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Das Super-Gutachten

Teilerfolg für den Nalser Reinhold Thurner im Veroneser Strafverfahren: Ein Gutachter soll klären, wie lange Thurners Ex-Partnerin in einer Kiste eingesperrt war.

Die Defensiv-Ermittlungen des Verteidigers Paolo Fava haben offenbar Früchte getragen.

Die Staatsanwaltschaft Verona will im Strafverfahren gegen den 53-jährigen Nalser Obstbauer Reinhold Thurner wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung (mit dem erschwerenden Umstand der Folter) ein Super-Gutachten in Auftrag geben.

Darin soll geklärt werden, ob die 44-jährige Ex-Partnerin Thurners tatsächlich, wie von ihr behauptet, zwei Wochen in Obstkisten eingesperrt war.

Träfe das zu, wäre der Gesundheitszustand der Frau zum Zeitpunkt ihrer Befreiung wesentlich schlechter gewesen als er es tatsächlich war. Es hätte mindestens ein Knöchelödem wegen Unterernährung auftreten müssen.

Thurner selbst hat gegenüber den Ermittlern eingeräumt, im vergangenen Sommer die gebürtige Polin eine Nacht lang in zwei übereinandergestapelten Obstkisten in einer Wiese bei Verona eingesperrt zu haben. Laut Verteidiger Fava ist er bereit, deswegen einen gerichtlichen Vergleich wegen Freiheitsberaubung abzuschließen.

Den erschwerenden Umstand der Folter will die Verteidigung hingegen widerlegen. Damit befasst sich nun der Super-Gutachter der Staatsanwaltschaft.

 

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