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Zugang zur Arbeitswelt

288 Asylwerber haben das Projekt „hamet2F“ durchlaufen, das ihnen raschen den Zugang zur Arbeitswelt verschaffen soll.

Seit 2016 gibt es das Projekt „hamet2F“ in Südtirol.

Es soll Flüchtlingen und Asylbewerbern möglichst rasch den Zugang zur Arbeitswelt und damit einen ersten wichtigen Schritt zur Integration ermöglichen. Dies geschieht über ein Testverfahren, mit dem praktische und soziale Kompetenzen der Asylbewerber ermittelt werden.

Bisher haben 288 Asylbewerber das Verfahren durchlaufen und sind im Besitz des Zertifikats.

„Diese Bescheinigung verbessert die Chancen auf dem Südtiroler Arbeitsmarkt“, betonte  bei einer Veranstaltung zum Projektabschluss Soziallandesrätin Martha Stocker, in deren Rahmen auch eine Zertifikatsverleihung an eine Gruppe Asylbewerber stattfand. Die Landesrätin lobte die anwesenden Asylbewerber für deren Einsatz und ermunterte sie, sich Kenntnisse in beiden Landessprachen anzueignen.

Initiiert und durchgeführt wurde das Projekt vom Landesamt für Senioren und Sozialsprengel unter der Leitung von Brigitte Waldner und der Sozialgenossenschaft AKRAT Recycling Bozen unter der Leitung von Peter Prossliner und mit der Projektleitung von Herbert Öhring.

Das Verfahren „hamet2F“ (handwerklich-motorischer Eignungstest), das einen Tag in Anspruch nimmt, weist handwerkliche, motorische, praktische und soziale Kompetenzen anhand von 16 Tests und Beobachtungen zu sechs Faktoren nach. Dazu zählen Routine und Tempo, einfache Werkzeughandhabung, Wahrnehmung und Symmetrie, Instruktionsverständnis, komplexe Werkzeughandhabung sowie Messgenauigkeit und Präzision.

In die Abschlussbewertung fließen auch soziale Schlüsselqualifikationen und das Arbeitsverhalten der Asylbewerber ein. Im laufenden Jahr haben 188 das Verfahren durchlaufen, davon 159 Männer (85%) und 29 Frauen (15%).

In Südtirol waren Ende 2017 1593 Asylbewerber in den Aufnahmezentren (SAC) untergebracht, 313 davon arbeiteten. Derzeit ist die Anzahl mit 1299 etwas geringer; erhöht hat sich mit 639 die Zahl jener, gehen einer Arbeit nachgehen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • franz

    In Südtirol waren Ende 2017 1593 Asylbewerber in den Aufnahmezentren (SAC) untergebracht, 313 davon arbeiteten. Derzeit ist die Anzahl mit 1299 etwas geringer; erhöht hat sich mit 639 die Zahl jener, gehen einer Arbeit nachgehen.[..]
    Jene die einer Arbeit nachgehen sollten für diese Arbeit vom Arbeitgeber bezahlt werden, mit den Lohn sollten sich diese Menschen ihren Unterhalt / Unterkunft selbst bezahlen. ( wie jeder Bürger das auch muss. )
    Wieso sollten der Steuerzahler für die Unterkunft und Unterhalt bezahlen , dass diese Asylanten, gratis arbeiten um anderen die Arbeit wegzunehmen bzw. damit die Lohnkosten zu senken

  • senio65

    @franz
    Was hast denn du für Probleme?
    Zuerst jammern dass die Leute sich nicht integrieren, und dann tun sie sich integrieren, dann passt es auch wieder nicht.
    Und wegen der Arbeit, mache Weiterbildung und lerne Sprachen, dann brauchst du dir auch keine Sorgen machen dass dir jemand den Job wegnimmt.

    • yannis

      Du vergisst genau das was @franz aussagt, zum integrieren zählt auch dass sie für ihre Arbeit anständig bezahlt werden, damit sie sich selbst unterhalten können.
      Wenn sie nur dazu dienen den Lohndamping zu forcieren, was Wunder dass dann die Toleranz den Immigranten gegenüber beim Einheimischen gegen Null geht, wärend die Profiteuere des Lohndamping’s latent mit der N-Keule auf den Buggler und Steuerzahler eindreschen.
      >>>> und wegen Arbeit, mache Weiterbildung……………. bla, bla, genauso stellt man sich dies vor, die einfachen Arbeitsplätze sind der Wirtschaft immer noch zu teuer und sollen durch Sklavenlöhner ausgetauscht werden, während der Weitergebildete sich dann wohl ins Ausland absetzen müsste, oder gibt es für die im hl. Südtirol noch adequate Posten, wenngleich man schon Schwierigkeiten hat alle Partei-Soldaten darin unterzubringen

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