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Die Forderungen der Großen

Federico Giudiceandrea

Der Unternehmerverband fordert vom nächsten Landtag unter anderem mehr abgeschaffte als neue Gesetze, eine englische Schule und die Senkung der GIS.

(hsc) Südtirol soll zu einem „noch besseren Ort zu leben, zu arbeiten und zu investieren“ werden. Das fordert der Unternehmerverband Südtirol, dem die großen Betriebe des Landes angeschlossen sind, in seinem zwölfseitigen Positionspapier für die nächste Legislaturperiode, wobei der Titel nicht deutsch-, sondern englischsprachig ist: „Making South Tyrol an even better place to live, work and invest“.

Am Dienstag wurde das Positionspapier von Präsident Federico Giudiceandrea und Direktor Josef Negri vorgestellt. Südtirol habe vier Stärken, auf die in den nächsten Jahren vermehrt gesetzt werden müsse: die Rolle in Europa, die Autonomie, die Jugend und die Industrie.

Zur Rolle in Europa fordert der Unternehmerverband unter anderem Investitionen in Infrastrukturen. Anstelle von Verboten solle man auf nachhaltige Mobilität und technologische Innovation setzen. Weiters wollen die Unternehmen Unterstützung in der „Eroberung neuer Märkte“.

In Sachen Autonomie fordern Giudiceandrea und Co. eine Erhöhung der Investitionen von 20 auf 30 Prozent des Landeshaushaltes. Daneben sollen jährlich mehr Gesetze abgeschafft als eingeführt werden. Und Südtirol soll mithilfe von Privaten zu einer „Smart-Region“ werden.

Für die Jugend fordert der Verband mehr Mehrsprachigkeit im Bildungssystem – unter anderem eine „English School“. Weiters eine Fakultät für Ingenieurwesen und Automation an der Uni Bozen und neue Wohnungen für den Mietmarkt.

Und für die Industrie: Senkung der GIS von 0,56 auf 0,2 Prozent, „gezielte Headquarter-Politik“ im Bereich Innovation sowie Wettbewerbsfähigkeit und effiziente Grund- und Bodennutzung in den Gewerbezonen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • rota

    Making South Tyrol an even better place to live, work and invest. Das ist der Grundgedanke von Unternehmern, sie wollen mit Arbeitern reich werden.

    Dürfen Arbeiter dabei auch ein bisschen mitreden? Vielleicht geht’s auch auf Deutsch?

    • drago

      Sorry, aber wenn man so um sich schaut, dann geht scheinbar nichts mehr auf Deutsch. Die einzige Sprache, die die Wirtschaft (und nicht nur) nur mehr kennt, ist Denglisch. Einen Leiter der Personalabteilung oder Personalchef gibt es längst nicht mehr, das ist der Head of Human Resources, der beauftragte Vewalter ist der CEO usw.
      Und wir wollen die deutsche Sprache verteidigen und sprechen sie schon längst nicht mehr. Die ganze private Kommunikation läuft im Dialekt ab (gespickt mit Denglisch), sogar sms und emails werden im Dialekt geschrieben (hat natürlich den großen Vorteil, dass man dabei keine Rechtschreibfehler machen kann, da jede Schreibweise richtig ist), sobald man auf Deutsch reden oder schreiben soll wird’s arg.
      Aber was soll’s, die Sprache entwickelt sich weiter und alles wird gut. 🙁

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