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Zeit + Region

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„Geschichte und Region“ und das „Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte“ der Freien Uni  Bozen organisieren ein europäisches Nachwuchssymposium zur Regionalgeschichte.

Der Verein „Geschichte und Region / Storia e regione“ und das „Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte“ der Freien Universität Bozen organisieren nach der erfolgreichen ersten Ausgabe im Jahr 2016 vom 11. bis zum 13. Oktober zum zweiten Mal die „Bozner Gespräche zur Regionalgeschichte“, die sich dieses Jahr dem Thema „Zeit+Region“ widmen. Die internationale Nachwuchstagung will junge und innovative Historikerinnen und Historiker aus ganz Europa zusammenbringen, um über den gegenwärtigen Stand und die Zukunft der Regionalgeschichte zu diskutieren. Ausgangspunkt bildet dabei die simple Frage nach der „Zeit“ der Geschichte.

Die Ausschreibung zur Tagung hat großen Anklang gefunden:

Über 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den verschiedensten europäischen Ländern haben sich mit spannenden Themen aus ihren laufenden Forschungen beworben. Aus diesen wurden letztlich knapp 20 Tagungsteilnehmer und Tagungsteilnehmerinnen ausgewählt, denen nun in Bozen die Möglichkeit der Vernetzung und des Austauschs über ihre Forschungsthemen geboten wird.

Die Besonderheit dieser Veranstaltung betont auch der Vorsitzende des Vereins „Geschichte und Region / Storia e regione“, Florian Huber:

„Der Regionalgeschichte wohnt nicht selten das Image der Nabelschau inne. Umso wichtiger ist es, Möglichkeiten zu schaffen, um jungen Regionalhistorikern und -historikerinnen mit verschiedenen Untersuchungsräumen Austausch und Diskussion zu ermöglichen.“ Auch und insbesondere der Südtiroler Geschichtsschreibung, so fährt Huber fort, kann es nur gut tun, über den eigenen Tellerrand zu blicken und die eigenen regionalbezogenen Forschungen mit den Herangehensweisen zur Geschichtschreibung anderer Regionen zu vergleichen.

In diesem Sinne ist die thematische Bandbreite der Vorträge beachtlich: Studien zur mittelalterlichen Wirtschaft und Gesellschaft in Tirol werden ebenso vorgestellt wie Untersuchungen zur Erinnerung an den italienischen Abessinienkrieg in den 1930er Jahren sowie zu italienischsprachigen Bewohner*innen von Bruneck. Gemeinsam ist den Vorträgen, bei all ihren unterschiedlichen Zugängen, die Reflexion über die Zeit: Wie wird eine Epoche zu einer Epoche, was steht hinter etablierten Persiodisierungen und lassen sich regionalgeschichtliche Ergebnisse ohne Schwierigkeiten an die nationalen, mittlerweile gar globalen Zeitschemata andocken?

Die Tagung ist frei und kostenlos zugänglich. Die Tagungssprachen sind Deutsch, Italienisch und Englisch, eine Simultanübersetzung wird angeboten.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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