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Der neue Bahnhof

In Bozen laufen die letzten Arbeiten für den wichtigsten Mobilitätsknoten Südtirols. Ab 9. Dezember können die Fahrgäste noch bequemer Bus und Bahn nutzen.

Dass die Bauarbeiten am neuen Busbahnhof Bozen und am neuen Infopoint kurz vor dem Abschluss stehen, davon haben sich Mobilitätslandesrat Florian Mussner, Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi sowie Mobilitätsressortchef Valentino Pagani, Abteilungsdirektor Günther Burger und STA-Direktor Joachim Dejaco am Mittwoch bei einem Lokalaugenschein überzeugt.

Der Bozner Busbahnhof wird vom bisherigen Standort in der Perathonerstraße provisorisch auf eine rund 6000 Quadratmeter umfassende Fläche der Bahn in der Rittnerstraße verlegt mit direktem Zugang zum Bahnsteig 1 des Bozner Zugbahnhofs.

Während der grüne Infopoint, wo es Information, Auskunft, Schalterdienst, Fahrkartenautomaten und sämtlichen Service rund um die öffentliche Mobilität gibt, schon fertig ist, wird im Außenbereich noch auf Hochtouren gearbeitet.

Am Bozner Busbahnhof werden laut Landesrat Mussner ab 9. Dezember alle wichtigen Fäden der Mobilität zusammenlaufen und die Fahrgäste können optimal vom Bus auf den Zug wechseln. „Dieser wohl wichtigste Mobilitätsknoten des Landes ist dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten ein gelungenes Projekt und soll noch mehr Menschen zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen, denn wir alle können etwas zu mehr Nachhaltigkeit und einen flüssigen Verkehr beitragen“, betonte der Mobilitätslandesrat bei der Vorstellung des Bahnhofs.

Mussner verwies auf die 1,6 Millionen Entwertungen/Einstiege im Jahr am Bozner Busbahnhof (in der Tarifzone Bozen 1,3 Millionen) und die aktuell rund 100 Ein- und Ausfahrten pro Stunde sowie die bis zu 200.000 Menschen die in Südtirol pro Tag mit den Öffis unterwegs sind. Insgesamt hat das Land laut Mussner 3,33 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Für die Umgestaltungen in der Rittner Straßen seien von der Gemeinde weitere 740.000 Euro eingesetzt worden.

Die Infrastruktur sei in Rekordzeit gebaut worden, lobte Bürgermeister Cramaschi und wünschte, dass der Verkehr in der Stadt Bozen so gut funktioniere, wie die gemeinsame Arbeit mit dem Land in den vergangenen Jahren und dankte dem Mobilitätslandesrat. „Das Land hat viel in die Stadt Bozen investiert“, unterstrich Caramaschi und meinte, durch die Infrastruktur und eine neue Mobilitätskultur müsse sich die Verkehrssituation bald bessern. Im Jänner werde mit dem Abbruch des alten Busbahnhofs begonnen, kündigte der Bürgermeister an.

Dejaco, Burger, Pagani und LR Musser beim Lokalaugenschein (FOTO: LPA/Angelika Schrott)

Ähnlich wie am Busbahnhof Brixen werde auch jener in Bozen dynamische Busspuren haben, damit alle Busse auf der relativ knapp bemessenen Fläche halten können, erklärte der Direktor der Landesabteilung Mobilität Burger. „Die Fahrgäste sollen nicht nur schnell ein- und aussteigen können, sondern auch über eine moderne Anlage mit Daten in Echtzeit alle wichtigen Infos zu Abfahren und Ankünften bekommen sowie durch den offenen Platz mit hoher Überdachung und den würfelförmigen Aufenthaltsbuchen eine bessere Aufenthaltsqualität“, sagte Burger.

Am neuen Busbahnhof in der Rittner Straße halten ausschließlich Überlandbusse. Der überdachte Bussteig ist 75 Meter lang. Der Haltebereich ist in vier Zonen gegliedert, und zwar Nord 1 / Nord 2 sowie Süd 1 / Süd 2. Jeder Zone sind die entsprechenden Buslinien zugeordnet. Der Standort, die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Busse werden auf digitalen Anzeigetafeln angezeigt.

Die Busse aus nördlicher und östlicher Richtung fahren wie bisher über Rentsch zum neuen Busbahnhof. Hier ist für diese Busse Endstation und Abfahrtspunkt (Ausgenommen sind die Busse der Linien 165, 170, 180.1, 180.2, 182, 185, die an Schultagen morgens die Route Bahnhofsplatz, Waltherplatz, Cadornastraße, Fagenstraße, Grieser Platz, Italienallee und Romstraße fahren).

Für die Busse aus südlicher und westlicher Richtung gibt es zusätzliche Ein- und Ausstiegsmöglichkeit auch direkt am Bahnhofsplatz. Ausnahmen sind die Busse der Linien 131 (Überetsch Express) und 201 (Bozen – Meran). Alle diese besonders langen Busse fahren bis zur neu errichteten Haltestelle bei der Rittner Seilbahn. Ein- und aussteigen kann man auch direkt am Bahnhofsplatz.

Die Bushaltestellen rund um den Bahnhofsplatz werden den verschiedenen Linien der Überland- und Stadtbusse neu zugeteilt und erhalten genaue Bezeichnungen, und zwar Bahnhof West A / B / C (am Westausgang des Bahnhof-Hauptgebäudes), Bahnhof Ost A / B (östlich bzw. gegenüber des Bahnhof-Hauptgebäudes), Bahnhofsallee A / B sowie Perathoner Straße Nord / Süd. Bei der Rittner Seilbahn gibt es künftig drei Haltebereiche, davon eine neue für die 18-Meter-Busse der Linien 131 und 20.

Auf der bisherigen Sasa-Haltestelle am Westausgang des Bahnhofsgebäudes (künftig: Bahnhof West B) halten ab 9. Dezember nur mehre Überlandbusse der Linien 114, 120, 131 und 139. Die Stadtbusse der Sasa werden den umliegenden Haltestellen in der Bahnhofsallee, Perathoner Straße bzw. Bahnhof Ost B zugeteilt.

Geführt wird die gesamte Struktur mit dem Busbahnhof und dem Infopoint von der Südtiroler Transportstrukturen AG STA. „Besonderes Augenmerk werden wir auf Aufenthaltsqualität und im von Montag bis Sonntag geöffneten Infopoint als zentraler Anlaufstelle für die nachhaltige Mobilität, auf Informationlegen“, betonte STA-Direktor Dejaco. 24 Videokameras im Innen- und Außenbereich sollen laut Dejaco zusätzlich für Sicherheit sorgen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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