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Haftbefehl aufgehoben

Lorys Daniel Caciula, der am 11. August wegen Mordes an seiner Tante Nicoleta verhafte wurde, ist seit gestern wieder wieder auf freiem Fuß. Das Freiheitsgericht sieht offenbar Begründungsmängel im Haftbefehl.  

von Thomas Vikoler

Der Mann, der eigentlich einen Mord gestanden hat, befindet sich an einem „sicheren Ort“, wie sein Anwalt Andreas Stacul mitteilt. Loris Daniel Caciula, 22, sitzt seit gestern früh nicht mehr im Bozner Gefängnis, sondern ist auf freiem Fuß gesetzt worden.

Das Ergebnis einer unerwarteten Entscheidung des Bozner Freiheitsgerichts unter dem Vorsitz von Maria Christina Erlicher.

Der Mordfall Nicoleta Caciula beschäftigt die Südtiroler Öffentlichkeit seit Monaten: Die gebürtige Rumänin, die bei einer Firma in Olang arbeitete, war am 17. Juli dieses Jahres nach einem Brand in ihrer Brunecker Wohnung tot aufgefunden worden. Die Autopsie ergab, dass die Frau stranguliert worden ist. Daraufhin nahm die Staatsanwaltschaft Bozen Ermittlungen wegen Mordes auf – die von Anfang an aufgekommene Selbstmordhypothese bleib aber aufrecht.

Am 11. August folgte die Wende in diesem Mordfall: Die Carabinieri nahmen Loris Daniel Caciula, den Neffen der Verstorbenen, wegen dringenden Mordverdachts fest. In der Brunecker Carabinieri-Kaserne gestand der 22-jährige Security-Mann den Mord und nannte dabei ein überraschendes Motiv: Seine Tante habe ihn, bereits seit seiner Kindheit, sexuell misshandelt.

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