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Ein Problem weniger

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Nach dem Durchbruch in den zähen Verhandlungen: Südtiroler Jungärzte „dürfen“ nach dem Studium in Österreich wieder zurückkehren und hier die Facharztausbildung absolvieren.

von Heinrich Schwarz

Südtirol ist im Kampf gegen den Ärztemangel einen nicht unbedeutenden Schritt weitergekommen. Fünf Jahre nachdem die Facharztausbildung in Südtirol nach dem österreichischen Modell aus rechtlichen Gründen nicht mehr von Italien anerkannt wurde, konnte jetzt auf der Achse Rom-Bozen-Wien eine Einigung für den Neustart erzielt werden. Die heiklen Verhandlungen, die sich aufgrund der unterschiedlichen Forderungen von Italien und Österreich immer wieder hinauszögerten, sind zu Ende. Entsprechend groß ist die Erleichterung bei Sanitätslandesrätin Martha Stocker, die sich mit viel Fingerspitzengefühl um eine Annäherung bemühte.

Gestern besiegelten das Land Südtirol, der Sanitätsbetrieb sowie die Ärztekammern von Österreich, Tirol und Südtirol im Bozner Krankenhaus die Wiederaufnahme der Facharztausbildung nach österreichischem Modell.

Was bedeutet das nun?

Die Südtiroler, die in Österreich Medizin studierten oder studieren, können wieder in den lokalen Krankenhäusern ihre Facharztausbildung absolvieren. Fünf Jahre lang stand nur das Ausland offen, weshalb viele Jungärzte ihren Lebensmittelpunkt dorthin verlegten. Dutzende Ärzte gingen dem Südtiroler Gesundheitssystem dadurch verloren.

Ab Herbst ist die Facharztausbildung in den Bereichen Innere Medizin, Orthopädie/Traumatologie und Chirurgie wieder möglich. Nach letzten Vorbereitungen sollen danach die restlichen Fachbereiche folgen. Insgesamt sind inzwischen 80 der 107 Abteilungen in Südtirols Spitälern durch Italien als Ausbildungsstätten akkreditiert.

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