Du befindest dich hier: Home » News » Kommt die Umweltmaut?

Kommt die Umweltmaut?

Transittreffen in Franzensfeste: Südtirol und Tirol wollen künftig Maßnahmen für weniger Verkehr am Brennerkorridor gemeinsam auf den Weg bringen. 

Während der Bau des Brenner Basistunnels zügig voranschreitet, nimmt das Verkehrsvolumen am Brennerkorridor weiter zu. Die Belastungsgrenze für Menschen, Umwelt und Infrastruktur sei überschritten, waren sich die Bürgermeister und Landeshauptleute auf der Süd- und Nordtiroler Seite des Brenners am Freitag bei einem Treffen in Franzensfeste einig. Nun wollen sie ihre Kräfte bündeln und gemeinsam Maßnahmen treffen, diesbezüglich bei den zuständigen Stellen in Wien, Rom und Brüssel Druck machen und peilen ein abgestimmtes Verkehrsmanagement für die Strecke Kufstein-Bozen und darüber hinaus an.

Als wichtigste Ziele nannten sie die Verringerung des Umweg-Verkehrs, die Verlagerung von mehr Verkehr auf die Schiene durch entsprechende Förderungen und mehr Verladebahnhöfe. Auf Südtiroler Seite wird eine Erhöhung der Maut und die Einführung einer Umweltmaut anvisiert, um die so gewonnen Gelder in nachhaltige Mobilitätslösungen auf der Brennerstrecke zu investieren bzw. den Ausbau des Verkehrs auf der Schiene zu fördern. Eine weitere Forderung war die Abschaffung des billigen Diesels vor allem für den Transitgüterverkehr. Auf Südtiroler Seite sind auch Maßnahmen vorgesehen, damit sich der Güterverkehr nicht auf die Staatsstraße verlagert.

Neben dem Bau des Brenner Basistunnels, für dessen Zulaufstrecke Waidbruck-Franzensfeste die Arbeiten im kommenden Jahr ausgeschrieben werden ist laut Landeshauptmann vor allem auch das bevorstehende Erlangen der Autobahnkonzession ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung. Die Betreiber der Brennerautobahn könnten somit in Zukunft alle Mobilitätsmaßnahmen auf dem Brennerkorridor in Südtirol abstimmen und die Erlöse aus der Maut in langfristige nachhaltige Mobilitätslösungen und vor allem den Ausbau des Verkehrs auf der Bahn investieren.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (3)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • einereiner

    Strom-Oberleitungen auf der rechten Spur zwischen Kufstein und Salurn aufstellen und das Umweltproblem ist in 3 Jahren gelöst.
    Strom-LKWs sind schon serienreif und in 3 Jahren hätten 80% der Fuhrunternehmen umgestellt.

    • andreas

      Nur weil du deine Meinung 10x wiederholst, wird sie nicht richtiger.
      Und wenn die Oberleitungen fertig sind, sollen sie schieben?
      Elektro LKWs sind ineffizient, da die dafür notwendigen Akkus zu schwer sind und damit das Ladegewicht sinkt.
      Auch würde niemand außer du auf die Idee kommen, die Landschaft mit Oberleitungen nur für LKWs zu verschandeln, wenn dann Induktionsstreifen, welche auch von PKWs genutzt werden können.

      Kein Unternehmen stellt nebenbei den Fuhrpark innerhalb von 3 Jahren um, außer vielleicht, wenn er nur 3 LKWs hat.
      Die Großen wie Dachser, DHL oder Fercam brauchen mindestens den Lebenszyklus eines LKWs und der Gebrauchtmarkt würde zusammenbrechen, was eine enorme Kapitalvernichtung wäre.

  • huwe

    Ob feste Treibstoffe, Strom, Wasserstoff oder sonst welche Mittel, Fraft braucht Enegie, und irgendwo stinkt die immer

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen