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Plogging in Bozen

Anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung hat der Verein „Ploggers di Bolzano“ mit Unterstützung der SEAB und der Gemeinde Bozen einen Umweltlauf organisiert. Das so genannte „plogging“ eignet sich hervorragend dafür, Freude an Sport und Bewegung mit Umweltsensibilisierung zu verknüpfen.

Am Lauf, der um 10.00 Uhr vom Haslacher Schießstandplatz gestartet ist, haben am Samstag über 30 Personen aller Altersklassen teilgenommen, die während ihres Laufs oder Spaziergangs die herumliegenden Abfälle in den Bozner Straßen und Parks gesammelt haben.

Auf diese Weise wurden in weniger als zwei Stunden über 30 volle Müllsäcke gesammelt. Diese wurden danach von den  SEAB-Mitarbeitern, die samstags im Dienst sind, abgeholt.

Auch Maria Laura Lorenzini, Bozner Umweltstadträtin, hat gemeinsam mit ihrer Tochter einen aktiven Beitrag geleistet und fleißig mitgesammelt: „Wir haben alles Mögliche gefunden, von Zigarettenstummeln bis hin zu verschiedensten Verpackungsabfällen, die herumlagen. Leider war es gar nicht so schwierig, den Müllsack zu füllen. Solche Aktionen sind auch deshalb wichtig, um auch den Nicht-Teilnehmern ein Beispiel zu geben und sie dafür zu sensibilisieren, wie wichtig es ist, unsere Umgebung zu respektieren“, kommentiert die Stadträtin.

Sehr glücklich über die rege Teilnahme ist auch der Organisator der Aktion, Papa Dame Diop, ein Italiener mit senegalesischen Wurzeln: „Am Anfang habe ich das einfach alleine gemacht, beim Joggen habe ich alles, was herumliegt aufgehoben und gesammelt. Dann haben sich ein paar Freunde und Kollegen angeschlossen. Und auch dank der Unterstützung der Gemeinde, der SEAB und meines Arbeitsgebers Iveco sind wir zu einer sehr schönen Anzahl an Teilnehmern gekommen. Es macht mir besonders Freude, dass wir es schaffen, einige Flüchtlinge und Asylantragsteller bei diesen Events miteinzubeziehen. Es ist toll, dass ich in der Stadt, in der ich lebe und Arbeite, etwas bewirken kann“, sagt Diop.

Was ist „plogging“?

Der neue Trend aus Schweden, kombiniert in sich die beiden Wörter „joggen“ und „plocka“, was schwedisch ist und „aufsammeln“ bedeutet. Die Idee ist einfach: Beim Laufen oder Gehen kurz anhalten und sich bücken und dehnen ist gut für den Körper und dabei Abfall vom Boden aufsammeln hilft gleichzeitig der Umwelt. Jeder kann teilnehmen: Jogger, Walker und Spaziergänger, die während ihrer sportlichen Betätigung herumliegenden Müll einsammeln.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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