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„Arroganz der Macht“

Walter Blaas

Der Freiheiltiche Walter Blaas wirft der SVP Postenschacher vor den Wahlen vor. Wird Alexander Steiner Generaldirektor der Landesverwaltung?

Laut einem Bericht der Wochenzeitschrift ff wurden mit dem Haushaltsgesetzt für 2019 die gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf die Personalordnung des Landes so abgeändert, dass der neu zu bestellende Generaldirektor der Landesverwaltung nicht mehr mittels eines Wettbewerbs ermittelt wird, sondern direkt vom Landeshauptmann selbst ernannt werden kann. Dies veranlasste den freiheitlichen Fraktionssprecher im Regionalrat, Walter Blaas, zu einer Intervention.

„Die Zeitschrift ff weiß zu berichten, dass Alexander Steiner, seinerseits Studienkollege von Landeshauptmann Arno Kompatscher und jetziger Generaldirektor in der Region, bereits fix als neuer Generaldirektor der Landesverwaltung gehandelt wird“, hält der freiheitliche Abgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest. „Zudem konnten Hinweise in Erfahrung gebracht werden, dass die von Alexander Steiner frei werdende Stelle in der Region mit Claudia Anderle nachbesetzt werden soll. Sie ist Personalchefin in der Region und steht scheinbar dem PATT sehr nahe, ist aber nicht im Besitz des nötigen Zweisprachigkeitsnachweises und beherrscht die deutsche Sprache nicht. Dieser Umstand ist gravierend, schließlich befinden sich die für die Sprachminderheiten und Druckkosten zuständigen Ämter in Trient“, kritisiert Blaas.

„Der Schutz der deutschen Sprache wird nach allen Regeln der Kunst ignoriert“, gibt der freiheitliche Abgeordnete zu bedenken. „Nachdem im Trentino die nächsten Landtagswahlen höchstwahrscheinlich von der Lega Nord gewonnen werden, will die SVP-PD Koalition noch unbedingt vor dem Wahltermin diese Rochade über die Bühne bringen“, so Walter Blaas.

„Die Arroganz der Macht und das Postenkarussell werden vor den Wahlen seitens der SVP in gewohnter Manier bedient. Sollten sich die Hinweise auf die geschilderte Vorgehensweise verhärten, so macht dies deutlich, dass jegliche Prinzipien des Wettbewerbs und der Autonomie zugunsten des Macherhalts verstoßen werden“, so Walter Blaas abschließend.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (6)

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  • kurt

    Ich hatte die Ehre den Alexander Steiner als Kunde bedienen zu dürfen und kann sagen er ist ein netter,kollegialer und überaus sympatischer Kerl ,wenn der so einen Posten bekommt dann bin ich einverstanden wenigstens einmal dass dem Landeshauptmann etwas gelingt, sonst geht so ziemlich vieles daneben aus der Sicht eines normal Sterblichen denn für uns hat er wirklich nichts übrig da müsste man schon eine Lobby sein !!!!!.
    Die Diktatorische Art wie der Landeshauptmann so etwas handhabt ist schon seltsam aber bitte sein Vorgänger wird schon abgefärbt haben.
    Dem Alexander kann ich nur viel Erfolg im neuen Job wünschen !!!!.

  • herrbergsteiger

    die SVP war zulange an der Macht. Das macht arrogant und abgehoben.

    Wer in Südtirol als Politiker eine sichere Karriere starten will, muss nur der SVP beitreten, und die ital. Nationalhymne überall mitsingen … dann kann am Ende sogar der Posten eines Landeshauptmann herausschauen …
    LG

  • kira2000

    „Kurt“: Herr Steiner mag ein sympathischer, fähiger Mann sein, aber darum geht es nicht. Es ist immer wieder dieselbe Geschichte – Gut dotierte Stellen werden einfach so vergeben an solche, die einem gerade zu Gesicht stehen oder einen Versorgungsposten brauchen und dann wundert sich die Politik, dass junge Menschen ins Ausland gehen….Jede Reinigungskraft muss für eine Stelle im öffentlichen Dienst einen Wettbewerb machen und den Zweisprachigkeitsnachweis besitzen, ansonsten geht gar nichts, wer aber genug Vitamin B(eziehungen) hat, kann sich einiges leisten!

  • tiroler

    Vergesst die Freiheitlichen. Deren Wähler haben keinen Durchblick.

  • hells_bells

    Blaas bläst warme Luft in die Atmosphäre!

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