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„Mit blauem Auge davongekommen“ 

Welchen Schaden hat der Fischbestand in den Flüssen durch die Unwetter erlitten? Der Landesfischereiverband bleibt optimistisch.

von Erna Egger 

„Wir können den Schaden noch nicht bemessen“, sagt Rudi Messner, Vizepräsident im Landesfischereiverband Südtirol. 

Nach den großen Unwettern erhebt der Landesfischereiverband die Schäden bei den Fischbeständen. „Bei derartigen Unwettern werden die Fische weggespült. Erst in rund zehn Tagen, nachdem wir die Kontrollen abgeschlossen haben, wissen wir mehr.“

Der Stausee in Franzensfeste sei an den Unwettertagen nicht entleert worden. „Wären die Schleusen beim Mühlbacher Stausee vollständig geöffnet worden, hätte dies ein großes Debakel verursacht. Dem war aber nicht so. Wenn nicht große, sondern nur langsame Entleerungen erfolgen, können sich die Fische gut anpassen und der Verlust bleibt klein“, so Messner. 

Schlimmer sieht es bei den Bächen aus, die vermurt wurden: „Dort wird der Bestand zumeist auf Null reduziert.“ 

Viel größeren Schaden als ein natürliches, wenn auch großes Unwetter richten oft die E-Werks-Betreiber an. „Der abrupte Schwall der E-Werke macht uns viel größere Probleme“, ärgert sich Messner. Dies sei aber eine andere Thematik.

Seine Bilanz zu den Unwettern: „Ich gehe davon aus, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind“, so Messner. 

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