboden AG wirklich Investitionen tätigen möchte oder will, dann wäre es am allerwichtigsten, endlich wieder eine Verbindung mit der Mittelstation oder Schüsslerhof zu realisieren, welche vor einigen Jahren mit der Errichtung der neuen Aufstiegsanlage weggetan wurde.

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