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Der „Scout Speed“

Die Stadtpolizei Bozen nutzt ein digitales Lesegerät, mit dem sie Fahrzeuge ohne Versicherungsschutz und fehlender Hauptuntersuchung während der Fahrt erkennen kann.

von Simon Riegler

Seit April diesen Jahres ist ein Streifenwagen der Bozner Stadtpolizei mit einer digitalen Kamera, einem sogenannten „Scout Speed“, ausgestattet, die bei Fahrzeugen automatisch das Kennzeichen mit der Versicherungsdatenbank und der technischen Überwachungsstelle abgleicht.

Das Gerät im Streifenwagen erkennt während der Fahrt, ob die Fahrzeuge, die sich gerade im Blickfeld befinden, versichert und technisch überprüft sind. Dabei erfahren die Beamten, ob die Fahrzeughalter fristgerecht den Versicherungsschutz erneuert und die Hauptuntersuchung durchführen haben lassen.

Das neue digitale Kontrollsystem hat dabei Zugriff auf eine zentrale Datenbankund erkennt Fahrzeuge ohne Versicherungsschutz sowie fehlender technischer Überprüfung in Echtzeit.
 Dadurch ist es für die Stadtpolizei sofort möglich, diese Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen.

Der Bozner Bürgermeisterhatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass das Engagement rund um die Straßensicherheit verstärkt wird und umgehend Maßnahmen getroffen werden.
„Fahrzeuge mit Versicherung und abgeschlossener Hauptuntersuchung sind für einen sicheren Straßenverkehr essentiell“, betont Bürgermeister Renzo Caramaschi.

Seit Einführung des neuen digitalen Gerätes konnten bereits einige Erfolge verbucht werden. Bis Ende August wurden 66 Fahrzeuge ohne abgeschlossener Versicherungund rund 760 Fahrzeuge mit abgelaufener Frist für die periodische Hauptuntersuchungaus dem Straßenverkehr gezogen.

Insgesamt konnte seit Jahresbeginn bis Ende August bei 497 Fahrzeugen ein fehlender Versicherungsschutz festgestellt werden. Im Jahr 2017 waren es nur 364 Fahrzeuge – ganze 25 Prozent weniger als in diesem Jahr.

Deutlich mehr Verkehrsteilnehmer haben hingegen den Termin für die periodische Hauptuntersuchung des eigenen Fahrzeuges verstreichen lassen. Seit Jahresbeginn bis Ende August konnten insgesamt 2.064 Fahrzeughalter aus dem Verkehr gezogen werden, die die Untersuchung versäumt haben. Im gesamten Jahr 2017 konnte man hingegen „nur“ 1.552 Sünder aus dem Verkehr ziehen.

Die Strafe für die fehlende beziehungsweise verfallene technische Überprüfung liegt bei 169 Euro – 118 Euro wenn die Strafe innerhalb von fünf Tagen auf das Konto der Stadtpolizei Bozen eingeht. Die Fahrzeuge, die aus dem Verkehr gezogen werden, dürfen am Straßenverkehr nicht mehr teilnehmen. Nur an einem festgelegten Termin darf man das Fahrzeug zu der Hauptuntersuchung fahren.

Wenn die Versicherung des Fahrzeuges seit weniger als 30 Tagen verfallen ist, fällt eine Strafe von 212 Euro an. Sollte der Fälligkeitstermin jedoch länger als 30 Tage zurückliegen, dann beträgt die Strafe satte 800 Euro.

 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • andreas

    3 – 4 Kameras an den Stadteingängen, 2 auf der Mebo und das Problem wäre in dieser Zone gelöst.
    Unabhängig davon, dass ein Datenabgleich auch jetzt schon möglich wäre und die Nutzer darauf hingewiesen werden könnten. Ist natürlich weniger lukrativ.

  • wisoiundnetderfranz

    Zitat: „Die Stadtpolizei Bozen nutzt ein digitales Lesegerät, mit dem sie Fahrzeuge ohne Versicherungsschutz und fehlender Hauptuntersuchung während der Fahrt erkennen kann.“

    „…ohne fehlender Hauptuntersuchung…“ – ist das wirklich sinnvoll?
    …und ist da nicht ein „r“ zuviel?

  • yannis

    Funktioniert dies dann auch bei den zahllosen Karren mit Osteuropäischer Kenntafel, oder zumindest bei den Leasing KFZ aus DE derer sich allerlei Einheimische „Steuer und Versicherungs-Vermeider“ bedienen ?

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