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Neustart im April

Die Firma Doppelmayr wird in den nächsten Monaten die gesamte Elektronik der Hirzer Bahn austauschen. Kostenpunkt: rund 1 Million Euro. Wird man damit die unerklärlichen Aussetzer in den Griff bekommen?

von Karin Gamper

Hinter den Kulissen ging es zuletzt Schlag auf Schlag. 

Ende Oktober ist das Ultimatum abgelaufen, das die Hirzer Bahn sich selbst und der Firma Doppelmayr gesetzt hatte. Dieses lautete: entweder der Seilbahnbauer aus Lana bekommt bis Saisonsende die mysteriösen Aussetzer in den Griff  – oder man wechselt zur Konkurrenz.

Der Hintergrund ist bekannt. Die Hirzer Bahn bleibt seit dem Jahr 2011 immer wieder aus unerklärlichen Gründen stehen. Das Ganze ist für die Fahrgäste zwar lästig, aber nicht gefährlich, da die Bahn regelmäßig kollaudiert wird. Mehr noch: die Hirzer Bahn gehört mittlerweile wohl zu den am besten gewarteten Seilbahnen des Landes. Denn seit Längerem sind im Auftrag der Eigentümergemeinden und von Doppelmayr hochspezialisierte Techniker aus Italien und der Schweiz damit befasst, die Gründe für die unerklärlichen Stopps der Bahn zu finden. Es wurden Filter eingebaut, Teile ausgetauscht, die Umgebung nach möglichen Störquellen abgesucht. Doch alles umsonst: niemand fand bisher ein wirksames Gegenmittel.  Auch im vergangenen Sommer konnte die Bahn wiederholt nicht starten. Die Fahrgäste mussten nach Hause geschickt werden und die Hüttenbetreiber im Hirzergebiet beklagten hohe Einbußen.

Im Mittwochabend hat der Verwaltungsrat der Hirzer Bahn AG nun einen Grundsatzbeschluss gefasst. Die Vertreter der sechs Eigentümergemeinden (Schenna, St. Martin i. P., St. Leonhard i. P., Riffian, Dorf Tirol, Kuens sowie die Kleinaktionäre) haben einer Total-Erneuerung der gesamten Bahn-Elektronik zugestimmt.  Auf dem Tisch lagen zwei Angebote: jenes der Firma Doppelmayr und jenes der Firma Leitner. Optiert hat der Verwaltungsrat am Ende für die Firma Doppelmayr, die bereits vor fünf Jahren einmal nach dem Auftreten der ersten Störungen eine umfassende Erneuerung der Elektronik vorgenommen hat und die Bahn seither betreut.  

In der Wintersaison ist die Hirzer Bahn wie jedes Jahr außer Betrieb. Diese Zeit wird genutzt, um den geplanten Austausch vorzunehmen.   Die Arbeiten sollen noch vor Weihnachten beginnen und bis Ende März kommenden Jahres abgeschlossen sein. Ab 6. April soll die Bahn wieder fahren – diesmal hoffentlich ohne Aussetzer.

Das ist auch im Interesse von Doppelmayr. Zum einen kratzen die verflixten Stopps am Image, zum anderen wird die Hirzer Bahn AG die geschätzten Kosten von rund 1 Million Euro nur bezahlen, wenn die Bahn anschließend auch reibungslos funktioniert. 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • anton76

    Ich würde mal Kameras installieren, um auszuschließen, dass einer der Angestellten seine Finger im Spiel hat! Sonst ist das Ganze ja unerklärlich!!!

  • morgenstern

    Hmm, versteh ich jetzt nicht. Die Elektronik wurde ja schon einmal von der Hirzer AG, und zwar beim Neubau bezahlt, hat anscheinend aber nie zufriedenstellend funktioniert.
    Für mich unverständlich wenn die Hirzer AG jetzt nochmal zum Handkuss kommt.

  • kkofler

    Es gibt bei Störungen nicht nur technischen Ursachen sondern auch geistige. Ich weiß, daß viele Menschen mit dieser Aussage nichts anfangen können.
    Ich habe aber mit Geist-Wesen (Seelen verstorbener Menschen) schon die verrücktesten Dinge erlebt. Der Grund dafür kann Rache sein, wenn jemand betrogen wurde, aber auch der Wunsch nach Gutmachung. Wenn Verstorbene, nach langer Zeit, ihre Fehler (Schandtaten) einsehen, machen sie sich bei ihren Nachkommen oft unangenehm bemerkbar. Viele körperliche Symtome, für die die Ärzte oftmals keine Erklärungen haben, sind typische Hinweise, daß jemand aus der Ahnenreihe, Hilfe sucht. Wenn man solchen Seelen dann erklärt, wo sie unter welchen Voraussetzungen Hilfe bekommen können, bleiben solch Symptome auch aus. Wer also nach der Göttlichen Ordnung lebt, dessen Nachkommen werden von
    manchen Belastungen verschont bleiben.

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