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Gute Auftragslage 

Die insolvente Solland Silicon und die prosperierende  Memc haben miteinander nichts zu tun. Darauf verweist die Unternehmensführung in Sinich und lädt am 29. September zu einem Tag der Offenen Türen.

von Karin Gamper

Die teils verwobene Unternehmensgeschichte, der gemeinschaftliche Standort in Sinich, wechselnde Firmennamen und -eigentümer haben dazu geführt, dass in den Köpfen vieler Bürger Solland Silicon und Memc zu einem einzigen Betrieb zusammengewachsen sind.

„Dieser Eindruck trügt“, betonten am Mittwoch Memc-Italia-Präsident Mauro Pedrotti und Memc-Personalchef Mauro Bertolini bei einem Pressegespräch.

Ihr Ziel: Licht in das entstandene Durcheinander bringen. Die beiden Führungskräfte unterstreichen: die insolvente Solland Silicon und das benachbarte Unternehmen Memc AG haben miteinander nichts zu tun. Der einzige Kontaktpunkt bestehe darin, dass Memc auf Anweisung des Landes die Entleerung von Solland Silicon koordiniert. Diese wird bis spätestens Oktober abgeschlossen sein. Was dann mit Solland Silicon und ihren 100 Mitarbeitern geschieht, hängt vom weiteren Verlauf des Konkursverfahrens ab. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass der Betrieb noch einmal aufgenommen wird. Der Fotovoltaik-Markt, in dem Solland Silicon operierte, ist 2014 komplett eingebrochen.

Weitaus rosiger schaut es für Memc aus: das 1989 gegründete Werk wurde 2016 von dem taiwanesischen Konzern Global Wafers übernommen. Global Wafers unterhält weltweit 16 Niederlassungen, zwei davon in Italien mit Hauptsitz in Novara (750 Mitarbeiter) und Nebenwerk in Sinich (242 Mitarbeiter). 

Das Meraner Werk verzeichnet volle Auftragsbücher. Produziert wird reinstes monokristallines Silizium für den Elektromarkt. Die so genannten Wafers, die das Meraner Werk verlassen, werden in Novara und Malaysia weiter verarbeitet. Das Material kommt in der Herstellung von Handys, PC‘s, in der Industrie und im Bereich der Hybrid- und Elektroautos zum Einsatz. Da vor allem dieser Markt boomt, sind die Wachstumsprognosen positiv. Zu den größten Abnehmern gehören ST Electronics,  Infineon, NXP.

Pedrotti und Bertolini schlossen gestern dennoch aus, dass Memc die Mitarbeiter von Solland Silicon  in großer Anzahl übernehmen wird.  

Um das Werk in der Reichstraße Nr. 55 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, organisiert Memc am 29. September von 10-16 Uhr einen Tag der Offenen Tür mit Betriebsführungen.

Vormerkungen sind bis 14. September möglich unter Tel. 345 4932945 oder [email protected]. 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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