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Die Wünsche der Wirtschaft

Der Südtiroler Wirtschaftsring hat klare Vorstellungen wie sich Südtirol in den nächsten fünf Jahren entwickeln soll. Am Mittwoch wurde das Positionspapier mit den Anliegen der Wirtschaft an die Politik im Rahmen des „Wirtschaftsfrühstück“ offiziell vorgestellt. 

Bei den rund 100 Vorschlägen der Wirtschaft geht es darum: die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, Unternehmen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, einen ausgewogenen Landeshaushalt sicherzustellen, die Erreichbarkeit zu garantieren und Südtirol zu vernetzen, in Jugend und Bildung zu investieren, die Arbeit der Zukunft zu gestalten, Südtirol als Plattform des Austauschs im Herzen Europas zu stärken, eine ausgewogene Entwicklung zwischen Stadt und Land zu ermöglichen, das friedliche Zusammenleben zu fördern und mit Blick in die Zukunft auf die Chancen aufzubauen.

Gutes bewahren und Neues wagen

Präsident Leo Tiefenthaler und Vize-Präsident Giorgio Bergamo betonten bei der Vorstellung des Positionspapiers, dass Südtirols Politik bei vielen Entscheidungen Mut bewiesen hat. Im steten Austausch hat man gemeinsam nach Lösungen gesucht und diese beherzt umgesetzt. „Im Hinblick auf die nächsten fünf Jahre gilt es diesen Weg weiterzugehen, Gutes zu bewahren und gleichzeitig mutig zu sein, auch Neues zu wagen“, so Tiefenthaler.

Auch Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat Arno Kompatscher stellte in seinem Grußwort das Gemeinsame in den Mittelpunkt. „Es war mir immer ein Anliegen Politik gemeinsam zu gestalten. Damit ist es uns auch gelungen die Wirtschaftskrise, in der Südtirol zu Beginn der Legislaturperiode steckte, zu überwinden. Nun geht es darum, auf die wirtschaftlich guten Perspektiven aufzubauen und unser Land weiterzuentwickeln“, so Kompatscher.

Austausch mit den Kandidaten der Wirtschaft aller Parteien

Beim „meet&greet“ im Anschluss stand dann der Austausch im Mittelpunkt. Die Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen Wirtschaftssektoren hatten dabei die Möglichkeit die Kandidaten der Wirtschaft für die Landtagswahlen aller Parteien kennenzulernen und sich auszutauschen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (18)

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  • rota

    Die Wirtschaft macht rund 100 Vorschläge und investiert in Jugend, Bildung und Arbeit. Schön, aber wie wäre es mit einer Partnerschaft welche die Arbeitnehmer voll mit einbeziehen würde?
    Vor fünf Jahren wollte Arno Kompatscher der LH aller Südtiroler sein. Und was war wirklich, ach ja er sagt wir haben Vollbeschäftigung und bleiben Beitragsempfänger (moderne Sklavenhaltung) um halbwegs über die Runden zu kommen. Rentensicherheit, ach da ist Rom zuständig, außer man ist in der Politik.
    Ich sehe eine klare Notwendigkeit der Lohnempfänger ihre Landtagskandidaten zu nennen und gemeinsame Ziele zu definieren, parteiübergreifend !!!
    Arbeitnehmer sollen nicht von der Wirtschaft empfohlene Kandidaten unterstützen!
    Wir Arbeiternbrauchen keine Genosse der Bosse!

    • latemarbz

      Ich hoffe, ich habe dich richtig verstanden und formuliere einen Vorschlag: Die Arbeitnehmer-, Rentner- und Senioren-Organisationen schließen sich auch zu einem „Ring“ zusammen (wie könnte er heißen?) und laden den Landeshauptmann zu einem Lohnempfänger und Rentner-Frühstück. Dort präsentieren sie ihm und den Medien die Vorschläge, die Kompatscher in der nächsten Legislatur umzusetzen hätte! Er sollte die Agenden Sanität, Soziales Arbeit und Renten übernehmen und mit gleichviel Energie, wie jetzt für die Wirtschaft, alles zum Besten umsetzen. Und wir werden ihn schon auf die Finger schauen und im Falle auch Druck machen. Wie wäre so etwas?

      • rota

        @latemarbz
        Der erste Teil deiner Ausführungen ist nach meinem Geschmack. Allerdings sollten diese Treffen 2 mal im Jahr eher ohne politische Vertretungen oder ideologische Ausrichtung ablaufen.

        Es sollte nur eine abschließende Pressemitteilung mit den besprochenen Themen und Wünschen verfasst werden.

        Die Tatsache, dass die Lohn- und Rentenempfänger der Hauptanteil der Wählerschaft sind, sollte bei gebündeltem Wahlverhalten die Gewichtung der Arbeitnehmer im Landtag zur Wirtschaft besrimmender beeinflussen.

        Das soll und darf nicht eine Empfehlung für eine bestimmte politische Richtung sein, nur eine Empfehlung echte Arbeiternehmervertreter zu wählen.

        • latemarbz

          Da bin ich ganz deiner Meinung @rota. Wichtig scheint mir, dass es nicht nur einen Wirtschaftsring, Jugendring usw.gibt, sondern dass es in Zukunft auch einen parteiübergreifenden Lohnempfänger-, Rentner- und Sozial-Ring geben soll!,

    • leser

      Arbeitnehmer simd sklave und dürfen dafür die bosse wählen, damit diese hwrren in die kamera grinsen können

  • ahaa

    Was er alles machen wird.Unglaublich.Der ist sich schon sicher,so schauts aus.Arbeitnehmer und Steuerzahler sollten keine Wirtschafttreiber wàhlen.Die leben von uns und wollen noch mehr.Ein Fass ohne Boden.Wer brauch das?

  • gurguk

    An dem Vorschlag würde ich nur eines ergänzen bzw. ändern. Man sollte vielleicht neben Herrn Kompatscher noch den einen oder anderen zusätzlichen Kandidaten zu so einem Frühstück einladen. Ich würde bei der derzeitigen Großwetterlage nicht nur auf ein Pferd setzen. Nebenbei finde ich es pädagogisch falsch, ihn als sicheren Landeshauptmann zu händeln.

    • rota

      @gurguk
      Voraussichtlich verliert Kompatscher bis zu 40.000 Stimmen. Zieht man dabei noch die reinen Parteistimmen ( also nur das Parteizeichen angekreuzt) ab, dann schaut es zappenduster aus.
      Der Grund dafür ist nicht alleine die Großwetterlage, zu viele Baustellen mit eigenem Pfusch, Energie, Kommunikation, Schule, öffentlicher Verkehr, Behindertentransport und Sanität.Gatterers Worte vibrieren immer noch nach.

  • morgenstern

    Der Wirtschaftsring ist in meinen Augen ein reiner Debattierclub. Während die Pfründe in diesem Land in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich verteilt wurden, geht es aus meiner Sicht nur mehr darum dem Stimmvieh glaubhaft zu machen dass noch was übrig ist.

  • ollaweilleiselber

    Hugh, die profunden Kenner der Südtiroler Realität haben gesprochen.
    vielleicht sollten sie vorher nachdenken und die Realität objektiv betrachten, denn ein Arbeitnehmer ist nur so lange ein Arbeitnehmer, wie es einen Arbeitgeber und einen Arbeitsplatz gibt.
    Deshalb: alle an einen Frühstückstisch und miteinander reden und nicht gegeneinander.

  • hells_bells

    Landeshauptmann der Wirtschaft!

  • ollaweilleiselber

    @ rota
    dem Herrn Rota empfehle ich das Studium von „das Kapital“ von Karl Marx: dort findet er unter anderem auch eine Definition von Unternehmen und Arbeitgeber.
    Umgekehrt:
    Wer arbeitet, stellt seine Arbeitskraft zur Verfügung. Arbeitskraft ist nüchtern betrachtet eine Ware, die man gegen Lohn verkauft und nur deswegen auf dem „Markt” existiert, weil der Arbeiter keine anderen „Waren” hat, die er gegen Geld verkaufen könnte. Das geschieht gegenüber Leuten, die genug Geld haben, sich Arbeitskraft kaufen zu können.
    Wenn es keine Arbeitgeber gäbe, dann gäbe es auch keinen Markt für Arbeitskraft und jeder müsste autark für sich dahinwursteln. Womit wir wieder in der Steinzeit angelangt wären. Eine wahrlich tolle Perspektive, auch für Herrn Rota.

  • rota

    Und wieder sind wir bei der Frage ob zuerst das Ei oder die Henne gab.

    Der Wirtschaftsring ladet zu einem Wirtschaftsfrühstück und macht 100 Vorschläge, investiert in Jugend und Arbeitskraft und macht ein schönes Foto mit LH und LH in spe.
    Setzt damit klare Signale für die anstehenden Wahlen.

    Es ist kein Arbeitnehmer dabei
    Unternehmer bzw Arbeitgeber dürfen Arbeiter als Ware betrachten und behandeln, —das ist Steinzeit.

    Ich wünsche mir Partnerschaft und gegenseitige Wertschätzung.

    Bis das soweit auch hier in Südtirol sich etabliert sollten die Arbeitnehmer/innen und Rentner/innen selbst ihrem Wählerpotential gerecht eigene Punkte und Forderungen ausarbeiten und Kandidaten, ohne ideologische Politisierung, bevorzugen.

    So und nun studiere deinen Marx und Engels um alle Kritiker dieser Wirtschaftslobby um LH Kompatscher effizienter zu diskreditieren.

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