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„Fordern faire Lohnerhöhung“

Die Vertreter der öffentlich Bedinsteten fordern die Landesregierung auf, die Gehaltsverhandlungen für den öffentlichen Dienst unverzüglich aufzunehmen.

3.060 öffentlich Bedienstete der Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und Altersheime haben sich an der landesweiten Unterschriftenaktion beteiligt. Sie fordern die Landesregierung auf, die Gehaltsverhandlungen für den öffentlichen Dienst zur Erneuerung des Bereichsübergreifenden Kollektivvertrages unverzüglich aufzunehmen und die diesbezüglichen Geldmittel für 2019 vorzusehen.

Am vergangenen Donnerstag hat ein Treffen der Bediensteten mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer im Sitzungsaal der Landesregierung stattgefunden, anlässlich welchem die Unterschriften offiziell der Landesregierung übergeben wurden.

Im Schreiben an die Landesregierung berufen sich die öffentlich Bediensteten auf das Urteil des italienischen Verfassungsgerichts vom 24.06.2015, mit welchem der seit dem Jahr 2010 geltende Gehaltsstopp im öffentlichen Dienst zwar als verfassungswidrig erklärt wurde, jedoch keine Nachzahlungen bzw. inflationsangepasste Lohnerhöhungen bisher gewährt wurden.

In einer Ausseundung schreiben sie:

„Die mit Bereichsübergreifenden Kollektivvertrag 2016 – 2018 erstmals erfolgten monatlichen Lohnerhöhungen ab Juli 2016 von 40 € brutto und ab Mai 2017 von 40 € brutto entsprechen in „keinster“ Weise dem seit 2009 erduldeten Kaufkraftverlust der Löhne. Im Hinblick auf die anstehenden Lohnverhandlungen ist es daher wichtig, die Inflation seit 2009 zu berücksichtigen. Die Verbraucherpreise in Bozen sind im Zeitraum Jänner 2009 – September 2018 um +18,6% angestiegen. Mit einer angemessenen und fairen Lohnerhöhung hätte die Landesregierung nun die Möglichkeit, den Arbeitnehmern/innen im öffentlichen Dienst die verlorene Kaufkraft zurückzugeben und ihre Wertschätzung unter Beweis zu stellen. Auch wenn die geforderten Lohnerhöhungen einen beachtlichen Betrag darstellen, ist nicht zu vergessen, dass ein Teil dieser Ausgaben als Steuereinnahmen direkt in den Landeshaushalt zurückfließt.“

Nach dem ausführlichen und konstruktiven Gespräch mit Landeshauptmann Kompatscher und Gemeindenverbandspräsident Schatzer sind die Erwartungen der Bediensteten hoch. Sie erhoffen sich, dass mit den Verhandlungen ehestens begonnen wird und inflationsangepasste Lohnerhöhungen erfolgen.

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