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Zuschüsse für Bio-Bienen

Foto: LPA

Wer biologischen Bienenhonig produziert, kann sich 100 Prozent der Kosten für die Bio-Kontrollen bis maximal 1.000 Euro im Jahr vom Land vergüten lassen.

Bienen mögen vor allem natürlich belassene Blüten. Imker, die biologische Bienenhaltung betreiben, erhalten nun dafür Zuschüsse. Die Landesregierung hat am Dienstag beschlossen, dass Südtirols Bio-Imker, die sonst kaum Zugang zu Förderungen haben, nunmehr die Kosten für die Kontrollorgane, die den biologischen Anbau bestätigen, erstattet bekommen. Dazu zählen allerdings nur die jährlichen Pflichtkontrollen, nicht außerordentliche Kontrollen.

Der jährliche Zuschuss pro landwirtschaftlichen Betrieb darf den Betrag von 1.000 Euro nicht überschreiten. Es handelt sich dabei um sogenannte De-minimis-Beihilfen, die in drei Steuerperioden insgesamt nicht mehr als 15.000 Euro ausmachen dürfen, weil sie sonst als wettbewerbsverzerrend gelten.

Auch muss der Betrieb ausschließlich ökologische/biologische Landwirtschaft betreiben, um für diese Förderung infrage zu kommen. Der Betrieb als solcher muss also in das italienische Verzeichnis der Bio-Betriebe eingetragen sein. Imker, die hingegen schon sogenannte Flächenprämien für Bio-Anbau vom Land Südtirol kassieren, sind von dieser Förderung ausgeschlossen sind. Daher kommen diese Zuschüsse vor allem kleinen Bienenhaltern zugute.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (17)

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  • gestiefelterkater

    „Zuschüsse für Bio-Bienen“

    Ein weiteres Arbeitsbeschaffungsprogramm für Sinnlosberufler, die dann von denen die produktiv tätig, in diesem Falle von den Bio Imkern bezahlt werden müssen!

  • rowa

    Nachdem die Bienen den Nektar ja nicht selber produzieren (außer ihn mit eigenen Enzymen während des Eindickens anreichern) ist das mit Bio-Honig ein Humbug. Die Bienenhaltung kann nach biologischen Gesichtspunkten erfolgen, was die Bienen eintragen hängt von der Umgebung ab, in der sie stehen. Nach der selben Schlussfordeurng müssten Tomaten auch biologisch sein, wenn sie von biologisch genährten Erntehelfern gepflückt worden sind.

  • rota

    Bienen können klar abgrenzen wo bio und wo konventionell gearbeitet wird. Sie fliegen auch nur bis zu 8 km im Umkreis des Bienenstocks bei maximalen 1000 Metern Höhenunterschied um Honig zu ernten. Wenn Pflanzenschutzmittel versprüht werden bleiben sie immer im Stock Bei Wahlkampf fliegen sie aber trotzdem betört vom dick aufgetragenem Honig überall.

  • rota

    Diese Bienen auf dem Bild sind sicher original Südtiroler Abstammung, das Landespressamt verwendet nur Bilder aus Südtirol, oder?

  • thefirestarter

    Hauptsach ein Beitrag… des isch anscheinend das einzige das zählt.
    Beiträge für Bauer, Beiträge für den Tourismus, für die Industrie…
    nur die Arbeiter … die sollen Arbeiten, Steuern zahlen und still sein.

  • martin

    Den Kleinimkern wurden die Beiträge vor einigen Jahren gestrichen (nur mehr ab 5.000 Euro gültig, wo der Grossteil der Südtiroler Hobbyimker durch die Finger schaut). Aber Beiträge für einen solchen Blödsinn wie Biohonig vergeben…

  • andreas

    „… die sonst kaum Zugang zu Förderungen haben…….“

    Ist es in Südtirol ein Naturgesetz, dass man Förderungen bekommt.
    Wenn ja, wo kann ich mich bitte melden?

    Es gibt in Südtirol meines Wissens keinen hauptberuflichen Imker, außer vielleicht einen, welcher seine Bienen aber durch ganz Italien karrt, für die meisten ist es ein Hobby und keine wirtschaftliche Notwendigkeit, wozu also Förderungen?

    Aber die 3.000 Imker in Südtirol haben halt auch eine Stimme bei den Wahlen…..

    • yannis

      Kenne mindestens einen sog. Hobbyimker der hat sogar einen Transportanhänger subventioniert bekommen um die Bienen nach der Apfelblüte in höhere Lagen transportieren zu können, wo sie dann sicherlich BIOHONIG einbringen.
      Außerdem trifft es sich gut dass der Anhänger sich auch vorzüglich für allerlei andere Transport-Arbeiten eignet.
      Der bleibt dann sicherlich der SVP treu, wenn auch der Beitrag noch zu Luis’s Zeiten ergattert wurde.

  • stefanrab

    Ja ja so kurz vor den Wahlen ist jedes Thema recht um auf Stimmenfang zu gehen. Ich hoffe aber daß Südtiroler Frau/Mann nachdenkt und sich nicht „Biohonig“ um den Mund bzw auf die Wahlhand schmieren lässt

  • der_brottler

    Und für die zweibeinigen Bienen gibt es auch Beiträge, aber nur bei biologischer Haltung, und ohne Spritzen

  • morgenstern

    Jo sein denn bold schun wieder Wohln?

  • bernhart

    Alles ein Schmarrnn habe selbst Bienen würde mich nie darauf einlassen Bio Honig zu verkaufen,denn mir gehen schon die ganzen Kontrollen auf den Sack. Ich betreibe die Imkerei auf 1300 m, es gibt kein Obst nur grünwiesen und Weiden, besser kann es den bienen nicht gehen, mein Honig ist ausgezeichnet, nur der Ertrag ist nicht so hoch wie im Boznerraum. Ich brauche keinen der mir kontrolliert und selbst nichts versteht. Als Imker, sage ich sollte es diese Beiträge gar nicht geben, denn nur Biohonig zu produzieren wegen des beitrags ist falsch.

  • george

    Eigentlich ein Schlag ins Gesicht an jene, die wirklich sich für Bio einsetzen, denn die Malser mit ihrer Biolandwirtschaft bekämpft man mit allen Tücken und für die Produktion von Biohonig will die Landesregierung (sprich SVP) einen Beitrag geben, wo doch gerade dafür eine pestizidfreie Landwirtschaft notwendig wäre? Welche Scheinheiligkeit!

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