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Born to Kill

Nora Pider: : Sie sind Frauen und sie tragen Waffen

Am 5. und 6. Oktober ist „Born to Kill“ des KünstlerInnenkollektivs VonPiderZuHeiss in der Dekadenz in Brixen zu sehen. In der Auseinandersetzung mit Schusswaffen stellt das Performancestück Fragen über Geschlecht und Macht.

 Nora Pider referiert: über Kali, Pachet und Anat, über Hippolyte, Penthesileia und Artemis, über Buffy und Wonder Woman. Sie alle haben zwei Dinge gemeinsam: sie sind Frauen und sie tragen Waffen. Auch Nora Pider besitzt Waffen. Sie hat die Gewehre von ihrem Vater geerbt. Nachdem sie ein paar Jahre unbenutzt geblieben sind, hat Nora Pider in den letzten Monaten gelernt sie zu benutzen. Dabei hat sie sich Fragen gestellt: was bedeutet es eine Waffe zu tragen? Was macht das mit meinem Körper? Welche Erzählungen werden mit schießenden Frauen verbunden? Kann ich das? Darf ich das? Aus der Erfahrung Schießen zu Lernen und in der Auseinandersetzung mit bekannten Waffenträgerinnen aus Film, Literatur und Mythologie ist ein eindringlicher Monolog über Intimität, Identität, Gewalt und schlussendlich der Frage nach der eigenen Handlungsmacht entstanden.

Im Kollektiv entwickeln Julian Angerer, Anna Heiss, Martin Fritz, Ali Paloma und Nora Pider „Born to Kill“. Julian Angerer studiert Computermusik an der ELAK in Wien. Er vertont Theater und Film und ist in letzter Zeit durch das international Erfolgreiche Pop-Duo Anger ins öffentliche Auge gerückt. Die andere Hälfte von Anger ist Nora Pider. Sie ist Performerin und freie Schauspielerin für Theater und Film. Sie studiert Gender-Studies in Wien und vereint feministische Theorie und Performance. Anna Heiss ist die künstlerische Leiterin des Brixner Stadttheaters Dekadenz. Seit 2009 arbeitet sie mit Julian Angerer und Nora Pider und Julian Angerer an Bühnenprojekten. Zum ersten Mal arbeiten die Drei mit Martin Fritz zusammen. Er ist Literaturwissenschafter und Autor und organisiert und moderiert verschiedene Lesebühnen. Das Bühnenbild gestaltete Ali Paloma. In ihrer Arbeit setzt sie sich auf sehr persönliche Weise mit Traditionen feministischer Kunst auseinander.

„Born to Kill“ entsteht im Rahmen von „Vorbrenner“, jener durch Land Tirol und Stadt Innsbruck geförderten Veranstaltungsreihe, die jährlich im BRUX (ehem. Freies Theater Innsbruck) stattfindet. Vorbrenner stellt das Entwickeln, das Forschen und das Ver-Suchen über die Sparten- und Genregrenzen hinweg in den Vordergrund stellt. Kunst und Wissenschaft finden hier Platz für neue Wege der Vermittlung.

„Born to Kill“ hat am 04. Oktober im BRUX Premiere, am 5. und 6. Oktober ist „Born to Kill“ in der Brixner Dekadenz zu sehen.

www.dekadenz.it

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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