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Heiliger Sonntag

Mit den Öffnungszeiten der Geschäfte hat sich die Regionenkonferenz befasst. Südtirol ist für eine Sonntagsschließung und strebt die autonome Zuständigkeit an.

Mit dem „Gesetzesvorschlag zur Regelung der Öffnungszeiten von Handelsbetrieben“ hat sich am Donnerstag die Konferenz der Regionen und der Autonomen Provinzen in Rom befasst.

An der Sitzung der Regionenkonferenz hat auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher teilgenommen.

Das Ergebnis wird nun dem in der Abgeordnetenkammer für Produktionstätigkeiten (attività produttive) zuständigen Ausschuss übermittelt, der den Gesetzentwurf vor der Debatte im Plenum prüft. Dass eine politische Diskussion über die Öffnungszeiten der Geschäfte auf gesamtstaatlicher Ebene eröffnet worden ist, wird von Südtiroler Seite begrüßt, „wenngleich unsere Vorstellungen und Vorschläge weiter reichen, als das, was heute zur Diskussion stand“, sagte nach der Sitzung Südtirols Landeshauptmann.

Das Land Südtirol möchte bekanntlich die Öffnungszeiten im Handel regeln, um den Kaufleuten, den Verkäuferinnen und Verkäufern arbeitsfreie Sonn- und Feiertagen zu garantieren und Familien eine gemeinsame Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Eine ausgewogene Regelung komme den Familien zugute und mache es möglich, ehrenamtlichen Tätigkeiten nachzugehen und Traditionen zu leben und zu pflegen, argumentierte Südtirol Landeshauptmann.

„Es geht nicht zuletzt darum, die Nahversorgung zu sichern und die kleinen Geschäfte am Land zu erhalten“, betonte der Landeshauptmann. Diese seien durch uneingeschränkte Öffnungszeiten gefährdet.

Die Nahversorgung trage dazu bei, den ländlichen Raum attraktiv zu halten. Daher sprach sich Südtirols Landeshauptmann für eine grundsätzliche Schließung der Handelsbetriebe an Sonn- und Feiertagen mit einer Ausnahmeregelung für einzelne Tage im Jahr sowie für touristische oder besonders entlegene Ortschaften aus. Zudem drängte Arno Kompatscher auf eine autonome Zuständigkeit: „Unter den Regionen gibt es unterschiedliche Standpunkte, umso mehr ist für uns klar, dass wir die Handelstätigkeit so weit als möglich selbständig regeln wollen.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (5)

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  • thefirestarter

    „Zudem drängte Arno Kompatscher auf eine autonome Zuständigkeit:“

    Zum Glück haben wir die weltbeste Autonomie.
    Die Wahrheit ist wir haben nicht einmal das Recht auf deutsche Etiketten bei den Lebensmitteln sondern es muss die italienische Beschreibung sein und die deutsche kann sein. Man beachte das muss und das kann.

    Danke LB, danke SVP!

  • silverdarkline

    So so…wollen die Verkäufer- und Verkäuferinnen eigentlich den freien Sonntag? Hat die mal jemand gefragt? Wollen besagte Personen sich ehrenamtlich einbringen und/oder Traditionen leben? Hat die mal jemand gefragt?
    Was ist, wenn ich mal an einem Sonntag einkaufen möchte? Kann ich dann im kleinen Dorfgeschäft einkaufen? Da man ja die Nahversorgung sichern möchte. Wenn ich am Sonntag nichts mehr zum Essen habe, wo ist dann die Nahversorgung garantiert wenn alle geschlossen haben??
    Ein bisschen Ironie ist in meinem Kommentar wohl vorhanden, entschieden wird aber immer über die Köpfe der Betroffenen hinweg.

  • drago

    Wie wäre es, ein Sonntagsredeverbot für Politiker einzuführen? Sie könnten sich dann auch ihren Familien widmen. Oder ganz radikal: überhaupt ein Redeverbot für Politiker. Super wäre eigentlich auch ein Wahrheitsserum, das unsägliche Schmerzen verursacht, wenn man eine Lüge sagt; wobei das Serum jedem gewählten Politiker und auch Kandidaten gespritzt werden müsste. Naja, man darf ja wohl noch träumen. 🙂

  • hells_bells

    Unsere hochgelobte Autonomie scheitert bereits an den zweisprachigen Beipackzettel bei Medikamenten, soviel zu unserer „Vollautomnomie“
    Übrigens möchte ich sehen wer den Podini’s die Sonntagsschliessung des Twenthy vorschreibt!

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