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Sicheres Wasser

Trinkwasser auf der Villanderer Alm

Um das Südtiroler Trinkwasser besser vor absichtlicher Beeinträchtigung von außen zu schützen, hat die Landesregierung Richtlinien verabschiedet.

Die Trinkwasserversorgung in Südtirol besser zu schützen und mutwilligen Verunreinigungen entgegenzuwirken: Dies ist das Ziel der nun erweiterten und verbesserten Mindeststandards für die Sicherheit öffentlicher Trinkwasserversorgungsanlagen, die die Landesregierung genehmigt hat.

Ausgearbeitet wurden die Richtlinien von der Landesagentur für Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh) und Betreibern der öffentlichen Trinkwasserversorgung. Auch der Rat der Gemeinden hat die erweiterten Sicherheitsauflagen gutgeheißen. Damit will man möglichen Störungen in Form mutwilliger Beeinträchtigung entgegenwirken.

Die öffentliche Versorgung mit Trinkwasser wird in Südtirol durch circa 480 Trinkwasserleitungen gewährleistet. Inhaltlich geht es in erster Linie um den besseren Schutz jener Teile einer Trinkwasserversorgungsanlage, die eine freie Wasseroberfläche aufweisen, wie beispielsweise Fassungs- und Speicheranlagen, Sammel- und Tiefbrunnenschächte. Diese Anlagenteile sind vor dem Zugang von Unbefugten nun noch umfassender abzusichern. So sind Türen und Luken mit einer höheren Widerstandsklasse zu versehen. Auch der Zugriff und der Zutritt durch das Personal selbst ist neu zu organisieren: Wer sich welcher Schlüssel bedient, wo sich diese gerade befinden und wer zu welchem Zeitpunkt welche Anlage betritt, muss nachvollziehbar sein.

Größere öffentliche Trinkwasserversorgungsanlagen, die mehr als 2000 Einwohner versorgen, sind zudem zum Einbau von Alarm- und Videoüberwachungssystemen verpflichtet. Wasserspeicher, die mehr als 5000 Einwohner versorgen, müssen über einen ferngesteuerten Schieber verfügen, mit dem die Einspeisung ins Netz bei unbefugtem Zutritt unterbunden werden kann.

Die von der Landesregierung genehmigten Richtlinien müssen innerhalb des Jahres 2020 umgesetzt werden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • einereiner

    In einem zivilisierten Land werden solche Standarts Jahre im voraus geplant und veröffentlicht. In Südtirol muss alles ganz ganz schnell gehen, damit Viele viel daran verdienen.

  • thefirestarter

    .. und wer schuetzt unser Wasser vor:
    – dem ausufernden Tourismus,
    – der intensiven Landwirtschaft,
    – der Industrie?

  • ahaa

    Bla ,bla.Es wird im Trinkwasserschutzgebiet gespritzt, gleich viel wie ùberall. Und daran àndert sich nichts,solange die gleichen am Werk sind!.Denn kein gr. Bauer hier muss eine Strafe fùrchten..Alle drùckt ihr die Augen zu!Schòne Seifenblasenmalerei die ihr betreibt.Soviel ich weiss sehen sie das in Brùssel wie ich,aber durch die Autonomie werden Strafen herabgesetzt und naja.Bin ich da falsch informiert?
    Das man irgendwas reingeben muss damit es wàchst verstehe ich.Aber ist es nicht mòglich auf solchen Flàchen nur mit Schwachzehrer zu bewirtschaften, die sowenig wie mòglich Petiziede brauchen?Mais sollte von vorn herein verboten werden auf Wasserschutzgebieten zu bepfanzen.Kurze Wurzeln die zwar viel saugen aber nur von der Obersten Flàche.Der Rest wird ins Grundwasser gespùhlt und.trinken unsere Kinder!Sollen die von Plastikflaschen leben?Wer das will, kann sich ja irgendwo dort absetzen wo es das schon gibt.

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