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Geschlossene Gastgärten

Diego Bernardi

Der hds ist mit dem Plan der Gemeinde Bozen, die Gastgärten der Altstadt früher zu schließen, nicht einverstanden.

In der Kommission für wirtschaftliche Angelegenheiten der Gemeinde Bozen ist diese Woche ein neues Projekt vorgestellt worden, das abends die frühere Schließung von Gastgärten vor den Lokalen im Stadtkern vorsieht. Im Vorschlag ist von 23 bzw. 24 Uhr die Rede, während die Gastlokale im Innenbereich ihre bisherigen Öffnungszeiten beibehalten können.

„Mit diesem Vorhaben können wir nicht einverstanden sein. Die Gastgärten sind ohne Zweifel eine Belebung für die Stadt sei es für die vielen Einheimischen, die sie besuchen als auch für die Gäste und Touristen“, erklärt Diego Bernardi, Vertreter der Gastronomie im Exekutivausschuss des hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol. Bozen und seine Altstadt seien ein Anziehungspunkt geworden, der aufgewertet und nicht stillegelegt werden solle.

Das Problem der Lärmbelästigung in einigen Teilen der Altstadt müsse vielmehr mit anderen Mitteln und viel Sensibilisierungsarbeit angegangen werden. Restriktionen, Verbote oder Vorverlegung der Schließungszeiten seien der falsche Weg. Zudem wird der Lärm oft von Personen verursacht, die sich nicht einmal im einem Gastgarten oder vor einem Lokal aufhalten. Der hds hatte sich in Vergangenheit mehrmals an Sensibilisierungskampagnen zum Thema Lärmbelästigung beteiligt bzw. solche lanciert.

„Ganz praktisch gesehen, ist die unterschiedliche Schließungszeit vor und im Lokal auch nicht einfach handzuhaben: Die Gäste müssen verschickt oder in den Lokal begleitet werden und die Tische und sonstiger Zubehör ist abzubauen bzw. wegzuführen“, erläutert Pietro Perez, der Verantwortliche für die Gastronomie im hds.

Der hds hofft nun, dass im Gespräch mit der Gemeindeverwaltung, dem zuständigen Stadtrat und im Zuge der Diskussion des Papiers noch Verbesserungsvorschläge eingebracht werden können. „Was nicht sein kann, ist dass die Maßnahme nur zum ausschließlichen Nachteil der Lokalbetreiber umgesetzt wird“, so der hds abschließend.

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