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Großer Schaden

Erdrutsch in Klausen (Fotos: Landesfeuerwehrverband)

Ein Loch in der Hausmauer und ein abgerissenes Dach: Ein Erdrutsch hat in Klausen ein Wohnhaus erheblich beschädigt.

Die Familie Oberpertinger in Klausen hatte am Dienstag Glück im Unglück, sie ist mit dem Schrecken davongekommen. „Kurz vor 4.00 Uhr morgens wurden meine Eltern plötzlich durch einen lauten Krach wach“, schildert Michael Oberpertinger.

Die Eheleute sind sofort nach draußen gelaufen: Ihnen bot sich ein Bild der Zerstörung. Die sechs Meter hohe Mauer beim Haus Baumgartner, einem Nachbarn, war abgebrochen, das Material hatte einen Teil des Daches mitgerissen. Der Erdrutsch drückte ins Wohnzimmer, gerade auf dieser Seite, wo sich auch das Schlafzimmer befindet. Das Material hatte ein Loch aus der Hausmauer herausgerissen. Rund 350 Kubikmeter Material waren abgegangen.

Ein weiterer Teil des Schlamms ging auf die Staatsstraße ab, die bis gestern Vormittag aufgrund der Sicherungs- und Aufräumarbeiten gesperrt werden musste. Es war nämlich noch nicht klar, ob ein weiterer Teil der Mauer abbricht.

Das Gebäude, das der Schwester Sandra Oberpertinger gehört, ist nicht mehr bewohnbar. „Vorerst muss und die Statik geprüft werden“, sagt Oberpertinger.

Vor zwei Jahren gab es schon einmal einen Zwischenfall. Bei der Mauer taten sich Risse auf: „Damals haben Geologen die Situation überprüft. Schon damals haben wir die Befürchtung ausgesprochen, dass die Mauer abbrechen könnte. Zum Glück wurde jetzt niemand verletzt“, so Oberpertinger. Den Schaden kann er noch nicht beziffern. Die Eltern übernachten zwischenzeitlich im angrenzenden Hotel Spitalerhof, das sich in Familienbesitz befindet.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • ahaa

    Bei dem Bau wundert es mich das der noch steht.Nàher beim Hang geht nicht mehr,da bràuchte es ein Loch.

    • yannis

      Richtig, unsere Vorfahren hätten an solchen Stellen nie gebaut, aber seit der Bau-Bürokratismus samt seinen Nutznießern das sagen hat ist es so.
      Man schaue sich nur alte Berggehöfte an, niemand hat sie damals in sog. „Riesen“ oder sonstigen von Murabgängen, Schneelavinen usw. gefährdeten Gebieten gebaut.

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