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„Bin eine Gestalterin“

Die SVP-Bäuerin Maria Hochgruber Kuenzer wünscht sich eine weiblichere Landesregierung für Südtirol.

von Matthias Kofler 

Maurizio Fugatti hat jüngst seine Regierungsmannschaft vorgestellt: Neben dem neuen Trentiner LH gehören vier weitere Leghisti dem achtköpfigen Kabinett an. Die beiden Koalitionspartner Agire und Forza Italia gehen hingegen leer aus.

Deshalb sollen ihre Vertreter Claudio Cia (Agire) und Giorgio Leonardi (Forza Italia) mit einem Posten in der Regionalregierung entschädigt werden. Fugattis Personalentscheidung hat Auswirkungen auf die SVP: Sie ist gezwungen, aufgrund der gesetzlichen Frauenquote mindestens eine Frau in die Regionalregierung zu entsenden – auch deshalb, weil die Trentiner in der vergangenen Legislatur die Frau gestellt haben.

Theoretisch könnte eine der weiblichen SVP-Abgeordneten parallel in der Landesregierung bzw. im Landtagspräsdidium und in der Regionalregierung arbeiten. Maria Hochgruber Kuenzer hält eine solche Doppel-Funktion aber für „wenig sinnvoll”:

„Die Region steht vor großen Herausforderungen – wir wollen das umsetzen, was uns der Autonomie-Konvent mit auf den Weg gegeben hat.” Zudem sei die Regionalregierung auch ein guter Ort, um sich in die Regierungstätigkeit einzuarbeiten und für größere Aufgaben zu profilieren. (Ein Sprungbrett für JG-Kandidatin Jasmin Ladurner?)

Maria Kuenzer wird SVP-intern sowohl für die Rolle als Landesrätin als auch als Landtagspräsidentin hoch gehandelt. Die Landwirtin freut sich zwar über das in sie gesteckte Vertrauen, sie macht aber keinen Hehl daraus, dass sie eine Zukunft in der Landesregierung bevorzugen würde. „In meinem ersten Wahlkampf habe ich mit dem Spruch ,Ich bin eine Gestalterin’ geworben. Ich sehe meine Stärken eher in der politischen Gestaltung des Landes als in der Repräsentation der Institution Landtag”, so Kuenzer.

Die SVP-Bäuerin weiß, dass sie im Falle einer Regierung mit PD und Grünen als Landesrätin gesetzt wäre – aufgrund der gesetzlichen Frauenquote. Die Lega hingegen könnte mit Rita Mattei selber eine Frau stellen. Diese Diskussionen um die Quote stören Maria Kuenzer. Sie wünscht sich – unabhängig von ihrer eigenen Position – eine weiblichere Landesregierung für Südtirol. „Werfen wir einmal einen Blick nach Tirol oder Kärnten, wo über 40 Prozent der Landesräte weiblich sind. Es täte auch Südtirol gut, wenn es zwei verschiedene Blicke auf eine Sache gäbe”, so Kuenzer.

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