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Peinlicher Rückzieher

Die Freiheitlichen müssen ihren Vorwurf gegen die SVP, bei der Wahlwerbung an Auslandssüdtiroler „geschwindelt“ zu haben, wieder zurücknehmen – wegen „interner Kommunikationsschwierigkeiten“.

Die Freiheitlichen ließen am Donnerstag mit einer Presseaussendung aufhorchen: „Wundersamerweise fanden zahlreiche Auslandssüdtiroler in den letzten Tagen Werbebroschüren der SVP in ihren Briefkästen. An sich nichts Verwerfliches. Doch muss die Frage gestattet sein, wie die SVP zu deren Adressen kommt. Wir Freiheitliche wurden mehrmals, auch schriftlich, bei der Betreuungsstelle der Auslandssüdtiroler ,Südtiroler in der Welt’ des KVW vorstellig, um im Sinne der ,par condicio’, also der gleichen Wettbewerbsbedingungen für alle wahlwerbenden Parteien, ebenfalls an die Auslandssüdtiroler herantreten zu dürfen. Unsere Anfragen wurden entweder nicht oder gleich abschlägig beantwortet, selbst ein Gesprächstermin wurde nicht gewährt. Im Falle der SVP scheint dies offensichtlich anders zu laufen. Wie sonst würde sich die Massensendung an SVP-Werbung erklären? Dieser eklatante Verstoß gegen den ,par condicio’-Grundsatz ist nicht hinnehmbar und wir verlangen Aufklärung über diese Ungleichbehandlung!“ so von Ach.

Das Blöde an der Sache: Die Adressen der Auslandssüdtiroler liegen gar nicht beim KVW auf, sondern beim Gemeindenverband. Also sah sich F-Generalsekretär Florian Ach wenige Stunden nach Aussendung seiner ersten Mitteilung gezwzungen, den Vorwurf gegen die SVP wieder zurückzunehmen.

In einer Richtigstellung schreibt der Landtagskandidat:

„Bei der von unserer Partei versendeten Pressemitteilung handelt es sich um ein nicht autorisiertes Schreiben, welches aufgrund von internen Kommunikationsschwierigkeiten trotzdem an Sie verschickt wurde. 


Der Vorwurf, die Südtiroler Volkspartei habe Wahlwerbung an Auslandsüdtiroler verschickt und dabei gegen die Par-Condicio-Regelung verstoßen, ist falsch. Sämtliche in der Pressemitteilung enthaltenen Vorwürfe sind unzutreffend uns werden hiermit mit dem Ausdruck des Bedauerns zurückgezogen. Das Gleiche selbstverständlich auch für die Kritik am KVW. Ich entschuldige mich für diesen Fehler und die entstandenen Unannehmlichkeiten.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (6)

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  • andreas

    Beim Zustand der Freiheitlichen ist Mitleid eigentlich angebrachter als Häme.
    Die stehen ja für gar nichts mehr, die kann man ja nicht mal mehr kritisieren.
    Früher haben sie polarisiert, jetzt kommen halt ein paar Pressemitteilungen die uninteressant sind.

  • watschi

    die müssen sich aber in letzer zeit oft entschuldigen, ist es nicht besser eigene, normale wahlpropaganda bzg parteiprogramm zu machen, als immer über andere herzuziehen, sogar in den eigenen reihen? schimpfen, emtschuldigen, schimpfen, entschuldigen……………

  • morgenstern

    Freut mich für die FH, die haben es definitiv hinter sich!!

  • yannis

    Tatsache ist aber dass zahlreiche Auslands-Südtiroler in ihren Briefkästen Wahlpropaganda der SVP vorfanden, wenngleich sie sie einige Zeit später als die Briefwahlunterlagen erhielten und somit sehr wahrscheinlich schon gewählt hatten.
    Meiner Meinung nach ist es ein Verstoß gegen den Datenschutz, egal wer denen die Adressen zur Verfügung stellt (e) ob es nun der Pontius Pilatus oder der Judas in irgendwelchen staatlichen Ämtern war, ist unrelevant.
    Bei den Auslands-Südtirolern war es in Vergangenheit so, dass sie sich wie die Deutsch-Türken verhielten.
    Die sitzen bequem und komfortabel in DE, AT, CH und wählen ihren Landsleuten In Südtirol die SVP, genauso wie die Auslands-Türken ihren Mitbürgern in der Heimat die AKP / Erdogan wählten.

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