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Der Schneeketten-Protest

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Gegen ein Rundschreiben der SAD wird protestiert, weil den Busfahrern für das Schneeketten-Montieren zu wenig Zeit anerkannt werde.

von Heinrich Schwarz

Das interne Schreiben des Nahverkehrs-Unternehmens SAD an die Busfahrer vom 22. November hat Verärgerung ausgelöst. Es geht um ein neues Reglement der SAD für die Montage von Schneeketten.

Die Grundregeln sind noch nachvollziehbar: „Um sicherzustellen, dass der geplante Liniendienst pünktlich und sicher durchgeführt wird, muss der Fahrer die Zeit für die Montage der Schneeketten berücksichtigen, bevor die Kursfahrten durchgeführt werden.“

Demnach muss der Fahrer „rechtzeitig seinen Dienst antreten, um das Vorhandensein der Ketten im Bus und die Unversehrtheit zu überprüfen. Im Fall von kaputten Schneeketten, abgenutzten oder sogar fehlenden Schneeketten oder die für die Montage beim ersten Schneefall nicht geeignet sind, muss der Fahrer dies sofort bei der Einfahrt in die Werkstatt oder der Fahrdienstleitung melden. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, weisen wir darauf hin, dass mindestens drei Ketten angebracht werden sollen: zwei an der Hinterachse und eine an der Vorderachse auf der rechten Seite.“

Für Kopfschütteln bei den SAD-Busfahrern sorgen vor allem die anerkannten und damit bezahlten Zeiten: In der Regel werden für die Montage von drei Ketten auf den normalen Bussen (bis zu zwölf Meter) 15 Minuten anerkannt. Weitere fünf Minuten für die Entfernung der Ketten.

Die Schlussfolgerung: Wer länger braucht, hat Pech gehabt – und müsste früher Zuhause starten, um pünktlich mit dem Bus losfahren zu können.

Das Schneeketten-Reglement hatte umgehend ein Protestschreiben der Transportgewerkschaften zur Folge.

EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL DAZU UND WAS NOCH FÜR KRITIK SORGT, LESEN SIE IN DER DIENSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (15)

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  • unteruns

    Der Herr Gatterer muss es den Fahrern nur vormachen…..

  • andreas

    Dass ein Busfahrer sein Arbeitsgerät überprüft und bei Eventualitäten wie Schnee auch vorab kontrolliert, dass die Ketten in einwandfreiem Zustand sind, sollte man eigentlich voraussetzen.
    Die Zeitvorgabe für das Montieren der Ketten sollte eigentlich ein Durchschnitt sein. Wenn es manche schaffen, manche nicht, wäre z.B. üben eine Möglichkeit.
    So langsam hat man hier den Eindruck, dass es zwischen Führung und Mitarbeiter nur mehr darum geht, dem Anderen eine auszuwischen.

    • pingoballino1955

      Probier es aus und übe,dann weisst du wie lange man braucht,sicher nicht nur 15 Minuten!!!!

    • kurt

      @andreas
      Das beweißt wieder einmal das du in deinem Leben noch nie einen Vogel vom Zaun gejagen hast ,dementsprechend von einer Arbeit keine Ahnung haben kannst und logisch immer pünktlich ins Fettnäpfen trittst ,weil du immer und überall deinen Senf dazu geben musst.
      Du weißt nicht einmal wie eine Kette ausschaut insofern ist jeder deiner Kommentare zum Thema Arbeit überflüssig, was bei bei dir vorauszusetzen wäre getraue ich mich in der Öffentlichkeit gar nicht zusagen.
      Wie lange man braucht kommt auf die Situation drauf an, im trockenen wenn es einer 15 Minuten schafft ist er gut drauf , sonst ist es erstens eine Tortur und man kann pro Seite eine halbe Stunde rechnen

  • prof

    @kurt
    Genau so ist es, kommt darauf an wo der Fahrer die Ketten montieren muss.
    Wenn es bei der Abfahrt vom Standort noch keine Ketten braucht und erst später auf der Strecke die Ketten montiert werden müssen so kommt es auf die Situation an und da kann es auch eine halbe Stunde dauern bis die Ketten montiert sind.
    Ausser ja,Herr Gatterer kommt zu Hilfe, aber da wird er sicher einen dunkelroten „Grind“ bekommen.

  • ollaweilleiselber

    @prof, @kurt
    Kleiner Denkfehler:
    in der Anweisung wird gesagt, dass der Busfahrer beim Dienstantritt einkalkulieren muss, dass er für die eventuelle Montage der Schneeketten (bei Dienstantritt, also in der Halle) 15 Minuten brauch; dies um den Fahrplan einhalten zu können.
    Werden die Ketten erst unterwegs montiert kommt es zu einer Verspätung.
    Fragt mal einen Bergbauern, der auf einem abgeschiedenen Hof lebt, wo die Schneeräumfahrzeuge der Gemeinde nicht oder erst gegen Mittag kommen: der montiert vier Ketten auf seinem Schlepper in vier Minuten.

    • rota

      @ollaweilleiselber
      kleinere Denkfehler in deinem Beispiel: Schnee Räumung funktioniert besser auf dem Land als in den Ballungsgebieten. Sollte es dennoch viel schneien hat der Bauer schon vorgesorgt und auf dem zweiten oder dritten Traktor immer vier Ketten montiert.

    • kurt

      Dann müssten die Busfahrer Hellseher oder Wetterfrösche sein laut deiner Einstellung ,der Vergleich mit den Bergbauern hinkt deswegen weil sie nicht fahren müssen sondern können und Tage vor her Zeit haben Ketten zu montieren und nicht vier Minuten ,du erzählst mir nichts ich war fast 20 Jahre in diesem Metier und kenne die Bergbauern nur zu gut und schätze sie auch aber pro Kette eine Minute beim Schlepper also alles was gut und recht ist.

  • andreas

    @kurt
    Doch, doch, ich habe Ahnung wie man Arbeiten plant.
    Ich rechne sogar die Sekunden aus, wie lange jemand für eine Arbeit braucht um die Stunden hochzurechnen.
    Es ist üblich den Durchschnitt zu verwenden, aber du weißt es sicher besser….

    • yannis

      Ja, ja die, die im Schweiße ihres Angsichts die Sekunden ausrechnen, haben mit den winterlichen Strassenverhältnissen bestenfalls damit zu tun dass ihr Bus Verspätung hat und sie etwas später ins Büro kommen und der Kaffee der automatisch gestarteten Kaffeemaschine nicht mehr ganz frisch ist.

    • kurt

      @andreas
      Wie man Arbeit plant wirst du schon verstehen so hoffe ich für dich ,denn da müsste man Arbeit auch verstehen da scheint es aber nicht weit her zu sein.
      Bei der Theorie will ich dir nichts drein reden aber die Praxis musst du mir überlassen da habe ich in diesen Metier fast 20 Jahre Erfahrung gerade mit Reifen und Ketten jedem das seine !!!.

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