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„Was habe ich gemacht?“

Am 19. November beginnt am Landesgericht der Schwurgerichtsprozess im Mordfall Kurt Huber. Eine Vorschau.

Die Angeklagte bestreitet nach wie vor, ihren Ehemann Kurt Huber erstochen zu haben.

Dzenana Mangafic, 58, sitzt aber weiterhin in U-Haft und erfuhr gestern den Termin für den gegen ihn angestrengten Schwurgerichtsprozess: Am 19. November findet die erste Verhandlung statt, am Tag darauf soll die zweite folgen.

Gestern wurden am Landesgericht die Geschworenen für diesen Prozess zum Vorwurf der vorsätzlichen Tötung, erschwert durch niedrige Beweggründe und die verminderte Abwehrfähigkeit de Opfers, vereidigt. Den Vorsitz des Schwurgerichts wird Strafsektions-Präsident Carlo Busato führen, Beisitzer ist Richter Stefan Tappeiner.

Kurt Huber, ein ehemaliger Gastwirt aus St. Vigil in Enneberg, wurde am 4. Dezember 2016 in einer Gemeindewohnung in Niederrasen erstochen aufgefunden. Seine Ehefrau, die ihn zeitweise dort pflegte, wurde fünf Monate später unter dringendem Tatverdacht verhaftet. U.a. weil sie nach der Bluttat dabei gefilmt worden war, wie sie das Zustechen mit einem Messer nachahmte. Es gibt auch ein Tondokument, in dem die Tatverdächtige sagt: „Was habe ich gemacht…ich bringe mich ebenfalls um…va fan’culo tutto“.

Im Rahmen eines Beweissicherungsverfahrens war festgestellt worden, dass Dzenana Mangafic, die aus Bosnien stammt, zum Tatzeitpunkt voll zurechnungsfähig war.

 

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