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Ein Revolutionär 

Wenders Auftragsarbeit für den Vatikan ist wort- und bildgewaltig. Im Mittelpunkt steht der Papst.

von Renate Mumelter

Gläubig bin ich nicht, mit jubelnden Mengen am Straßenrand habe ich so meine Probleme, auch wenn sie einem Papst zujubeln. Franziskus vertritt – bis auf ein paar schwer wiegende Ausnahmen  – Thesen, die ich teile. Er spricht von einer Ökonomie, die ausschließt, diagnostiziert die Krankheit der Raffgier, beklagt die Angst vor Veränderung und bedauert, dass die Wahrheit am Aussterben ist. Wenders lässt Franziskus eine eindringliche Predigt halten, einen Appell, der nicht kalt lässt. Ob die Jubelnden am Straßenrand die Worte des Papstes dann wirklich ernst nehmen werden, bleibt offen. Er selbst jedenfalls ist in den USA mit einem Mikroauto unterwegs, das zwischen den begleitenden Mega-SUVs fast verschwindet. 

Wenders zeigt, wie ein älterer Mann rund um den Globus versucht, Menschen oben und unten zum Umdenken zu bewegen. Es ist ein Kampf der Worte in einer Welt, die großteils taub geworden ist, wie der Papst sagt. 

Wie es sich für einen Papstfilm gehört, kommt dieser etwas getragen daher mit schön komponierten Bildern, angemessener Musik, etwas Schmalz zwischendurch. Im Abspann singt Patti Smith „These Are the Words“. Ob Worte noch zählen? Hoffentlich. 

„Papst Franziskus“ ist anstrengend, weil er der Welt, für die wir verantwortlich sind, einen schmerzhaften Spiegel vorhält. 

Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes (IT, CH, DE, FR 2018), 96 Min., Regie: Wim Wenders. Bewertung: Beunruhigend

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • ahaa

    Er hat _Rothschilds und Rockefeller Hand gekùsst.https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=OPCZvIV%2B&id=E7D321D79891048D5F42AF4F2455C9D340566EDE&thid=OIP.OPCZvIV-8SXmaSjxyZ3PEAHaE7&mediaurl=h
    Rotschilds und Rockefeller sind Kriegsfinanzierer ,und dei Verantwortlichen fùr viel Leid auf dem Planeten.Von der Umweltverschutzung abgesehen.
    Er kùsst den Teufeln die Hand.Da kònnt ihr drehen wie ihr wollt!

    • pingoballino1955

      Endlich sagt eine Person die wahre W A H R H E I T über diesen vermeintlich GUTEN-BARMHERZIGEN Papst.Erinnere an Loggia B2-Banco Ambrosiano und Licio Gelli(zum Glück haben sie den gekillt,aber in wessen Auftrag??? ) Und da war Bergoglio auch schon Kardinal!
      Nicht zu reden von den Kindesmissbräuchen,die jetzt aktuell auch der Papst Bergoglio versucht zu vertuschen.300000 Kinder sind im Franco Regime in Spanien verschwunden,den Müttern wurde gesagt sie seien tot,in Wahrheit hat man sie Francotreuen Familien die Kinderlos waren geschenkt und jetzt kommen langsam die SAUEREIEN auf und was ist passiert,die katholische Kirche hat alles mitunterstützt für V I E L G E L D ! Jetzt versucht man um Schadensbegrenzung,allerdings im stillen Kämmerlein,habe den Bericht von Müttern gesehen die meinten ihre Kinder wären tot und jetzt gibt es eine neue Organisation in Spanien von betroffenen Müttern die ihre vermeintlich toten Kinder suchen,es ist nämlich für die nachweislich nie ein Totanschein ausgestellt worden.Ich spreche von 2018,nicht vom 14 Jahrhundert !OK!!!!!

      • franz02

        Einer der schlimmsten Päpste in der Unterstützung der faschistischen Verbrecherregime war Wojtila. Johannes Paul II hat den Massenmörder Pinochet auf den Mund geküsst und war der moralische Auftraggeber im Hintergrund für den Mord an Erzbischof Romero. Auch hat er all die Machenschaften des IOR und des Kardinals Marcinckus gedeckt bzw. die Aufklärung verhindert.

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