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„Nagen am Hungertuch“

Paul Köllensperger

Laut Paul Köllensperger müssten viele ehrenamtliche Vereine in Südtirol Kredite aufnehmen, um die laufenden Tätigkeiten fortzuführen.

Paul Köllensperger fordert eine dringende Lösung des Problems: „Die Vereine mussten teilweise Kredite aufnehmen, um ihre laufenden Tätigkeiten fortzuführen. Das ist ganz und gar inakzeptabel: Das ist weder seriös noch zumutbar.“

Vor fünf Monaten, Anfang Mai, machte der Landtagsabgeordneter Paul Köllensperger (Team Köllensperger) auf die dramatische Situation der ehrenamtlichen Vereine der Provinz aufmerksam, die immer noch darauf warteten, dass die Provinz Bozen den Restbetrag für die Beiträge für die 2017 durchgeführten Aktivitäten und die Anzahlung von 50% der für 2018 fälligen Landesmittel bezahlte. Diese Anzahlungen wurden den Südtiroler Non-Profit-Organisationen normalerweise innerhalb März zugewiesen, nachdem sie bis Ende Januar, wie durch das Gesetz Nr. 7 von 2001 festgelegt, ihre Anträge gestellt hatten.

Was ist passiert?

Die zuständige Abteilung von Martha Stocker hat eine „Vereinfachung“ der Verfahren für die Auszahlung der Mittel vorgenommen, hat dabei aber die Arbeit und den Zeitplan im Amt für Gesundheitsordnung völlig unterschätzt. Nachdem die „Büchse der Pandora“ einmal geöffnet war und die Situation von den lokalen Medien aufgegriffen worden war, hatte Palais Widmann sich mit einer ostentativen Reuegeste beeilt, zu versichern, dass die Freigabe der betreffenden Gelder „unmittelbar bevorstehe“.

„Wir haben keine Vorstellung davon, welche Prioritäten diese Regierung hat, wenn eine verzweifelte und chronische Situation, die durch unannehmbare Verzögerungen, die schon vor fünf Monaten öffentlich diskutiert wurden, noch immer nicht gelöst ist“, erklärt Köllensperger.

„Einige der betroffenen Verbände berichten nun, nicht gerade voller Vertrauen, dass sie in den letzten Tagen eine E-Mail von der Provinz erhalten hätten, in der es heißt, dass die Freigabe der Ressourcen unmittelbar bevorstehe. Wie vor fünf Monaten. Wir hoffen aufrichtig, dass es nicht wiederum ein Fehlalarm ist. Allerdings erscheint der Zeitpunkt für die Lösung des Problems eher verdächtig, nämlich als typische Propagandaaktion vor den Landtagswahlen. Wir möchten nicht so weit gehen, anzunehmen, dass die Zahlungen so lange hinausgezögert wurden, um nun einen Überraschungseffekt zu inszenieren.“

Die Folgen dieser Gleichgültigkeit der Politik seien dramatisch. „Es ist Oktober und bis heute ist, abgesehen von den Versprechungen, das Problem immer noch offen“, führt der Kandidat für die Landtagswahlen Paul Köllensperger aus. „Die ehrenamtlichen Vereine stehen mit dem Rücken zur Wand und mussten Schulden machen, die mit Kosten, Eigenverantwortung und einem nicht vorhergesehenen organisatorischen Aufwand, somit mit erheblicher Zeit- und Geldverschwendung verbunden sind.“

Das ist eine inakzeptable Situation, erklärt der Landtagsabgeordnete.

„Das ist unseriös und unzumutbar für einen lebenswichtigen Teil unserer Gesellschaft und für die Bürger, auf die die Schwierigkeiten und Ineffizienzen aufgrund der Erschöpfung der Ressourcen zurückfallen, die seit 10 Monaten überfällig sind. Niemand bezweifelt, dass die Provinz zahlen wird. Aber wann? Wird das Wahlklima in der Lage sein, die im Treibsand der politischen Immobilität stecken gebliebenen Absichten in Bewegung zu setzen? Ist das das Modell einer „schlanken“ Verwaltung, die Landesregierung dem Territorium vorzuschlagen gedenkt? Wir fordern nachdrücklich, dass diese Mittel unverzüglich ausgezahlt werden und dass dringend eine Lösung für dieses inakzeptable Problem in Südtirol gefunden wird.“

 

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