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„Desolate hygienische Lage“

Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi rechtfertigt die Vertreibung von 20 Obdachlosen von der Virglbrücke.

Die Bozner Stadtpolizeihat am frühen Dienstagmorgen, gemeinsam mit einer Streife der Carabinieriund den Umweltbetrieben SEABeine Barackensiedlung unter der Virglbrücke geräumt.

Zwanzig Obdachlose aus verschiedenen Herkunftsländern hatten dort gehaust und wurden, nach einer Identifizierung durch die Ordnungshüter, vertrieben. Ihre Behausungen wurden von der SEAB in zwei Containern weggeräumt.

Bürgermeister Renzo Caramaschi musste sich gestern für die wenig zimperliche Vorgangsweise rechtfertigen. Humanitäre Organisationen hatten die Gemeinde dafür kritisiert, dass den Obdachlosen Teile ihrer Habseligkeiten weggenommen worden seien. Und dass letztlich kein Anlass bestand, die Unterkunft unter der Brücke zu räumen.

„Durch die desolate hygienische Lage, bedingt durch die Müllansammlung und fehlender sanitärer Einrichtungen, sowie durch die mögliche Überflutung der Böschungen, waren die Bewohner des Lagers erheblicher Gefahr ausgesetzt. Im Sinne des Schutzes der Bevölkerung und der Obdachlosen selbst, ist die öffentliche Verwaltung verpflichtet Maßnahmen zu setzen“, erklärt der Bürgermeister in einer Stellungnahme.

Einige der Bewohner seien ohne Ausweis und Aufenthaltsgenehmigung angetroffen worden, also illegal.

Caramaschi betont auch, dass die Gemeinde für Obdachlose Unterstützungsdienste wie die Mensa am Verdiplatz und die Notunterkunft am Boznern Boden anbiete. Wer sie nutzt, müsse sich allerdings namentlich registrieren lassen.

Doch genau das ist es, was etliche Obdachlose nicht wollen. Sonst hätten sie sich nicht unter der Virglbrücke übernachtet. (tom)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • ahaa

    Christen vertreiben Obdachlose unter der Brùcke!
    Was sagt der Bischof dazu?
    Sind es nur „andere“.Unglàubige,nicht wie wir?
    Ich schreibe es nochmal!
    Zuwenig syrier?Sowas kenne ich aus den Geschichtsbùchern ùber Nazis!
    Wenn sie nichts machen ,lasst sie in Ruhe!Mùll macht jeder!Sollen sie ihn fressen?Sie hàtten ihn im Fluss entsorgen kònnen!Stellt ihnen einen Kontainer hin!Gebt ihnen Decken!Nicht Bedingungen erstellen!Solange sie nichts verbrechen ,sollen es freie Menschen bleiben.Sie sind ein Spiegel der Geselschaft!
    Zum schàhmen seit ihr, vor unseren Kindern denen wir was anders beibringen.Ich habe mit solchen Menschen gesprochen und sie sagen das es in diesen Heimen ziemlich dominant zugeht.Was alles verlangt wird ,fragt sie selbst!
    Wohin wurden sie gebracht?Neben mir steht seit langer Zeit eine Sozialwohnung leer!

  • franz

    ahaa
    Für linksgrüne Gutmenschen wie Du, sind natürlich all jene welche gegen die unkontrollierte Massenzuwanderung mit dementsprechenden untragbaren desolaten hygienischen Zuständen wie unter der Brücke, Bahnhofspark ,Via Perathoner oder Verdiplatz ist oder gegen den Hundescheiße auf Gehsteigen ist wird gleich als Nazi und Rassist hingestellt.
    Apropos verdreckte Stadt „Desolate hygienische Lage“
    in Bozen gibt es einen Artikel in der Tageszeitung “alto adige“ vom 13.10.2018
    https://www.tageszeitung.it/2018/03/26/auch-hunde-beissen-zu/#comment-368922

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