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Das aufregende Wunder

Nervt Schiebel? Nerven die Malser? Nervt Veith? Oder tun sie einfach das Richtige? „Das Wunder von Mals“ gibt Einblick.

von Renate Mumelter

Die Aufregung war groß, als die Malser 2014 mit einer Volksabstimmung ein Pestizidverbot für ihre Gemeinde einführen wollten. Da wurde Vertrautes in Frage gestellt, und das nicht nur im Obervinschgau. Plötzlich stand die Denkmöglichkeit im Raum, dass konventionelle Landwirtschaft mehr Schaden verursachen könnte als Nutzen. Plötzlich sah es ganz so aus, als ob unveränderbar Geglaubtes anders gemacht werden könnte. 

Alexander Schiebels Dokumentarfilm „Das Wunder von Mals“ lässt die Malserinnen und Malser zu Wort kommen und erlaubt es Außenstehenden, nachzuvollziehen, warum es zur Volksabstimmung gekommen ist und was danach geschah. Ab Montag tourt der Film durch ganz Südtirol, und das tut der Meinungsbildung gut. 

Im Film erzählen die Malser Frauen davon, wie schwer es sein kann, selbst etwas zu tun, sich für Veränderung einzusetzen, über den eigenen Schatten zu springen. Sie zeigen aber auch, wie gut es tun kann, sich zu engagieren. Dass dann nicht immer alles gleich so ausgeht wie erhofft, steht auf einem anderen Blatt. Die Malser Verordnung hat unter Rekursen zu leiden. „Das Wunder von Mals“ steht auf der Seite der Malserinnen und Malser und ist bis auf die überflüssigen Anleihen bei Asterix einen Kinobesuch wert. Mit dabei die MalserInnen und der Regisseur.

„Das Wunder von Mals“, (AT 2017), 98 Min., Regie: Alexander Schiebel.  Brixen (MO), Bozen (DI), Schlanders (MI), Meran (DO), Sterzing (FR) mit Schiebel und den MalserInnen und dann bis 12/9 in Bozen

Was es sonst noch gibt: „303“, „Mary Shelley“, „Don’t Worry“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • meinemeinung

    fr. Mumelter ,Sie schreiben „Das Wunder von Mals steht auf der Seite Malser und Malserinnen ,wenn man die Geschichte (wie bei Asterix) gut kennt ,weis man dass nicht alle Malser und Malserinnen viel von Schiebel Film halten ,mit Übertreibungen und Lügen kann man sicher einige nicht wissende bei der Meinungsbildung beeinflussen .
    Wer Mals kennt ,weis dass in Mals noch recht wenig Obstkulturen stehen .

  • gurguk

    Diese Bürgerinnen sind auf dem richtigen Weg: hinterfragen, Farbe bekennen, zusammenhalten und sich dem schier übermächtigen Gegner stellen. Sie machen uns allen einen großen Dienst. Die nächsten Jahre werden es zeigen. Bauernbund und Beratungsring mangelt es an Weitblick, auch unternehmerischem.
    DANKE + WEITER SO!

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