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Fall Adan im Archiv?

Adan H. und sein Vater (Fotos: Rai Alto Adige)

Ein Teil der Ermittlungen zum Fall Adan wird wohl eingestellt. Der 13-jährige kurdische Flüchtling ist vor einem Jahr verstorben.

Der Tatverdacht lautet auf Amtsunterlassung, formell unter Ermittlung steht ein Verantwortlicher der Abteilung für Soziales der Landesverwaltung. Der nun damit rechnen kann, dass das gegen ihn im Oktober vergangenen Jahres eingeleitete Strafverfahren eingestellt wird.
Die Staatsanwaltschaft hat nun einen entsprechenden Antrag gestellt, ein Teil der Ermittlungen zum Tod des 13-jährigen kurdischen Flüchtlings Adan im Oktober vergangenen Jahres wird wohl eingestellt.
Weiterhin aufrecht bleibt das Verfahren gegen zehn Ärzte des Bozner Spitals, die der fahrlässigen Tötung verdächtigt werden. Adan war nach einer Bein-Operation verstorben, das Beweissicherungsverfahren am Landesgericht läuft.
Keine Straftat erkannten die Strafverfolger hingegen im Umgang der Behörden mit dem zusammen mit seiner Familie aus Schweden angereisten Buben.
Der entsprechende Mail-Verkehr wurde sichergestellt. Er enthält offenbar keine Hinweise darauf, dass Adan schwere gesundheitliche Probleme hatte.
Erwähnt wurde dort allerdings, dass der Flüchtling auf einen Rollstuhl angewiesen war.
Außerdem ergaben die Ermittlungen, dass Adan am Tag, als Zuständigen davon Kenntnis bekamen, im Bozner Krankenhaus war. (tom)
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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